Verpackungslexikon · Kartonagen & Wellpappe
E-Welle ist die Feinstwelle der Wellpappe, auch Mikrowelle genannt: Die gewellte Mittellage ist 1,0 bis 1,9 mm hoch bei einer Wellenteilung von 2,6 bis 3,5 mm, das sind rund 286 bis 385 Wellen je Meter. Die glatte Oberfläche eignet sich für Druck, Displays und Verkaufsverpackungen, die Polsterung ist gering.
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01 · Definition
Sie ist die feinste der gängigen Wellen: eng gesetzt, flach, mit glatter Oberfläche. Das macht sie zur Welle für Druckbild und Schachtelform, nicht für Last und Polsterung.
Die Wellenart beschreibt die gewellte Mittellage durch zwei Maße: die Wellenhöhe, den Abstand von Wellental zu Wellenspitze, und die Wellenteilung, den Abstand zweier Wellenspitzen. Bei der E-Welle liegt die Höhe zwischen 1,0 und 1,9 mm, die Teilung zwischen 2,6 und 3,5 mm. Der Verband der Wellpappen-Industrie führt sie als Feinstwelle, Fachseiten nennen sie auch Mikrowelle.
Nach der Höhe lautet die Reihenfolge der gängigen Wellenarten A, C, B, E. Die E-Welle ist die flachste der vier und liegt unter der B-Welle. Noch feiner sind die F- und die G-Welle, die der Eintrag Wellpappe einordnet.

02 · Steckbrief
Diese Werte sind Klassengrenzen der Systematik, keine Garantiewerte eines Herstellers. Praxiswerte liegen innerhalb der Spannen.
| Merkmal | Wert | Hinweis |
|---|---|---|
| Bezeichnung | Feinstwelle, Mikrowelle | die F-Welle gilt als Miniwelle |
| Wellenhöhe | 1,0–1,9 mm | typisch ca. 1,1–1,2 mm |
| Wellenteilung | 2,6–3,5 mm | Abstand zweier Wellenspitzen |
| Wellen je Meter | rund 286–385 | Praxis ca. 290–320 |
| Wellen je Fuß (US-Angabe) | ca. 90 | entspricht ca. 295 je Meter |
| Aufarbeitungsfaktor | 1,20–1,35 | Fläche Wellenstoff je Fläche Wellpappe |
| Papierlagen | 3 einwellig, 5 als EB-Welle | Zahl der Wellenbahnen mal zwei plus eins |
Klassengrenzen laut Fachseiten nach VDW-Systematik (Bezug DIN 55468, Ausgabe nicht geprüft). Wellen je Meter = 1.000 ÷ Wellenteilung in mm.
03 · Zahlen prüfen
Die 295 Wellen je Meter stimmen in der Größenordnung. Sie sind der US-Wert von etwa 90 Wellen je Fuß, umgerechnet mit 0,3048 m je Fuß. Er liegt innerhalb der Klasse und im Bereich der Praxisangaben. Als Plausibilitätstest taugt das Lineal: Auf 100 mm Länge liegen bei der E-Welle 29 bis 39 Wellenspitzen.
Bei der Höhe nennen einzelne Seiten engere Spannen wie 1,0 bis 1,5 mm. Die Klasse reicht bis 1,9 mm. Wer ein Muster mit 1,6 oder 1,8 mm Höhe bekommt, hat deshalb keine andere Wellenart, sondern ein Produkt am oberen Rand der Klasse. Erst ab 1,9 mm beginnt die D-Welle.
| Angabe | Rechnung | Ergebnis | Plausibel? |
|---|---|---|---|
| 90 je Fuß (US) | 90 ÷ 0,3048 | ca. 295 je Meter | Ja |
| 295 je Meter | 1.000 mm ÷ 295 | Teilung ca. 3,4 mm | Ja, Klasse E (2,6–3,5 mm) |
| 90 je Meter (falsch gelesen) | 1.000 mm ÷ 90 | Teilung ca. 11 mm | Nein, das wäre keine E-Welle |
| Teilung 3,1 mm (Beispiel) | 1.000 ÷ 3,1 | ca. 323 je Meter | Ja |
| Teilung 2,6 mm | 1.000 ÷ 2,6 | ca. 385 je Meter | Ja, obere Grenze |
04 · Aufbau
Allein ergibt sie eine dreilagige Platte. Mit einer B-Welle kombiniert entsteht zweiwellige Wellpappe mit fünf Papierlagen.
| Aufbau | Papierlagen | Wellen | Rolle von E |
|---|---|---|---|
| einwellig | 3 | E | dünne, glatte Platte für Verkaufsverpackung, Display und Zuschnitt |
| einwellig, kaschiert | 3, die Außenlage ist ein bedruckter Bogen | E | Druckbild nach Offset-Standard, siehe nächster Abschnitt |
| EB-Welle | 5 | E und B | feine Oberfläche bei mehr Tragfähigkeit als einwellig |
Rollen nach Fachseiten (VDW-Wissensportal, Transpack, Horn Verpackung). Die Zahl vor dem Punkt der VDW-Sorte nennt die Wellenbahnen, die Buchstaben die Wellenarten, die Zahl danach die Güteklasse.
Die Decken bestehen aus Kraftliner (laut Fachseiten mindestens 80 % Frischfasern) oder aus Testliner, der aus Altpapier entsteht, den Wellenstoff liefern meist Recyclingfasern. Für das Druckbild zählt das Deckenpapier: Die europäische Rohpapierliste CEPI führt unter anderem braunes und weißes Kraftliner sowie weißes Top-Testliner. Eine Angabe wie KL135 / Ws90 / TL120 nennt die Flächengewichte der Lagen in g/m².
Die Bauform des Kartons beschreibt der FEFCO-Code, nicht das Material. 0427 etwa ist die einteilige Klappdeckelschachtel aus der Gruppe 04, 0201 der Standard-Faltkarton. Welche Welle Sie in einer Bauform bestellen, ist eine eigene Angabe. Mehr im Eintrag FEFCO.
05 · Druckbild
Je feiner die Welle, desto gleichmäßiger ist die Außendecke. Wie scharf das Druckbild wird, entscheidet zusätzlich das Verfahren.
Fachseiten nennen die Mikrowelle sehr gut bedruckbar: Je kleiner die Welle, desto glatter die Oberfläche. Mit 2,6 bis 3,5 mm Abstand der Wellenspitzen zeichnet sich die Struktur in der Decke weniger ab als bei C- oder A-Welle. Das ist ein Vorteil, aber keine Zusage, denn Deckenpapier, Druckverfahren und Farbaufbau wirken mit.
Zwei Wege sind üblich. Beim Flexodruck, laut Fachseiten dem überwiegend genutzten Verfahren für Verpackungen, wird die Wellpappe direkt bedruckt. Beim Offsetdruck, der vor allem bei Fein- und Feinstwellen vorkommt, wird meist kaschiert: Einseitige Wellpappe wird mit einem zuvor im Offset bedruckten Papierbogen beklebt.
| Verfahren | Wie | Was Sie klären |
|---|---|---|
| Flexodruck direkt | Druck auf die Außendecke der fertigen Wellpappe | Deckenpapier, Zahl der Farben, Druckmuster |
| Offsetdruck kaschiert | bedruckter Bogen wird auf einseitige Wellpappe geklebt | Bogenformat, zusätzlicher Arbeitsgang, Klebstoff im Aufbau |
Muster statt WellenartBeurteilen Sie das Druckbild an einem Muster auf dem vorgesehenen Papier und im vorgesehenen Verfahren. Die Wellenart nennt nur die Voraussetzung, nicht das Ergebnis. Klären Sie das Verfahren früh: Kaschieren ändert Aufbau und Lieferkette.
06 · Einsatz
Dort, wo die Verpackung gesehen wird, ist die feine Welle üblich. Beim Transport schwerer Ware spielt sie eine Nebenrolle.
Fachseiten beschreiben, dass die Feinstwelle der Wellpappe Einsatzfelder als Verkaufs- und Präsentationsverpackung für hochwertige Konsumgüter erschlossen hat. Die glatte Fläche trägt das Motiv, die geringe Wanddicke hält das Packstück schlank.
Displays aus feiner Wellpappe werden bestückt an den Verkaufsort geliefert. Das Gewicht der Ware liegt auf Etagenboden, Fuß und Seitenwänden, die Wellenart ist nur ein Teil der Rechnung. Lastweg und Bestückung beschreibt der Eintrag Displays und Aufsteller.
Gestanzte und gerillte Zuschnitte, die sich zu Schachteln falten lassen. Fachseiten nennen für die Mikrowelle ein ausgewogenes Verhältnis aus Steifigkeit, Bedruckbarkeit und Rillbarkeit. Zur Abgrenzung dient der nächste Abschnitt.

Bei einem Display lohnt eine Prüfung im bestückten Zustand: Leer sagt das Muster nichts über die Last, die Etagenböden und Seitenwände später tragen. Wer ein Display als Einheit liefern will, plant die Bestückung gleich mit. Sie gehört zu den Aufgaben der Konfektionierung und des Co-Packings, nach unserer Leistungsbeschreibung einschließlich Displaybestückung und Set-Bildung.
07 · Faltschachtel
Die Faltschachtel besteht im Kern aus Vollkarton, einer kompakten, mehrlagigen Kartonbahn ohne Hohlräume. Feine Wellpappe wie die E-Welle wird laut Fachseiten ebenfalls zu faltbaren Schachteln und Stanzzuschnitten verarbeitet. Das ist ein Grenzfall, kein Regelfall.
Für Beutel, Sachets, Blister oder Dosen als Inhalt ist die Faltschachtel aus Vollkarton die übliche Verkaufsverpackung. Feine Wellpappe kommt infrage, wenn die Schachtel steifer sein soll, größer ausfällt oder als Display aufgestellt wird. Der Unterschied liegt im Werkstoff und damit in Wanddicke, Stapelverhalten und Konstruktionscode.
| Merkmal | Faltschachtel aus Vollkarton | Schachtel aus E-Welle |
|---|---|---|
| Aufbau | kompakte Kartonbahn ohne Hohlräume | zwei Decken mit gewellter Mittellage |
| Wand | dünner | dicker, die Welle liegt zwischen den Decken |
| Stapeldruck | geringer | Wellpappe ist stabiler gegen Stapeldruck |
| Konstruktionscode | ECMA-Code | FEFCO-Code |
| Typische Rolle | Verkaufsverpackung für Primärverpackungen | Verkaufsverpackung, Display, steife Schachtel |
Passung nie nur nach AußenmaßMaßgeblich sind die Innenmaße plus Zugabe für das Füllgut, denn Wanddicke und Rillung nehmen Millimeter weg. Bei Wellpappe ist die Wand dicker als bei Vollkarton. Ein Musterzuschnitt vor der Serie klärt, ob Beutel, Sachets oder Dosen ohne Klemmen hineinpassen.
08 · Wellenwahl
Die Tabelle ordnet die häufigsten Fälle ein. Sie ist eine Orientierung, keine Freigabe.
| Situation | E-Welle? | Naheliegende Alternative |
|---|---|---|
| Verkaufsverpackung mit feinem Motiv, leichte Ware | Ja, häufige Wahl | Faltschachtel aus Vollkarton, wenn keine Wellpappe nötig ist |
| Thekendisplay oder Aufsteller, leicht bestückt | Ja | B-Welle, wenn das Gewicht steigt |
| Boden- oder Palettendisplay mit schweren Dosen | Eher nein | B-Welle, C-Welle oder zweiwellig |
| Feines Motiv und höhere Last zugleich | Als einwellige Platte meist zu schwach | EB-Welle |
| Versandkarton für Sets aus Dosen oder Gläsern | Nein | C-Welle oder BC-Welle |
| Stoßempfindliche Ware ohne Einleger | Nein, kaum Polsterung | A-Welle, C-Welle oder Einleger |
| Hohe Stapelhöhe, lange Lagerung | Nein | zweiwellig, siehe zweiwellige Wellpappe |
Typische FehlwahlVier Fehler kommen häufig vor. Erstens: die Welle nach dem Druckbild wählen und die Last nicht rechnen. Zweitens: das Druckverfahren spät klären, obwohl Kaschieren den Aufbau ändert. Drittens: eine Schachtel aus E-Welle ohne Muster bestellen und dann feststellen, dass die dickere Wand die Passung verändert. Viertens: aus „Mikrowelle“ auf Eignung für den Versand zu schließen, denn der Beiname sagt nur etwas über die Feinheit.
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09 · Gewicht und Palette
Je höher die Welle, desto mehr Wellenstoff braucht ein Quadratmeter Platte. Der Aufarbeitungsfaktor der E-Welle liegt bei 1,20 bis 1,35, bei der B-Welle bei 1,30 bis 1,35, bei der C-Welle bei 1,40 bis 1,45. Das Rechenbeispiel ergänzt die Tabelle im Eintrag Wellpappe um die E-Welle.
Der Unterschied zur B-Welle beträgt im Beispiel rund 4 g/m², etwa 1 %. Die Decken machen mit 240 von 355 g/m² den größten Teil aus. Gewicht sparen Sie eher über das Deckenpapier als über die Welle.
| Wellenart | Faktor (Mittelwert der Spanne) | Wellenlage | Platte gesamt |
|---|---|---|---|
| C-Welle | 1,425 | 90 × 1,425 = 128 g/m² | 240 + 128 = 368 g/m² |
| B-Welle | 1,325 | 90 × 1,325 = 119 g/m² | 240 + 119 = 359 g/m² |
| E-Welle | 1,275 | 90 × 1,275 = 115 g/m² | 240 + 115 = 355 g/m² |
Rechenbeispiel zur Veranschaulichung, keine Herstellerwerte. Der Aufarbeitungsfaktor der Feinstwelle schwankt je Quelle stark, das Beispiel zeigt nur die Größenordnung.

Mehr zählt die Wanddicke. Ein Karton hat in jedem Außenmaß zwei Wände, bei gleichem Innenmaß wächst das Außenmaß also doppelt so stark wie der Unterschied der Wellenhöhe, und auf der Palette summiert sich das über jede Lage. Mit den typischen Wellenhöhen von 1,2 mm für E, 2,4 mm für B und 3,6 mm für C ergibt sich das Beispiel unten.
| Rechengröße | E gegenüber B | E gegenüber C |
|---|---|---|
| Typische Wellenhöhen | 1,2 mm gegenüber 2,4 mm | 1,2 mm gegenüber 3,6 mm |
| Unterschied je Wand | 1,2 mm | 2,4 mm |
| Weniger je Außenmaß (zwei Wände) | 2,4 mm | 4,8 mm |
| Weniger Palettenhöhe bei 10 Lagen | 24 mm | 48 mm |
Rechenbeispiel zur Veranschaulichung, keine Herstellerwerte. Deckenpapiere, Rillzugaben und Bauform kommen je Hersteller hinzu.
Die Ersparnis geht zulasten der Stapelreserve. Fachseiten beschreiben, dass Stapelfähigkeit und Pufferwirkung mit kleinerer Welle abnehmen. Der Kantenstauchwiderstand ECT (ISO 3037) misst die Tragkraft der Platte in Wellenrichtung, der Stapelstauchwiderstand BCT (ISO 12048) die Kraft am fertigen Karton. Weil ECT den Widerstand der stehenden Welle beschreibt, legen Sie die Wellenrichtung im Zuschnitt fest, und verlangen Sie den BCT für Ihr Kartonformat mit Prüfklima.
10 · Recycling
Wellpappe wird überwiegend im Altpapierkreislauf verwertet. Ob ein bedruckter oder kaschierter Aufbau dazugehört, entscheidet nicht die Welle, sondern der Rest des Aufbaus.
| Faktor | Wirkung | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Kunststoffbeschichtung, etwa PE | verhindert die Trennung der Fasern, wird als Reject abgetrennt | beschichtungsfreie Varianten anfragen |
| Folienkaschierung und Kunststoffteile am Display | erschweren die Verwertung | Folien und Fenster vermeiden, Aufbau aus Fasermaterial prüfen |
| Wachs-, Paraffin-, Bitumen- und Ölpapiere | gehören nach Fachseiten nicht ins Altpapier | im Aufbau vermeiden |
| Druckfarben, Lacke, Klebstoffe, auch beim Kaschieren | zählen zum Aufbau und zur Schwermetallsumme | Nachweise des Herstellers anfordern |
Gebrauchte Wellpappe ist als Altpapiersorte 1.05 nach EN 643 geführt, der Code PAP 20 nach Entscheidung 97/129/EG kennzeichnet Wellpappe und ist in Deutschland freiwillig. Der Verband der Wellpappen-Industrie nennt für das Material Wellpappe eine Recyclingquote von über 95 %. Das ist eine Branchenzahl und keine Aussage über einen einzelnen Karton.
Keine PauschalaussagenAussagen wie „100 % recyclingfähig“, „umweltfreundlich“ oder „biologisch abbaubar“ sind für Wellpappe nicht belegbar und seit dem 27. September 2026 nach der Richtlinie (EU) 2024/825 problematisch. Eine Recyclingklasse sagen wir für keinen Karton zu: Die Leistungsstufen A bis C der PPWR gelten frühestens ab dem 1. Januar 2030. Mehr im Eintrag Recyclingfähigkeit.
11 · Regulatorik
Eine Schachtel oder ein Display, das der Kunde mit dem Produkt kauft, ist rechtlich eine Verkaufsverpackung, ein Versandkarton für Online-Bestellungen eine E-Commerce-Verpackung. Für Transport- und E-Commerce-Verpackungen gilt nach Art. 24 PPWR eine Leerraumgrenze von 50 %, frühestens ab dem 1. Januar 2030. Mehr in den Einträgen Verpackungsarten und Versandverpackung.
Die Summe aus Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertigem Chrom darf nach Art. 5 PPWR 100 mg/kg nicht überschreiten, einschließlich Druckfarben, Lacken und Klebstoffen. Bei bedruckter und kaschierter Wellpappe gehören diese Bestandteile zum Nachweis, den der Kartonhersteller liefert.
Ein Display oder Umkarton berührt Lebensmittel in der Regel nicht unmittelbar. Ist Kontakt möglich, gilt die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004; in Deutschland dient die BfR-Empfehlung XXXVI als Beurteilungsgrundlage. Bei Recyclingfaser können Mineralöle aus Druckfarben auf trockene Lebensmittel übergehen. Mehr im Eintrag MOSH und MOAH.
Mit diesen Punkten können wir Ihr Projekt in der Regel ohne Rückfragen einordnen.
12 · Anfrage
Nennen Sie uns, was Sie über Ihre Verpackung wissen und was noch offen ist. Das gilt auch, wenn Sie nur wissen, dass sie fein und bedruckt sein soll, und noch keine Maße haben.
Beigestellte Zuschnitte und Displays sollten mit Materialaufbau und Nachweisen vor Produktionsstart vorliegen. Dann lassen sich Wellenwahl, Passung und Bestückung gemeinsam prüfen. Alle Fragen laufen über die Anfrage, nicht über Einzelkontakte.
13 · FAQ
Nach der Systematik des Verbands der Wellpappen-Industrie hat die E-Welle eine Wellenhöhe von 1,0 bis 1,9 mm und eine Wellenteilung von 2,6 bis 3,5 mm. Typisch sind Höhen um 1,1 bis 1,2 mm. Daraus folgen rund 286 bis 385 Wellen je Meter, Praxisangaben liegen bei etwa 290 bis 320. Das sind Klassengrenzen, keine Produktwerte: Der konkrete Karton richtet sich nach Papier und Hersteller, und einzelne Händlerseiten nennen engere Spannen.
Ja, in der Größenordnung stimmt die Angabe. Sie entspricht dem US-Wert von etwa 90 Wellen je Fuß, umgerechnet mit 0,3048 Meter je Fuß ergeben sich rund 295 Wellen je Meter. Das liegt innerhalb der Klasse von 286 bis 385 und im Bereich der Praxiswerte von 290 bis 320. Wer die 90 dagegen als Wert je Meter liest, rechnet mit einer Wellenteilung von rund 11 mm, die es bei der E-Welle nicht gibt.
Mikrowelle ist in Fachseiten der Beiname der E-Welle, die der Verband der Wellpappen-Industrie als Feinstwelle führt. Die F-Welle ist feiner: Sie hat 0,6 bis 1,0 mm Höhe und 1,8 bis 2,6 mm Teilung und wird als Miniwelle geführt. Die Namen schwanken je nach Anbieter. Verlässlich sind der Buchstabe der Wellenart und die Maße, deshalb sollte jedes Angebot beides nennen.
Fachseiten nennen Verkaufs- und Präsentationsverpackungen, Displays und gestanzte Zuschnitte, die sich zu Schachteln falten lassen. Dort zählen eine glatte, gut bedruckbare Oberfläche, geringe Wanddicke und Rillbarkeit mehr als Polsterung. Für den Versand schwerer Ware oder für hohe Stapel ist die E-Welle als einwellige Platte in der Regel nicht die erste Wahl. Gewicht, Stapelhöhe und Lagerdauer entscheiden im Einzelfall.
Ja, als Grenzfall. Die Faltschachtel im engeren Sinn besteht aus Vollkarton, also einer kompakten Kartonbahn ohne Hohlräume. Feine Wellpappe wie die E-Welle wird laut Fachseiten ebenfalls zu faltbaren Schachteln und Stanzzuschnitten verarbeitet. Sie ist dicker als Vollkarton und stabiler gegen Stapeldruck, im Aufbau und im Konstruktionscode aber ein anderer Werkstoff. Ein Muster vor der Serie klärt, ob Passung und Rillung zur Ware passen.
In der Regel ja. Je feiner die Welle, desto gleichmäßiger ist die Oberfläche der Außendecke, und die enge Teilung der E-Welle zeichnet sich weniger ab als die der B-Welle. Fachseiten nennen die E-Welle für hohe Druckansprüche, vor allem mit Offsetdruck im Kaschierverfahren. Wie gut ein Motiv gelingt, hängt zusätzlich von Deckenpapier, Druckverfahren und Farbaufbau ab. Beurteilen Sie ein Muster, nicht nur die Wellenart.
Fachseiten beschreiben, dass Stapelfähigkeit und Pufferwirkung mit kleinerer Welle abnehmen. Die E-Welle trägt als Platte weniger als B- oder C-Welle, und sie polstert kaum. Belastbar ist nur der Prüfwert am fertigen Karton, der Stapelstauchwiderstand BCT nach ISO 12048, mit Norm, Einheit und Prüfklima. Ein Plattenwert wie der Kantenstauchwiderstand ECT ersetzt ihn nicht. Verlangen Sie den Wert für Ihr Kartonformat.
Die E-Welle ist eine einwellige Platte mit drei Papierlagen, die EB-Welle ein zweiwelliger Aufbau aus E- und B-Welle mit fünf Lagen. EB ist dicker und trägt mehr, behält aber die Idee der feinen Oberfläche. Fachseiten nennen EB, wenn feiner Druck und höhere Last zusammenkommen. Bleibt die Last gering und soll die Wand dünn bleiben, reicht die einwellige E-Welle oft aus. Die Entscheidung hängt von Gewicht, Stapelhöhe und Druckanspruch ab.
14 · Fazit
Die E-Welle ist die Feinstwelle: 1,0 bis 1,9 mm hoch, 2,6 bis 3,5 mm Teilung, rund 286 bis 385 Wellen je Meter. Die oft genannten 295 stimmen in der Größenordnung, sie sind der umgerechnete US-Wert von 90 Wellen je Fuß. Die Höhe von 1,0 bis 1,5 mm ist enger, als die Klasse es vorgibt.
Sie bietet eine glatte Fläche für das Druckbild und eine dünne Wand, polstert aber kaum und trägt als einwellige Platte weniger als B- und C-Welle. Als Verkaufsverpackung, Display oder Schachtelzuschnitt ist sie üblich, bei der Faltschachtel ein Grenzfall zum Vollkarton. Klären Sie Gewicht, Druckverfahren und Innenmaß vor der Wellenwahl. Wenn feiner Druck und höhere Last zusammenkommen, lesen Sie als Nächstes den Eintrag zur EB-Welle.
Weiterlesen
Karton
Wellenarten A, B, C, E im Vergleich: ein Einstieg für alle Wellenprofile.
Karton
Die flache B-Welle: Druckeignung, Stabilität und Recyclingbewertung.
Karton
Zweiwellige Kombination aus E- und B-Welle im Vergleich zur BC-Welle.
Karton
Aus Vollkarton gefaltet: Kartonsorten, Veredelung und Weg in die Konfektionierung.
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Boden-, Theken- und Palettendisplays im Vergleich: Maße, Bestückung, Traglast.
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Rechts- und Quellenstand: Oktober 2026. Änderungen: 29.05.2023 Erstveröffentlichung · 05.10.2026 vollständig überarbeitet: Wellenhöhe auf die Klassengrenzen 1,0–1,9 mm erweitert (Bestand: 1,0–1,5 mm), 295 Wellen je Meter als umgerechneter US-Wert eingeordnet, Druckbild (Direktdruck und Kaschieren), Grenzfall Faltschachtel, Entscheidungstabelle und Rechenbeispiele neu; Überclaims („umweltfreundlich“, „ökologischer Fußabdruck“, „leistet Beitrag“) durch differenzierte Recyclingbewertung ersetzt.
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