Verpackungslexikon · Abfüllung & Technik

Dosieranlagen: Dosiersysteme für Pulver und Stückgut im Vergleich

Dosieranlagen teilen Pulver, Granulate, Stückgut oder Flüssigkeiten in definierte Portionen, bevor diese verpackt werden. Sie arbeiten volumetrisch, also nach Raummaß, oder gravimetrisch, also nach Gewicht. Welches Dosiersystem passt, hängt vom Fließverhalten des Füllguts und von der geforderten Zielgenauigkeit ab, nicht von der Größe der Anlage.

  • Fließverhalten entscheidet: Dosieranlagen für staubende Pulver, freifließendes Granulat, Stückgut und Flüssigkeiten unterscheiden sich
  • Genauigkeit ist eine Rechengröße: Mittelwert, Give-away und Verschnitt statt eines Universalwerts
  • Muster vor Kalkulation: Was sich dosieren lässt, zeigt erst Ihr echter Rohstoff

Antwort auf Ihre Anfrage innerhalb von 48 Stunden. NDA auf Wunsch.

Dosieranlagen: Anlage mit zwei Wiegeköpfen und Bedienfeld
5Füllgutklassen
IFS Food · EU-Bio
5Füllgutklassen,
jede mit eigenem Dosierorgan
2 %üblicher Verschnitt bei Pulver
mittlerer bis großer Chargen
Richtwert, Spanne 1 % bis über 10 %
0,4 %Mehrverbrauch bei Einstellung
502 g statt 500 g
Nennfüllmenge
48 hbis zur Antwort
auf Ihre Anfrage

01 · Definition

Was sind Dosieranlagen?

Dosieranlagen teilen ein Füllgut in genau definierte Portionen, bevor es in die Verpackung fällt. Was hier ungenau oder instabil läuft, lässt sich später nicht mehr korrigieren.

Dosieren ist nicht dasselbe wie Mischen oder Abfüllen. Das Mischen stellt die Zusammensetzung her, siehe Lohnmischen. Das Dosieren bildet die Portion, das Abfüllen bringt sie in die Verpackung und verschließt sie. Zu Dosieranlagen gehören Vorratsbehälter, Dosierorgan, Steuerung und Kontrolle.

Zwei Messprinzipien teilen die Technik. Die volumetrische Dosierung misst nach Raummaß, die gravimetrische nach Gewicht. Beide haben ihren Platz, und beide lassen sich kombinieren: Eine volumetrische Dosierung mit gewichtsbasierter Kontrolle am Linienende ist ein üblicher Aufbau.

Volumetrisch und gravimetrisch im Vergleich
Kriteriumvolumetrischgravimetrisch
MessgrößeRaummaß: Schneckenumdrehung, Becher, KolbenhubGewicht über Wägezelle
Stärkeeinfach und schnell bei gleichmäßigem Schüttgutunabhängig von der Schüttdichte
SchwächeGewicht der Portion folgt der Schüttdichtemeist langsamer oder mechanisch aufwendiger
BeispieleSchneckendosierer, Becherdosierer, KolbendosiererLinearwaage, Mehrkopfwaage, Wägung im Behälter

02 · Vergleich

Dosieranlagen im Vergleich: welches Dosiersystem für welches Füllgut?

Das Füllgut wählt das Dosiersystem, nicht der Wunsch nach hoher Genauigkeit. Die Tabelle ordnet die fünf Füllgutklassen den passenden Dosiersystemen zu.

Dosiersysteme nach Füllgut
FüllgutDosiersystemTypische HerausforderungGegenmaßnahme
feine, staubende Pulver (Proteinpulver, Kakao, Mehl, Nahrungsergänzung)volumetrischer Schneckendosierer mit ServoantriebStaub im Siegelbereich, MikrolecksTauchfüllung von unten nach oben, Absaugung am Füllkopf, Rüttelstation
körnige, freifließende Produkte (Zucker, Salz, Reis, Kaffeebohnen, feines Tierfutter)Mehrkopfwaage oder BecherdosiererProdukt springt zurück und landet im Siegelbereichangepasste Fallrohre, sanfte Rutschen
stückige, empfindliche Produkte (Kekse, Pralinen, Trockenfrüchte, Nudeln)MehrkopfwaageBrückenbildung, BruchRüttler am Trichter, große Beutelöffnung, gummierte Rutschen
Flüssigkeiten und Pasten (Säfte, Soßen, Gele, Cremes)Kolben, Zahnradpumpe, DurchflussmesserNachtropfen, SchaumRücksaugung, Unterspiegelfüllung
faseriges Trockengut (Safranfäden, Blütenblätter, ganze Kräuter)Handeinwaage mit Feinwaagemaschinelle Dosierung bricht Fasern, bildet Brücken, streut starkEinwaage von Hand mit dokumentierter Nennfüllmenge
Vergleich von Schnecke, Becher und Waage als drei Dosierprinzipien für Pulver und Granulat
Drei Dosierprinzipien im Überblick: Schnecke, Becher und Waage

Dosieranlagen arbeiten Hand in Hand mit der Verpackungsmaschine. Pulver und Granulat laufen meist in einem vertikalen Schlauchbeutelprozess, siehe Schlauchbeutelmaschine. Die Dosierung sitzt dort oberhalb des Formrohrs: Das Füllgut fällt in den geformten Beutel. Bei vorgefertigten Beuteln, etwa Doypacks, gibt das Dosierorgan die Portion in den geöffneten Beutel ab.

Schneckendosierer

Eine Dosierschnecke fördert das Pulver in den Beutel, die Menge folgt aus den Umdrehungen. Weil sie nach Volumen arbeitet, schwankt das Gewicht mit der Schüttdichte. Gegen Brückenbildung im Trichter helfen Rührwerk oder Rüttler. Geeignet für feine Pulver.

Becherdosierer

Ein Becher mit festem Volumen wird gefüllt und entleert. Das ist einfach und schnell für freifließende Granulate, das Gewicht folgt aber der Schüttdichte.

Waage

Linear- und Mehrkopfwaage wiegen nach Gewicht, die Mehrkopfwaage kombiniert dazu Teilmengen. Das ist unabhängig von der Schüttdichte, braucht aber rieselfähiges, stückiges Gut: Mehrkopfwaage.

03 · Fließverhalten

So ordnen Sie Ihr Füllgut für Dosieranlagen ein

Bevor für Dosieranlagen ein Dosiersystem gewählt wird, muss das Fließverhalten bekannt sein. Diese sieben Eigenschaften entscheiden darüber, ob ein Produkt sauber dosiert werden kann.

  • Korngröße und VerteilungFeines Pulver staubt und haftet, grobes Granulat rieselt. Breite Korngrößenverteilungen entmischen sich leichter.
  • SchüttdichteBei volumetrischer Dosierung bestimmt sie das Gewicht. Schwankt sie, schwankt die Portion.
  • Feuchte und HygroskopieFeuchte Pulver verklumpen, bilden Brücken und fließen schlechter.
  • Fett- und ÖlanteilFettige oder klebrige Pulver haften an Schnecke, Trichter und Wänden.
  • ElektrostatikFeines Pulver und Kunststofffolie laden sich auf: Das Pulver fliegt, haftet außen und verstopft Zipper-Rillen.
  • Stückigkeit und FragilitätBruchempfindliche Produkte brauchen weiche Wege und geringe Fallhöhen.
  • FasernFaseriges Trockengut verträgt keine maschinelle Dosierung.
Rieselprobe: Pulver läuft aus einem Metalltrichter und bildet einen Schüttkegel (Symbolbild)
Rieselprobe: Das Verhalten beim Auslaufen verrät viel über das Fließverhalten

Kennzahlen wie Schüttwinkel und Hausner-Faktor helfen bei der Einordnung, ersetzen aber den Versuch nicht. Entscheidend ist ein Lauf mit Ihrem echten Rohstoff, denn dieselbe Rezeptur kann mit einem anderen Lieferanten anders durch die Dosieranlagen laufen. Deshalb braucht eine verbindliche Kalkulation ein Muster. Für die erste Einschätzung genügen Datenblatt und Eckdaten.

04 · Genauigkeit

Zielgenauigkeit von Dosieranlagen: was sie wirklich bedeutet

Eine Zahl wie „±0,5 %“ ohne Füllgut, Portionsgröße und Messbedingung sagt wenig. Belastbar ist die Rechnung aus Nennfüllmenge, Mittelwert und Give-away.

Rechtlich muss das Durchschnittsgewicht aller Packungen mindestens der Nennfüllmenge entsprechen. Weil Waagen in Dosieranlagen Toleranzen haben, wird die Anlage minimal höher eingestellt. Diese Überfüllung heißt Give-away und erscheint im Verschnitt der Kalkulation. Die Regeln bündelt der Eintrag Nettofüllmenge; hier gilt: keine rechtsverbindliche Auslegung.

Je kleiner die Portion, desto stärker wiegt dieselbe absolute Abweichung. Die Tabelle zeigt es an drei Rechenbeispielen.

Give-away: Mehrverbrauch bei erhöhter Einstellung
NennfüllmengeEinstellwertMehrverbrauch
500 g502 g0,4 %
100 g101 g1,0 %
30 g30,5 g1,7 %
Praxis-Richtwerte für den Verschnitt bei Pulver
PulvertypBeispieleTypischer VerschnittUrsache
freifließendZucker, grobes Salz, Proteingranulatunter 1,5 %geringe Anhaftung
fein und staubendMatcha, Kakao, Mehl, feines Isolat2–4 %Abzug über die Absaugung, Filterverlust
klebrig oder fettigHanfprotein, Pulver mit hohem Ölanteil3–5 %Anhaftung an Schnecke, Trichter, Wänden

Kleinserien liegen höher: Bei 500 bis 1.000 Beuteln sind oft 5 bis 10 % üblich, weil Anfahr- und Abfahrverlust prozentual stark ins Gewicht fallen. Ab 10.000 Einheiten pendelt sich der Verschnitt bei 1 bis 2 % ein. Mehr zu Mischcharge und Erstcharge: Lohnmischen.

Praxis-Richtwerte, keine Zusage. Verbindlich ist die Vereinbarung für Ihr Projekt. Die Rechenbeispiele sind keine Messwerte.

05 · Praxis

Aus der Produktion: Staub, Elektrostatik und Brückenbildung

Die meisten Störungen an Dosieranlagen sind keine Frage der Technik allein, sondern des Zusammenspiels von Füllgut und Verpackung. Drei Phänomene sind typisch.

Staub in der Siegelnaht

Feiner Staub legt sich auf die Innenseite der Siegelzone und verhindert, dass die Siegelschicht sauber verschmilzt. Es entstehen Mikrolecks. Abhilfe schaffen Tauchfüllung, Absaugung am Füllkopf und Rüttelstationen.

Elektrostatik

Folie und Pulver laden sich bei Reibung auf. Ionisationsstäbe an Magazin, Füllstation und Siegelstation neutralisieren die Ladung, damit das Pulver dort bleibt, wo es hingehört.

Brückenbildung

Sperrige oder feuchte Produkte verkeilen sich im Trichter oder im Beutelmund und blockieren den Fluss. Rüttler und ausreichend große Beutelöffnungen beugen vor.

Faseriges Trockengut gehört nicht in eine maschinelle Dosierung: Safranfäden, Blütenblätter und ganze Kräuter werden bei uns von Hand eingewogen und abgefüllt, mit Feinwaage und dokumentierter Nennfüllmenge. Das passt zu Premium- und Handverpackt-Positionierungen. Zum Thema Aroma und Staub in empfindlichen Produkten: Aromaschutz.

06 · Regulatorik

Recht und Sicherheit bei Dosieranlagen

Füllmenge

Fertigpackungen unterliegen dem Füllmengenrecht, in Deutschland der Fertigpackungsverordnung auf Grundlage der Richtlinie 76/211/EWG. Kern ist das Durchschnittsprinzip. Mehr dazu im Eintrag Nettofüllmenge.

Hygiene und Allergene

Dosieranlagen sind Ausrüstung mit Lebensmittelkontakt. Die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 verlangt in Anhang II, dass solche Ausrüstung gereinigt werden kann. Beim Produktwechsel zählen Reinigungsstufen und bei Allergenen die Allergenreinigung: CIP und SIP, Allergene. Jede Charge ist rückverfolgbar: Chargennummer.

Explosionsschutz

Organische Feinstäube wie Mehl, Zucker oder Proteine können explosionsfähig sein. Dann ist Explosionsschutz nach den ATEX-Regeln zu planen: Richtlinie 2014/34/EU für Geräte, Richtlinie 1999/92/EG für den Betrieb. Die Kenngrößen werden im Labor am konkreten Produkt bestimmt.

Orientierung, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der amtliche Wortlaut der genannten Rechtsakte und Normen.

07 · Entscheidung

Dosieranlagen auswählen: in fünf Fragen zum passenden System

Füllgutklasse bestimmen

Staubendes Pulver, freifließendes Granulat, Stückgut, Flüssigkeit oder Faser? Die Klasse engt die Auswahl auf ein bis zwei Dosierorgane ein.

Klasse

Portionsgröße festlegen

Je kleiner die Portion, desto kritischer die Streuung. Große Portionen verzeihen mehr.

Gramm

Genauigkeit und Kontrolle definieren

Nennfüllmenge, Mittelwert, Give-away und Kontrollwaage festlegen, statt einen Universalwert zu verlangen.

Rechnung

Wechsel und Reinigung klären

Wie oft wechselt das Produkt, gibt es Allergene oder Wechsel zwischen Bio und konventionell? Das bestimmt den Reinigungsaufwand.

Rüstzeit

Format und Verpackung abstimmen

Doypack, Stickpack, Sachet oder Dose: Beutelöffnung, Zipper und Siegelzone müssen zum Dosiersystem passen.

Verpackung

Pulver oder Stückgut?

Dosieranlagen am Muster klären, dann verbindlich kalkulieren

Schicken Sie uns Füllgut, Portionsgewicht und Wunschformat. Innerhalb von 48 Stunden wissen Sie, wie wir Ihr Projekt einordnen.

  • Antwort in 48 Stunden
  • NDA auf Wunsch
  • Mischen ab 100 kg je Charge

Diese Angaben beschleunigen Ihr Angebot

Mit diesen Punkten können wir Ihr Projekt für die passenden Dosieranlagen in der Regel ohne Rückfragen einordnen.

  • Füllgut und Zustand: Pulver, Granulat, Stückgut oder Flüssigkeit
  • Schüttdichte, Korngröße und bekannte Eigenschaften: staubend, klebrig, hygroskopisch, faserig
  • Portionsgewicht und gewünschte Toleranz
  • Format: Doypack, Stickpack, Sachet, Dose oder Sack
  • Auflage gesamt und Wunschtermin
  • Rohstoff: von Ihnen beigestellt oder von uns beschafft; Bio ja oder nein
  • Allergene und geplante Produktwechsel
  • Mischbedarf (bei Mischungen gilt: mindestens 100 kg je Mischcharge)
  • Rohstoffmuster und Datenblatt, soweit vorhanden

08 · Anfrage

So gelingt Ihre Anfrage in einem Schritt

Ein Rohstoffmuster ist die beste Grundlage. Ohne Muster können wir eine erste Einschätzung geben, verbindlich kalkulieren wir erst am echten Produkt.

Formatabhängige Mindestmengen nennen wir Ihnen mit der ersten Antwort. Mehr zum Leistungsumfang: Lohnabfüllung Pulver bei OH!S.

09 · FAQ

Häufige Fragen zu Dosieranlagen

Was sind Dosieranlagen?

Dosieranlagen teilen ein Füllgut in genau definierte Portionen, bevor es verpackt wird. Sie bestehen aus Vorratsbehälter, Dosierorgan, Steuerung und Kontrolle. Das Dosierorgan richtet sich nach dem Füllgut, etwa Schnecke für feine Pulver, Waage für Stückgut oder Kolben und Pumpe für Pasten. Dosieren, Mischen und Abfüllen sind drei getrennte Schritte.

Was ist der Unterschied zwischen volumetrischer und gravimetrischer Dosierung?

Volumetrische Dosierung misst nach Raummaß, etwa über Schneckenumdrehungen, Becher oder Kolbenhub. Das Gewicht der Portion folgt dann der Schüttdichte. Gravimetrische Dosierung misst nach Gewicht, unabhängig von der Schüttdichte, ist aber meist langsamer oder mechanisch aufwendiger. Beide Prinzipien lassen sich kombinieren, etwa mit einer Kontrollwaage am Linienende.

Welches Dosiersystem eignet sich für feine, staubende Pulver?

Für feine Pulver wie Proteinpulver, Kakao oder Mehl kommt in der Regel ein volumetrischer Schneckendosierer mit Servoantrieb zum Einsatz. Wichtig sind Maßnahmen gegen Staub im Siegelbereich, etwa Absaugung am Füllkopf, Tauchfüllung und Rüttelstation, sowie Schutz vor Elektrostatik. Welche Lösung passt, zeigt ein Lauf mit Ihrem echten Rohstoff.

Mehrkopfwaage oder Schneckendosierer: was passt wann?

Die Mehrkopfwaage kombiniert Teilmengen und eignet sich für rieselfähiges Granulat und Stückgut. Der Schneckendosierer fördert Pulver über eine Schnecke und eignet sich für feine, staubende Pulver. Als Faustregel gilt: Stückig und rieselfähig spricht für die Waage, fein und staubend für die Schnecke. Beides entscheidet am Ende der Versuch am Muster.

Wie genau arbeiten Dosieranlagen?

Einen Universalwert gibt es nicht. Die erreichbare Genauigkeit hängt von Füllgut, Portionsgröße, Dosierprinzip und Takt ab. Belastbar ist die Rechnung: Der Durchschnitt aller Packungen muss die Nennfüllmenge erreichen, die Anlage wird dafür minimal höher eingestellt, und dieses Give-away steht in der Kalkulation. Zahlen ohne Füllgut und Messbedingung sind wenig aussagekräftig.

Warum braucht eine verbindliche Kalkulation ein Muster?

Weil Korngröße, Feuchte und Schüttdichte entscheiden, ob ein Produkt sauber durch die Dosieranlage läuft. Dieselbe Rezeptur kann mit einem anderen Rohstoffmuster anders fließen. Deshalb kalkulieren wir verbindlich erst am Muster. Für die erste Einschätzung genügen Datenblatt und Eckdaten.

Wie wird faseriges Trockengut dosiert?

Faseriges Trockengut wie Safranfäden, Blütenblätter oder ganze Kräuter wird bei uns von Hand eingewogen und abgefüllt, mit Feinwaage und dokumentierter Nennfüllmenge. Eine maschinelle Dosierung führt zu Faserbruch, Brückenbildung und großen Streuungen im Füllgewicht. Für Premium- und Handverpackt-Konzepte ist das kein Nachteil.

10 · Fazit

Fazit: Dosieranlagen nach Füllgut wählen, nicht nach Datenblattwert

Dosieranlagen sind so gut wie ihre Passung zum Füllgut. Das gilt unabhängig von der Anlagengröße. Staubende Pulver verlangen eine andere Lösung als freifließendes Granulat, Stückgut oder Flüssigkeiten, und faseriges Trockengut gehört in die Handeinwaage. Wer zuerst die Füllgutklasse bestimmt und dann das Dosiersystem wählt, vermeidet die meisten Störungen.

Verlangen Sie keinen Universalwert für die Genauigkeit, sondern rechnen Sie: Nennfüllmenge, Mittelwert, Give-away und Verschnitt. Das Muster zeigt, ob Ihr Rohstoff sauber läuft.

Wenn Ihr Projekt steht, schicken Sie uns die Angaben aus der Checkliste. Als Nächstes lesen Sie, wie die Mehrkopfwaage Teilmengen kombiniert und wann sie dem Schneckendosierer überlegen ist.

Projekt starten

Pulverprojekt anfragen – mit Format, Menge und Zeitrahmen

Schicken Sie uns Produkt, Format und Menge. Sie bekommen innerhalb von 48 Stunden eine Antwort.

  1. Anfrage sendenProdukt, Format, Menge und Zeitrahmen genügen für den Start. NDA auf Wunsch.
  2. Antwort in 48 StundenWir melden uns mit einer ersten Einschätzung.
  3. Angebot nach Klärung der EckdatenPreise und Termine nennen wir verbindlich im Angebot.

Rechtlicher HinweisDie hier bereitgestellten Informationen dienen als fachliche Orientierung für Produktentwickler, Einkauf und Geschäftskunden der OH!S GmbH. Sie ersetzen keine Rechtsberatung und keine rechtliche Einzelfallprüfung; maßgeblich ist der amtliche Wortlaut der genannten Rechtsakte und Normen. Für Produktkonformität, Kennzeichnung und Umweltaussagen ist die jeweils nach Gesetz verantwortliche Partei zuständig, in der Regel der Inverkehrbringer. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen auf Basis der genannten Quellen zusammengestellt; eine Haftung für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

Quellen

  1. Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene, Anhang II (u. a. Kapitel V, Anforderungen an Ausrüstung). Stand: 05.10.2026. EUR-Lex, Verordnung 852/2004 (öffnet in neuem Tab)
  2. Richtlinie 76/211/EWG zur Angleichung der Rechtsvorschriften über die Abfüllung bestimmter Erzeugnisse nach Gewicht oder Volumen in Fertigpackungen (Durchschnittsprinzip). Stand: 05.10.2026. EUR-Lex, Richtlinie 76/211/EWG (öffnet in neuem Tab)
  3. Richtlinie 2014/34/EU zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften für Geräte und Schutzsysteme in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX-Produktrichtlinie). Stand: 05.10.2026. EUR-Lex, Richtlinie 2014/34/EU (öffnet in neuem Tab)
  4. Richtlinie 1999/92/EG über Mindestvorschriften zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit der Arbeitnehmer in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX-Betreiberrichtlinie). Stand: 05.10.2026. EUR-Lex, Richtlinie 1999/92/EG (öffnet in neuem Tab)
  5. Engapack: Vertikale Schlauchbeutelmaschinen (VFFS) für Schüttgüter und Stückgut aus Mehrkopfwaage. Stand: 05.10.2026. Engapack (Herstellerseite) (öffnet in neuem Tab)

Rechts- und Quellenstand: Oktober 2026. Änderungen: 19.05.2025 Erstveröffentlichung · 05.10.2026 vollständig überarbeitet: Dosiersysteme nach Pulver, Stückgut und Flüssigkeit verglichen, Universalaussagen („hohe Dosiergenauigkeit für alle Anwendungen“, „problemlose Integration“) entfernt, Zielgenauigkeit als Rechengröße erklärt, Fließverhalten, Praxis-Richtwerte und Anfrage-Checkliste ergänzt.

Sam W. Pack · Fach- und Blogstimme der OH!S GmbH

Das offene Geheimnis: Hinter Sam steckt kein einzelner Mensch, sondern unser gesamtes OH!S-Team – über 30 Jahre Verpackungskompetenz, gebündelt in einer ehrlichen Stimme. Mehr davon im Schnack&Pack-Blog.

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