Verpackungslexikon · Packmittel & Beutel
Doypack ist die im Markt gebräuchliche Bezeichnung für den Standbodenbeutel: einen flexiblen Beutel aus mehrlagiger Folie mit gefaltetem Boden, der gefüllt von allein steht. Er nimmt Pulver, Granulate, Stückgut, Flüssigkeiten und Pasten auf und lässt sich mit Zipper, Ausgießer oder Entgasungsventil ausstatten. Fachlich heißt er Standbodenbeutel, englisch Stand-up Pouch.
Antwort auf Ihre Anfrage innerhalb von 48 Stunden. NDA auf Wunsch.
01 · Definition
Ein Doypack ist ein Beutel, der steht: Der gefaltete Boden öffnet sich beim Befüllen und gibt dem Beutel eine Standfläche im Regal.
Zwei Folienlagen werden an den Seiten und oben versiegelt, unten sitzt ein eingefaltetes Bodenelement. Beim Befüllen drückt das Füllgut den Boden auseinander, es entsteht eine flache Standfläche. Vor dem Befüllen liegt der Beutel flach und lässt sich platzsparend lagern.
Im Alltag stehen mehrere Namen für denselben Beutel: Doypack, Standbodenbeutel, Stehbeutel, Stand-up Pouch. In diesem Eintrag meinen Doypack und Standbodenbeutel dasselbe Format. Nicht gemeint sind der Flachbodenbeutel mit rechteckigem Boden und Seitenfalten, das flache Sachet und der schmale Stickpack.
| Begriff | Bedeutung | Abgrenzung |
|---|---|---|
| Doypack | Marktüblicher Name des Standbodenbeutels | Dasselbe Format wie Standbodenbeutel |
| Doypack auf Deutsch | Standbodenbeutel, auch Stehbeutel | Gleiche Bauform |
| Stand-up Pouch (SUP) | Englischer Begriff für denselben Beutel | Üblich im Kontakt mit Folienlieferanten |
| Spout-Beutel | Doypack mit Ausgießer | Variante, siehe Spout (Ausgießer) |
| Flachbodenbeutel | Rechteckiger, flacher Boden mit Seitenfalten | Eigenes Format mit fünf Flächen |
| Sachet | Flacher Siegelrandbeutel | Keine Standfläche |
02 · Steckbrief
Diese Eckdaten helfen bei der ersten Einordnung. Sie sind Orientierungswerte; verbindlich ist die Spezifikation Ihres Beutels.
| Merkmal | Ausprägung |
|---|---|
| Konstruktion | Zwei Folienlagen, seitlich und oben versiegelt, mit gefaltetem Bodenelement |
| Seitennähte | Je nach Format meist 5 bis 8 mm breit |
| Folienaufbau | Mehrlagig: Druckträger, Barriere, Siegelschicht (meist PE oder PP, bei Retorte CPP) |
| Verschlussoptionen | Heißsiegel, Zipper, Ausgießer, Entgasungsventil |
| Füllgüter | Pulver, Granulate, Stückgut, Flüssigkeiten, Pasten |
| Bei OH!S | Kleinserie ab 500 Stück, bis zu 7.000 Doypacks pro Tag je nach Produkt, Füllgewicht und Losgröße |
03 · Aufbau
Die Folie eines Doypacks besteht fast immer aus mehreren Lagen. Jede erfüllt eine Aufgabe, und die Kombination bestimmt Schutz, Siegelbarkeit und Recyclingweg.
Trägt den Druck und gibt Steifigkeit: PET, BOPP oder PA. Für natürliche Optik kommt Papier infrage, siehe Standbodenbeutel aus Kraftpapier.
Bremst Sauerstoff, Wasserdampf und Licht: Aluminium, metallisierte Folie (VMPET), AlOx, SiOx oder EVOH. Messgrößen erklärt Barriereeigenschaften.
Schmilzt beim Siegeln und schließt den Beutel. Sie berührt das Füllgut und muss für den Lebensmittelkontakt geeignet sein.

| Aufbau | Eignung | Zu beachten |
|---|---|---|
| PET/PE | Standardverbund, gut bedruckbar, großes Siegelfenster | Begrenzte Barriere gegen Sauerstoff und Licht |
| PET/ALU/PE | Höchste Barriere, im intakten Verbund praktisch dicht | Aluminium erschwert das Recycling; Knicke und Nadellöcher mindern die Barriere |
| PET/VMPET/PE | Guter Kompromiss aus Licht- und Sauerstoffbarriere | Barriere unter Aluminium |
| Papier/Folie | Papieroptik und Haptik | Papier selbst bietet keine nennenswerte Gasbarriere |
| Mono-PE oder Mono-PP, oft mit EVOH | Sortenreiner Aufbau, gute Voraussetzung für Recycling | Siegelfenster kann enger sein; belegt weder Konformität noch Recyclingklasse |
Wie Verbunde aufgebaut sind, erklärt der Eintrag zur Verbundfolie. Den sortenreinen Gegenentwurf beschreibt Monomaterial.
04 · Varianten
Zusatzfunktionen erhöhen den Komfort für Endkunden. Sie stellen die Abfüllung aber vor zusätzliche Aufgaben und gehören deshalb früh in die Spezifikation.
Der Druckverschluss sitzt meist 15 bis 25 mm unter der Oberkante. Er ersetzt nicht die hermetische Erstversiegelung. Ein Front-Zipper liegt vorne am Beutel und erleichtert das maschinelle Befüllen, weil kein Produkt in die Rillen gelangt.
Eine Einkerbung, optional mit Laserperforation, öffnet den Beutel ohne Schere und mit geradem Riss. Ein Euroloch ermöglicht die hängende Präsentation im Handel.
Das Entgasungsventil lässt CO2 entweichen, ohne dass Luft eindringt: typisch bei Röstkaffee. Der Ausgießer ist ein Gewinde mit Schraubkappe für Flüssiges, siehe Spout (Ausgießer).

| Ziel | Ausstattung | Hinweis |
|---|---|---|
| Pulver oder Granulat, mehrfach entnehmen | Zipper | Bei Handbefüllung vorgeöffnete Zipper bestellen |
| Matcha und sehr feine Pulver | Beutel ohne Zipper oder vollständig verschweißter Zipper | Feiner Staub setzt sich in den Zipper-Rillen fest |
| Röstkaffee, gärende Produkte | Entgasungsventil | Ventil bei der Dichtheitsprüfung berücksichtigen |
| Flüssig oder pastös, dosierbar | Ausgießer | Position und Kaliber festlegen |
05 · Abfüllung
Vorgefertigte Beutel kommen in ein Magazin oder werden von Hand bestückt. Bei Handbefüllung müssen Zipper vorgeöffnet sein.
Magazin oder HandDer Beutel wird geöffnet, das Füllgut volumetrisch oder gravimetrisch dosiert: Schnecke für Pulver, Mehrkopfwaage für Stückgut, Pumpe für Flüssiges. Siehe Dosieranlagen und Mehrkopfwaage.
je nach FüllgutDie Kopfnaht wird per Wärme oder Ultraschall verschlossen. Staub und Produktreste in der Siegelzone gehören zu den häufigsten Leckageursachen, siehe Siegelnaht.
SiegelfensterÜblich sind Kontrollwaage, Dichtheits- und Stichprobenprüfung und Metalldetektion, danach Kartonieren und Chargenkennzeichnung. Welche Prüfungen gelten, legt die Spezifikation fest.
dokumentiert je ChargeBei OH!S laufen Doypacks mit und ohne Zipper. Je nach Produkt, Füllgewicht und Losgröße sind bis zu 7.000 Doypacks pro Tag möglich, im Monat liegt die Größenordnung bei über 140.000. VFFS- und HFFS-Anlagen verarbeiten pulvrige, flüssige und stückige Produkte.
Faseriges Trockengut wie Kräuter oder Safranfäden füllen wir von Hand ab, weil maschinelle Dosierung Fasern bricht und Brücken bildet. Flüssige und pastöse Füllgüter sowie Wärmebehandlung im Beutel klären wir je Projekt gesondert.
| Verfahren | Typischer Einsatz | Besonderheit |
|---|---|---|
| Handbefüllung | Kleinstchargen, Testmärkte, bis etwa 1.000 Stück | Nahtqualität hängt vom Bediener ab |
| Halbautomatisch | Mittlere Chargen, etwa 1.000 bis 10.000 Stück | Falten im Bandsiegler können Leckagen verursachen |
| Vollautomatisch (Pick-Fill-Seal) | Großserien ab etwa 10.000 Stück | Verlangt konstante Beutelgeometrie |
| Füllgut | Beispiele | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Feine, staubende Pulver | Proteinpulver, Kakao, Mehl, Matcha | Staub in der Siegelzone, Elektrostatik, Explosionsschutz bei organischen Stäuben |
| Körnig, freifließend | Zucker, Salz, Reis, Kaffeebohnen | Produkt springt auf dem Boden; bei Kaffee Entgasung und Schutzatmosphäre |
| Stückig, fragil | Kekse, Trockenfrüchte, Nudeln | Brückenbildung und Bruch, ausreichend große Beutelöffnung |
| Flüssig und pastös | Säfte, Soßen, Gele, Cremes | Nachtropfen auf den Siegelrand, Schaum; bei Getränken bis 3 l befestigte Kappe prüfen |
06 · Aus der Praxis

Zwei Dinge unterschätzen Einsteiger bei Doypacks: den Verlust bei kleinen Serien und den Staub in der Siegelzone.
Verschnitt: Bei Pulvern in Kleinserien von 500 bis 1.000 Beuteln liegt der Verlust oft bei 5 bis 10 %, weil Anfahr- und Abfahrverluste prozentual stark ins Gewicht fallen. Ab 10.000 Einheiten pendelt er sich bei 1 bis 2 % ein. Planen Sie für die Erstcharge 5 bis 10 % Rohstoffpuffer ein. Mehr dazu bei Lohnmischen und zur Lohnabfüllung von Pulver.
Staub: Feine Pulver wirbeln beim Füllen auf und legen sich auf die Siegelfläche. Die Siegelschicht verschmilzt dann nicht gleichmäßig, es entstehen feine Kanäle. Abhilfe schaffen Tauchfüllung, Absaugung am Füllkopf und Rütteln zum Verdichten.
Praxis-Richtwerte, keine Zusage. Verbindlich ist die Vereinbarung für Ihr Projekt.
Dichtheit und Festigkeit der Naht sind verschiedene Eigenschaften: Eine starke Naht kann einen feinen Kanal enthalten, eine dichte Naht kann mechanisch zu schwach sein.
| Frage | Verfahren | Grenze |
|---|---|---|
| Ist irgendwo ein Leck? | Vakuum-Blasenprüfung (ASTM D3078), Druck- oder Vakuumabfall | Findet grobe Lecks, keine Mikroleckagen |
| Ist die Naht stark genug? | Peelprüfung (ASTM F88), Berstprüfung (ASTM F2054 gestützt, F1140 ungestützt) | Gestützte und ungestützte Berstwerte sind nicht vergleichbar |
| Hält der Beutel Transport und Lagerung aus? | Fall-, Vibrations- und Klimaprüfung im Karton | Gilt nur für die untersuchte Probe unter definierten Bedingungen |
Normen richtig einordnenASTM F1929 und EN 868-5 stammen aus dem Bereich poröser medizinischer Sterilbarrieren und sind keine allgemeinen Doypack-Normen. Universelle Richtwerte für Peel oder Berstdruck gibt es nicht: Das Akzeptanzkriterium leiten Sie aus Produkt, Format, Material, Füllprozess und Transportweg ab. Ein Prüflabor nennt aus der VDMA-Richtlinie 8748 für Kunststoffverbund-Packstoffe als Orientierung mehr als 15 N je 15 mm Streifenbreite; das ist kein gesetzlicher Mindestwert.
Doypack geplant?
Standbodenbeutel abfüllen lassen, schon ab kleiner Serie
Nennen Sie uns Füllgut, Beutelgröße und Auflage. Innerhalb von 48 Stunden melden wir uns mit einer Einschätzung.
07 · Regulatorik
Seit dem 12. August 2026 gilt die PPWR. Für Doypacks heißt das: Rollen klären, Nachweise vor Produktionsstart sichern und Umweltaussagen belegen.
Folie, Siegelschicht, Lack, Druckfarbe, Kleber und Zipper müssen für den Lebensmittelkontakt geeignet sein (VO (EG) 1935/2004). Für Kunststoffschichten gilt zusätzlich die VO (EU) 10/2011 mit Konformitätserklärung nach Stand der VO (EU) 2025/351, siehe Lebensmittelkontaktmaterialien.
Die Verordnung (EU) 2025/40 gilt seit 12.08.2026, in Deutschland ergänzt durch das VerpackDG. Erzeuger (Konformität) und Hersteller (Registrierung, Lizenz) sind verschiedene Rollen, siehe Erzeuger und Hersteller nach PPWR.
Blei, Cadmium, Quecksilber und Chrom VI zusammen höchstens 100 mg/kg. PFAS: 25 ppb je Einzelstoff, 250 ppb in der Summe, 50 ppm einschließlich Polymere. Die Nachweise liefert der Beutelhersteller, siehe PFAS.
Beutel, die bei Endverbrauchern als Abfall anfallen, sind in Deutschland in der Regel bei einem dualen System zu beteiligen und bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister in LUCID zu melden: Systembeteiligung, LUCID.
Bei Lebensmitteln gelten die Pflichtangaben der Verordnung (EU) 1169/2011, darunter Bezeichnung, Zutaten, Allergene, Mindesthaltbarkeit und Nettofüllmenge. Die Schrift braucht eine x-Höhe von mindestens 1,2 mm, bei Verpackungen mit einer größten Fläche unter 80 cm² mindestens 0,9 mm. Mehr zu Nettofüllmenge, Allergenen und Etikettierung.
Nicht verwechseln: (EU) 2025/40 und (EU) 2024/1781Die PPWR ist die Verordnung (EU) 2025/40. Die Verordnung (EU) 2024/1781 ist die Ökodesign-Verordnung (ESPR). Das bisherige Verpackungsgesetz ist mit Ablauf des 11. August 2026 außer Kraft; seither gilt das VerpackDG.
08 · Nachhaltigkeit
Ob ein Doypack recycelbar ist, entscheidet der konkrete Aufbau. Mehrlagige Verbunde erschweren Sortierung und mechanisches Recycling, weil Kunststoffe, Aluminium, Kleber und Druckfarben das Rezyklat beeinflussen. „Erschweren“ heißt nicht „verhindern“: Ein pauschales Verbundverbot enthalten weder PPWR noch ZSVR-Mindeststandard, bewertet wird die Gesamtstruktur.
Ein sortenreiner Aufbau aus Mono-PE oder Mono-PP schafft gute Voraussetzungen, belegt aber weder die PPWR-Konformität noch eine Recyclingklasse. Auch Zipper, Ventil, Ausgießer, Etikett und Druckfarbe zählen mit: Der Mindeststandard bemisst die unbefüllte Verpackung als Ganzes. Eine als unverträglich eingestufte Komponente kann das Ergebnis auf null setzen.
| Aufbau | Aussage nach heutigem Stand | Nachweis |
|---|---|---|
| PET/PE oder PET/ALU/PE | Verbund: Sortierung und Recycling erschwert | Bewertung des konkreten Aufbaus |
| Mono-PE oder Mono-PP mit EVOH | Gute Voraussetzung; in PE-Folien gilt EVOH bis 5 Gew.-% als zulässig, wenn das Verhältnis zur Haftvermittlerschicht stimmt (RecyClass, Stand 07/2025) | Bewertung nach RecyClass oder Gutachten |
| Papier/Folie | Eigener Weg, siehe Standbodenbeutel aus Kraftpapier | Bewertung des konkreten Aufbaus |
Recyclingklassen und UmweltaussagenDie PPWR sieht Leistungsstufen A, B und C vor. Sie gelten ab dem 1. Januar 2030 oder 24 Monate nach Inkrafttreten des delegierten Rechtsakts, je nachdem, was später liegt; die Methode legt die EU bis zum 1. Januar 2028 fest. Deshalb sagen wir keine Klasse für einen konkreten Aufbau zu. Pauschale Aussagen wie „umweltfreundlich“ sind seit dem 27. September 2026 nach der Richtlinie (EU) 2024/825 problematisch, siehe Umweltaussagen. Frühestens ab 2030 gelten zudem Rezyklatanteile, bei kontaktsensitiven Kunststoffverpackungen außer PET 10 %, siehe Rezyklat.
09 · Einkauf
Wer einen Doypack spezifiziert, entscheidet zugleich über Haltbarkeit, Maschinenlauf und Rechtsrisiko. Diese Punkte gehören in jede Verpackungsspezifikation.
Typische Fehler bei der BeutelwahlDiese Punkte führen in der Praxis am häufigsten zu Schleifen in Bemusterung und Freigabe:
Mit diesen Punkten können wir Ihr Doypack-Projekt in der Regel ohne Rückfragen einordnen.
10 · Anfrage
Für Doypacks sind bei OH!S Kleinserien ab 500 Stück möglich. Mischen wir Ihre Pulver zuvor, gilt eine Mindestmenge von 100 kg je Mischcharge. Teilen Sie 100 kg durch Ihr Füllgewicht, dann erhalten Sie die Stückzahl, die daraus entsteht.
Planen Sie vom Auftrag bis zur Produktion 4 bis 8 Wochen ein, gerechnet ab der Auftragsklärung und sobald das Material vorliegt. Mehr zum Ablauf finden Sie bei Doypacks und Standbodenbeuteln abfüllen lassen.
11 · FAQ
Ein Doypack ist ein Standbodenbeutel: ein flexibler Beutel aus mehrlagiger Folie mit gefaltetem Boden, der gefüllt von allein steht. Er nimmt Pulver, Granulate, Stückgut, Flüssigkeiten und Pasten auf. Wie gut er Sauerstoff, Feuchtigkeit und Licht abhält, bestimmt der Folienaufbau aus Druckträger, Barriere und Siegelschicht, nicht der Beutelname.
Auf Deutsch heißt der Doypack Standbodenbeutel, gelegentlich auch Stehbeutel; international ist Stand-up Pouch üblich. Es ist dasselbe Format. Ein Flachbodenbeutel ist ein anderes Format: Er hat einen rechteckigen, flachen Boden mit Seitenfalten und damit fünf Flächen. Das Sachet ist ein flacher Siegelrandbeutel ohne Standfläche.
Bei Doypacks sind bei OH!S Kleinserien ab 500 Stück möglich, mit und ohne Zipper. Je nach Produkt, Füllgewicht und Losgröße sind bis zu 7.000 Doypacks pro Tag machbar. Für Sachets und Stickpacks gelten andere Mindestmengen. Bei Mischungen kommt die Mindestmenge von 100 kg je Mischcharge hinzu. Preise nennen wir erst im Angebot.
Das hängt vom konkreten Aufbau ab. Verbunde aus mehreren Materialien, etwa mit Aluminium, erschweren Sortierung und Recycling. Ein sortenreiner Aufbau aus Mono-PE oder Mono-PP schafft gute Voraussetzungen, belegt aber weder die PPWR-Konformität noch eine Recyclingklasse. Die Klassen A bis C gelten frühestens ab 2030, die Methode legt die EU per delegiertem Rechtsakt fest. Deshalb sagen wir keine Klasse für einen konkreten Aufbau zu.
Für Verpackungen gilt die PPWR, die Verordnung (EU) 2025/40, seit dem 12. August 2026. Die Verordnung (EU) 2024/1781 ist dagegen die Ökodesign-Verordnung (ESPR), ein anderes Regelwerk. In Deutschland ergänzt das VerpackDG die PPWR; das bisherige Verpackungsgesetz ist mit Ablauf des 11. August 2026 außer Kraft.
Das Verpackungsregister LUCID betreibt die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR), nicht das Umweltbundesamt. Wer Verpackungen in Deutschland in Verkehr bringt, die typischerweise bei privaten Endverbrauchern als Abfall anfallen, muss sich dort registrieren und bei einem dualen System beteiligen. Diese Herstellerrolle ist nicht mit der Erzeugerrolle der PPWR identisch und je Lieferkette zu klären.
Die Beutelgröße ergibt sich nicht aus dem Gewicht allein. Entscheidend sind Schüttdichte oder Dichte des Füllguts, Kopfraum und die Position des Zippers. Gleiche 500 g füllen je nach Pulver unterschiedlich viel Volumen. Nennen Sie uns Füllgut, Nennfüllmenge und Wunschformat, dann ordnen wir das ein.
12 · Fazit
Ein Doypack ist schnell bestellt, aber nicht schnell richtig spezifiziert. Drei Dinge entscheiden: die Barriere, die zum empfindlichsten Merkmal Ihres Füllguts passt, eine Ausstattung, die zu Anlage und Füllgut passt, und Nachweise, die vor Produktionsstart vorliegen. Wer das klärt, vermeidet teure Schleifen in Bemusterung und Freigabe.
Rechtlich hat sich seit dem 12. August 2026 einiges verschoben. Klären Sie früh, wer in Ihrem Projekt Erzeuger ist, und verzichten Sie auf pauschale Umwelt- und Recyclingaussagen, die Sie nicht belegen können. Schicken Sie uns anschließend die Angaben aus der Checkliste. Wenn Flüssigkeiten im Spiel sind, lesen Sie als Nächstes den Eintrag zum Spout.
Weiterlesen
Packmittel
Papieroptik ist nicht gleich Nachhaltigkeit: Schichtaufbau, Barriere und Entsorgung im Faktencheck.
Packmittel
Beutel mit Ausgießer: Positionen, Kaliber, Verschluss und Abfüllweg.
Packmittel
Beutel mit flachem Boden und fünf Flächen: Aufbau und Einsatz im Vergleich zum Doypack.
Packmittel
Ein Kunststoff statt Verbund: was Monomaterial leistet und was es nicht belegt.
Technik
Temperatur, Druck, Zeit und Prüfung: was eine dichte Siegelnaht ausmacht.
Leistung
Ablauf, Formate und Anfrage
Projekt starten
Schicken Sie uns Produkt, Format und Menge. Sie bekommen innerhalb von 48 Stunden eine Antwort.
Rechtlicher HinweisDie hier bereitgestellten Informationen dienen als fachliche Orientierung für Produktentwickler, Einkauf und Geschäftskunden der OH!S GmbH. Sie ersetzen keine Rechtsberatung und keine rechtliche Einzelfallprüfung; maßgeblich ist der amtliche Wortlaut der genannten Rechtsakte und Normen. Für Produktkonformität, Kennzeichnung und Umweltaussagen ist die jeweils nach Gesetz verantwortliche Partei zuständig, in der Regel der Inverkehrbringer. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen auf Basis der genannten Quellen zusammengestellt; eine Haftung für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit wird nicht übernommen.
Rechts- und Quellenstand: Oktober 2026. Änderungen: 01.05.2026 Erstveröffentlichung · 05.10.2026 vollständig überarbeitet: Zusammenführung mit „Der Standbodenbeutel“, Rechtsstand korrigiert (PPWR ist (EU) 2025/40, nicht (EU) 2024/1781; LUCID betreibt die ZSVR; bisheriges Verpackungsgesetz außer Kraft), unbelegte Zahlen und Zusagen entfernt, Mindestmenge Doypack und Anfrage-Checkliste ergänzt.
Sam W. Pack · Fach- und Blogstimme der OH!S GmbH
Das offene Geheimnis: Hinter Sam steckt kein einzelner Mensch, sondern unser gesamtes OH!S-Team – über 30 Jahre Verpackungskompetenz, gebündelt in einer ehrlichen Stimme. Mehr davon im Schnack&Pack-Blog.
Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: