Verpackungslexikon · Kartonagen & Wellpappe
2-wellig (auch zweiwellig oder doppelwellig) heißt Wellpappe mit zwei Wellenbahnen: fünf Papierlagen aus drei glatten Decken (außen, Mitte, innen) und zwei gewellten Lagen. Die Platte ist dicker, schwerer und in der Regel höher belastbar als 1-wellige. Sie kommt bei schwerer oder stapelbelasteter Ware, langen Wegen und Export infrage; verbindlich ist der geprüfte Wert des fertigen Kartons.
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01 · Definition
2-wellig ist die Wellpappe für höhere Lasten: zwei gewellte Lagen, getrennt durch eine Mitteldecke, zwischen einer Außen- und einer Innendecke.
Eine 2-wellige Platte besteht aus fünf Papierlagen: Außendecke, erste Wellenbahn, Mitteldecke, zweite Wellenbahn und Innendecke. Es sind also drei Decken und zwei Wellen. Die Mitteldecke heißt auch Zwischenlage oder Zwischendecke. Statt zweiwellig liest man auch doppelwellig oder doppelte Wellpappe, englisch double wall.
Woraus besteht die Platte? Aus Papier: Die Decken sind Kraftliner oder Testliner, die Wellen Wellenstoff oder Halbzellstoff-Wellenpapier, verklebt mit Stärkeleim. Die Bauart 2-wellig löst, was 1-wellig bei hoher Last nicht mehr leistet. Die einfachere Variante beschreibt der Eintrag 1-wellig. Den Überblick über alle Wellen gibt der Eintrag Wellpappe.

02 · Lagenaufbau
Bei 2-wellig kommt zur 1-welligen Platte eine Mitteldecke mit einer zweiten Welle hinzu. Diese Lage verbindet beide Wellenbahnen zu einem Verbund.
| Lage | Bezeichnung | Aufgabe | Papier |
|---|---|---|---|
| 1 | Außendecke | Druckfläche, Schutz der Platte | Kraftliner oder Testliner |
| 2 | erste Wellenbahn | Abstand, Polsterung, Tragkraft in Wellenrichtung | Wellenstoff oder Halbzellstoff-Wellenpapier |
| 3 | Mitteldecke | trennt und verbindet die Wellenbahnen | Deckenpapier (Liner) |
| 4 | zweite Wellenbahn | zusätzlicher Abstand und Tragkraft | Wellenstoff oder Halbzellstoff-Wellenpapier |
| 5 | Innendecke | Fläche zur Ware | Kraftliner oder Testliner |
Lagenzählung nach wellpappe-wissen.de und TIS/GDV. Die Papierangaben sind Einordnungen nach Fachseiten; welche Papiere ein Hersteller einsetzt, steht in der Sortenbezeichnung.
Die Mitteldecke ist die zusätzliche Lage gegenüber 1-wellig: Ohne sie ließen sich die beiden Wellenbahnen nicht zu einer Platte verkleben, und sie erhöht Dicke und Abstand der Außenlagen. Die Wellen können gleich oder verschieden sein; bei 2-wellig bestimmt die Kombination, wie dick die Platte wird und wie fein ihre Oberfläche ist. Getragen wird in Wellenrichtung, also in den stehenden Wellenkanälen.
03 · Wellenkombinationen
Welche Wellen kombiniert werden, bestimmt Dicke, Druckbild und Polsterung. Zwei Kombinationen sind besonders verbreitet.
| Kombination | Wellen | Dicke (Richtwert) | Typische Rolle |
|---|---|---|---|
| BC-Welle | B-Welle (fein) und C-Welle (mittel) | ca. 6–7 mm | Versand- und Umkartons mit höherer Last, besonders häufig |
| EB-Welle | E-Welle (feinst) und B-Welle (fein) | nicht belegt | feine Oberfläche für Druck bei höherer Steifigkeit als E allein |
Weitere Kombinationen kommen vor und stehen in der Sortenliste des jeweiligen Herstellers. Wellenhöhen und Teilungen der einzelnen Wellen stehen in den Einträgen B-Welle, C-Welle und E-Welle.
Im Querschnitt zeigt sich der Unterschied sofort: Die BC-Platte ist deutlich dicker als eine 1-wellige Platte, nach Fachseiten etwa 6 bis 7 mm gegenüber etwa 3 bis 5 mm. Diese Dicke bringt Abstand zwischen den Außenlagen und damit Tragkraft, sie belegt aber auch Platz im Karton und auf der Palette.

Die Sortenbezeichnung des Verbands der Wellpappen-Industrie fasst den Aufbau zusammen. Das Beispiel 2.30 BC steht für eine Sorte mit zwei Wellenbahnen, Güteklasse 30 und B- und C-Welle. Fachseiten nennen für sie eine Dicke von rund 7 mm.
Die Sorte gehört in jede Anfrage, denn sie legt Mindestwerte fest, die der Hersteller prüfen kann. Die Werte je Sorte nennt die Sortentabelle.
04 · Tragkraft
Zwei Wellen sind kein Zahlenversprechen. Die Tragkraft eines Kartons folgt aus Papier, Aufbau, Form und Klima, nicht aus der Lagenzahl allein.
Der ECT ist ein Wert der Platte in kN/m (ISO 3037, FEFCO TM 8), der BCT ein Wert des fertigen Kartons in N oder kN (ISO 12048, FEFCO TM 50). Wer einen Karton für die Palette freigibt, braucht den BCT für sein Kartonformat und keinen Plattenwert. Der BCT hängt von Form, Maßen und Klima ab.
Mehr Lagen erhöhen in der Regel Stapelfestigkeit und Polsterung, aber nicht im Verhältnis der Lagenzahl. Der Zuwachs kostet Dicke, Gewicht und Material. Dieser Eintrag nennt bewusst keine Beispielwerte, denn sie hängen von Sorte, Papier und Hersteller ab.
Keine Werte ohne BedingungenEin Prüfwert ohne Norm, Einheit, Klima und Kartonformat ist keine Spezifikation. Lassen Sie sich Werte vom Kartonhersteller mit Prüfbedingungen bestätigen und prüfen Sie sie am Kartonformat, das Sie bestellen.
05 · Anwendung
Gefüllte Gläser, Metalldosen und Kartons mit hoher Palettenstapelung belasten den untersten Karton stark. Hier kommt 2-wellig infrage, wenn eine 1-wellige Sorte den geforderten BCT nicht erreicht.
Fachseiten nennen 2-wellig für Export, lange Transportstrecken und Sendungen mit vielen Umladungen. Die Bedingungen entscheiden, nicht das Material: Mehr Umschlag heißt mehr Stoß und Druck auf den Karton.
Die EB-Welle verbindet feine Oberfläche mit höherer Steifigkeit als eine einzelne E-Welle, etwa für Displays und Verkaufsverpackungen mit Gewicht. Mehr dazu im Eintrag Displays und Aufsteller.
Als Versandverpackung ordnet die PPWR einen solchen Karton nach seiner Funktion ein. Die Abgrenzung erklären die Einträge Versandverpackung und Umverpackung.
Auf der Palette zählt das Lagenbild: Wie viele Kartons übereinander stehen, bestimmt den BCT, den der unterste braucht.

06 · Entscheidung
Die Lagenzahl ist eine Stellschraube, keine Güteklasse. Die Tabelle vergleicht die drei Bauarten, die zweite ordnet typische Fälle ein.
| Merkmal | 1-wellig | 2-wellig | 3-wellig |
|---|---|---|---|
| Wellenbahnen | 1 | 2 | 3 |
| Papierlagen | 3 | 5 | 7 |
| Decken | 2 | 3 | 4 |
| Dicke (Richtwert) | ca. 3–5 mm | BC ca. 6–7 mm | ca. 12–15 mm je nach Kombination |
| Einordnung | leichte bis mittelschwere Ware | schwere oder stapelbelastete Ware | sehr schwere Ware |
| Situation | 2-wellig? | Naheliegende Alternative |
|---|---|---|
| Schwere Ware, hohe Palettenstapel, lange Lagerung | Ja, mit geprüftem BCT | 3-wellig bei sehr hoher Last |
| Lange Wege, Export, viele Umschlagpunkte | Ja | 3-wellig, wenn der BCT es verlangt |
| Leichte bis mittelschwere Ware, kurze Wege | Meist überdimensioniert | 1-wellig mit B- oder C-Welle |
| Bruchempfindliche, sperrige Ware | Wand allein ist nicht entscheidend | Einlagen oder Trays statt dickerer Wand |
| Platzknappe Palette oder Lager | Dicke Wand kostet Platz | 1-wellig mit passender Sorte |
Typische FehlwahlAm häufigsten wird 2-wellig als Sicherheitsaufschlag bestellt, ohne den BCT anzufordern. Das kostet Material, Gewicht und Palettenhöhe, ohne dass die Freigabe belegt ist. Auch der Umkehrschluss ist falsch: 2-wellig ist nicht automatisch stapelfest, wenn Kartonform, Klima oder Lagerdauer nicht zum Prüfwert passen.
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07 · Gewicht und Palette
Das erste Beispiel vergleicht die Papiermasse je Quadratmeter. Es nimmt für alle Bauarten dieselben Papiere an und rechnet ohne Leim. Eine 2-wellige BC-Platte wiegt im Beispiel rund 65 % mehr als eine 1-wellige C-Platte, eine 3-wellige ABC-Platte mehr als das Doppelte.
Der Unterschied liegt vor allem in den zusätzlichen Decken und Wellen. Wählen Sie 2-wellig deshalb nur, wenn der geprüfte BCT es verlangt.
| Aufbau | Rechnung | Platte gesamt |
|---|---|---|
| 1-wellig, C-Welle | 2 × 120 + 90 × 1,425 | 240 + 128 = 368 g/m² |
| 2-wellig, BC-Welle | 3 × 120 + 90 × 1,325 + 90 × 1,425 | 360 + 119 + 128 = 607 g/m² |
| 3-wellig, ABC-Welle | 4 × 120 + 90 × (1,525 + 1,325 + 1,425) | 480 + 137 + 119 + 128 = 864 g/m² |
Rechenbeispiel zur Veranschaulichung, keine Herstellerwerte. Aufarbeitungsfaktoren aus Fachseiten: A 1,50–1,55, B 1,30–1,35, C 1,40–1,45.
Das zweite Beispiel betrifft die Palettenhöhe. Jedes Außenmaß hat zwei Wände. Nimmt man für 1-wellig eine Dicke von 4 mm und für BC 6,5 mm an, wächst das Außenmaß bei gleichem Innenmaß um zwei mal 2,5 mm, also 5 mm. Bei zehn Lagen sind das 50 mm Palettenhöhe zusätzlich.
| Rechengröße | Wert | Rechnung |
|---|---|---|
| Unterschied je Wand | 2,5 mm | 6,5 − 4,0 |
| Mehr je Außenmaß (zwei Wände) | 5 mm | 2 × 2,5 |
| Mehr Palettenhöhe bei 10 Lagen | 50 mm | 10 × 5 |
Gehen Ihre Produkte als Set oder Multipack in einen Versandkarton, gehört das zur Konfektionierung und zum Co-Packing. Dazu zählt laut unserer Leistungsbeschreibung auch die zusätzliche Sammel- und Transportverpackung.
08 · Recycling
Wellpappe wird überwiegend im Altpapierkreislauf verwertet. Das ist keine Eigenschaft jedes Kartons: Es kommt auf Beschichtung, Klebstoff, Druck und Verschmutzung an.
Gebrauchte Wellpappe gehört zur Altpapiersorte 1.05 (alte Wellpappenverpackungen) nach EN 643. Der Code PAP 20 nach Entscheidung 97/129/EG kennzeichnet Wellpappe und ist in Deutschland freiwillig. Der VDW nennt für das Material eine Recyclingquote von über 95 %, eine Branchenzahl und keine Aussage über einen einzelnen Karton.
Wachs-, Paraffin-, Bitumen- und Ölpapiere gehören nicht ins Altpapier. Kunststoffbeschichtungen wie PE verhindern die Trennung der Fasern und werden bei der Aufbereitung als Reject abgetrennt. Klebebänder und Fremdstoffe sind vor der Entsorgung zu entfernen.
Keine PauschalaussagenAussagen wie „vollständig recyclingfähig“, „100 % recyclingfähig“ oder „umweltfreundlich“ sind für Wellpappe nicht belegbar und seit dem 27. September 2026 nach der Richtlinie (EU) 2024/825 problematisch. Auch Siegel wie FSC gelten nur mit einem Zertifikat für das konkrete Produkt. Mehr in den Einträgen Umweltaussagen und Recyclingfähigkeit.
Bei 2-wellig wie bei 1-wellig entscheidet nicht die Wellenzahl über die Verwertung. Weniger Material spart man mit einem passend dimensionierten Karton. Eine Recyclingklasse sagen wir für keinen Karton zu: Die Leistungsstufen A bis C der PPWR gelten frühestens ab dem 1. Januar 2030, die Bewertungsmethode legt die EU bis zum 1. Januar 2028 fest.
09 · Regulatorik
Für 2-wellig gelten keine Sonderregeln. Maßgeblich ist, wie der Karton verwendet wird: als Transportverpackung, als E-Commerce-Verpackung oder als Verkaufsverpackung.
Ein Karton für Online-Bestellungen ist nach der PPWR eine E-Commerce-Verpackung, ein Unterfall der Transportverpackung. Mehr zur Rolle zwischen Verkaufs- und Transportebene im Eintrag Tertiärverpackung.
Transport- und E-Commerce-Verpackungen dürfen nach Art. 24 PPWR höchstens 50 % Leerraum haben, frühestens ab dem 1. Januar 2030. Füllmaterial wie Papier oder Luftpolster zählt zum Leerraum. Ein dicker Karton ersetzt keine passende Größe.
Die Summe aus Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertigem Chrom darf nach Art. 5 PPWR 100 mg/kg nicht überschreiten, einschließlich Druckfarben, Lacken und Klebstoffen. Der Kartonhersteller liefert Materialaufbau und Nachweise.
Kommt eine Wellpappe mit Lebensmitteln in Berührung, gilt für Papier und Karton kein EU-Einzelrecht. Grundlage ist die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, Beurteilungsgrundlage die BfR-Empfehlung XXXVI. Mehr im Eintrag Lebensmittelkontaktmaterialien.
Mit diesen Punkten können wir Ihr Projekt in der Regel ohne Rückfragen einordnen.
10 · Anfrage
Nennen Sie uns, was Sie über Ihren Karton wissen, und was noch offen ist. Das gilt auch, wenn Sie nur wissen, dass der Karton 2-wellig sein soll, und noch keine Maße haben.
Beigestellte Verpackungen sollten mit Materialaufbau und Nachweisen vor Produktionsstart vorliegen. Dann lassen sich Sorte, Außenmaß und Lagenbild gemeinsam prüfen. Eine Orientierung für die Angaben bietet der Eintrag Verpackungsspezifikation; die Bauform benennt der Code im Eintrag FEFCO.
11 · FAQ
Zweiwellige Wellpappe hat fünf Papierlagen: drei glatte Decken (Außendecke, Mitteldecke, Innendecke) und zwei gewellte Lagen. Die Mitteldecke, auch Zwischenlage genannt, trennt die beiden Wellenbahnen. Die Zahl im Namen zählt die Wellenbahnen, nicht die Lagen. Allgemein hat Wellpappe bei n Wellenbahnen 2n + 1 Lagen, also drei bei einer, fünf bei zwei und sieben bei drei Wellenbahnen.
Mit jeder weiteren Wellenbahn kommen eine Welle und eine Decke hinzu: drei, fünf oder sieben Lagen. Die Platte wird dicker, schwerer und in der Regel höher belastbar, aber auch materialintensiver und platzraubender. 1-wellig genügt für leichte bis mittelschwere Ware, 2-wellig kommt bei schwerer oder stapelbelasteter Ware und langen Wegen infrage, 3-wellig bei sehr hoher Last. Entscheidend ist der geprüfte Wert des fertigen Kartons.
Sie besteht überwiegend aus Papier. Die glatten Decken sind Kraftliner mit laut Fachseiten mindestens 80 Prozent Frischfasern oder Testliner aus Altpapier. Die Wellen bestehen aus Wellenstoff, meist aus Recyclingfasern, oder aus Halbzellstoff-Wellenpapier. Die Lagen werden mit Stärkeleim verklebt. Eine Angabe wie KL135 / Ws90 / TL120 nennt die Flächengewichte in g/m² und damit die Papierqualität der Lagen.
Am häufigsten ist die BC-Welle aus einer B- und einer C-Welle, die eine gute Oberflächenstabilität mit Polster- und Tragwirkung verbindet. Die EB-Welle kombiniert E- und B-Welle und liefert eine feinere Oberfläche für Druck bei höherer Steifigkeit als eine einzelne E-Welle. Weitere Kombinationen kommen vor. Welche ein Hersteller führt, steht in seiner Sortenliste, und die Sorte gehört in die Spezifikation.
Fachseiten nennen für die BC-Sorte etwa 6 bis 7 mm, für die Sorte 2.30 BC rund 7 mm. Die Dicke hängt von der Wellenkombination und den Papieren ab. Bei Kartons zählt die Wanddicke doppelt, weil jedes Außenmaß zwei Wände hat. Bei gleichem Innenmaß ist ein 2-welliger Karton deshalb außen größer als ein 1-welliger. Lassen Sie sich das Außenmaß vom Hersteller ausweisen.
Nein. Zwei Wellenbahnen verdoppeln weder Kantenstauchwiderstand noch Stapelstauchwiderstand. Der ECT ist ein Wert der Platte nach ISO 3037, der BCT ein Wert des fertigen Kartons nach ISO 12048 und hängt von Form, Maßen und Klima ab. Wer einen Karton für die Palette freigibt, braucht den BCT seines Kartonformats mit Prüfbedingungen und keine Faustformel über die Lagenzahl.
Wellpappe besteht überwiegend aus Papierfasern und wird im Altpapierkreislauf verwertet. Ob ein konkreter Karton recyclingfähig ist, hängt aber von Beschichtung, Klebstoffen, Druck und Verschmutzung ab, nicht von der Zahl der Wellen. Wachs-, Paraffin- und Bitumenpapiere gehören nicht ins Altpapier. Pauschale Aussagen wie vollständig recyclingfähig sind nicht belegbar. Siegel wie FSC gelten nur mit Zertifikat für das konkrete Produkt.
Die Zahl vor dem Punkt gibt die Zahl der Wellenbahnen an, hier zwei. Die Zahl nach dem Punkt steht für die Güteklasse mit Mindestwerten, etwa für Berstwiderstand, Durchstoßarbeit und Kantenstauchwiderstand. Die Buchstaben nennen die Wellenarten, hier B- und C-Welle. Händlerseiten lesen die Güteklasse als maximale Flächenlast, verbindlich sind nur die Werte der Sortentabelle des Verbands der Wellpappen-Industrie.
12 · Fazit
2-wellig heißt zwei Wellenbahnen, drei Decken und fünf Lagen. Die Platte ist dicker, schwerer und in der Regel höher belastbar als 1-wellig, bei BC etwa 6 bis 7 mm dick. Sie kommt bei schwerer oder stapelbelasteter Ware, langen Wegen und Export infrage, nicht als Sicherheitsaufschlag.
Zwei Wellen bedeuten nicht doppelte Tragkraft. Verlangen Sie den BCT des fertigen Kartons mit Prüfbedingungen, nennen Sie die Sorte, zum Beispiel 2.30 BC, und verzichten Sie auf pauschale Umweltaussagen. Als Nächstes lesen Sie, wann 3-wellige Wellpappe mit sieben Lagen nötig wird, im Eintrag 3-wellig.
Weiterlesen
Karton
Wellenarten A, B, C, E im Vergleich: ein Einstieg für alle Wellenprofile.
Karton
Einwellige Wellpappe: drei Papierlagen, Prüfwerte und Anwendungsgrenzen.
Karton
Dreiwellige Wellpappe: sieben Lagen für schwere Güter und ihre Grenzen.
Karton
Zweiwellige Kombination aus B- und C-Welle: Aufbau und Belastbarkeit.
Karton
Zweiwellige Kombination aus E- und B-Welle im Vergleich zur BC-Welle.
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Rechtlicher HinweisDie hier bereitgestellten Informationen dienen als fachliche Orientierung für Produktentwickler, Einkauf und Geschäftskunden der OH!S GmbH. Sie ersetzen keine Rechtsberatung und keine rechtliche Einzelfallprüfung; maßgeblich ist der amtliche Wortlaut der genannten Rechtsakte und Normen. Für Produktkonformität, Kennzeichnung und Umweltaussagen ist die jeweils nach Gesetz verantwortliche Partei zuständig, in der Regel der Inverkehrbringer. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen auf Basis der genannten Quellen zusammengestellt; eine Haftung für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit wird nicht übernommen.
Rechts- und Quellenstand: Oktober 2026. Änderungen: 29.05.2023 Erstveröffentlichung · 05.10.2026 vollständig überarbeitet: Lagenzählung korrigiert (drei Decken, zwei Wellen), AC-Welle und unbelegte Umweltaussagen entfernt, Wellenkombinationen, Sortencode, Entscheidungstabelle 1-/2-/3-wellig, Rechenbeispiele zu Gewicht und Palettenhöhe, Recycling differenziert, Anfrage-Checkliste neu.
Sam W. Pack · Fach- und Blogstimme der OH!S GmbH
Das offene Geheimnis: Hinter Sam steckt kein einzelner Mensch, sondern unser gesamtes OH!S-Team – über 30 Jahre Verpackungskompetenz, gebündelt in einer ehrlichen Stimme. Mehr davon im Schnack&Pack-Blog.
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