Verpackungslexikon · Packmittel & Beutel

Bag-in-Box: Innenbeutel im Karton mit Zapfhahn für Flüssiges

Bag-in-Box ist ein zweiteiliges Packmittel: Ein flexibler Innenbeutel mit Armatur, meist einem Zapfhahn, steckt in einem Außenkarton, der den Beutel schützt, stapelbar macht und Platz für Druck bietet. Eingesetzt wird es vor allem für Flüssiges und Pastöses wie Wein, Saft, Sirup oder Soßen in größeren Füllmengen.

  • Zwei Bauteile, zwei Aufgaben: Der Beutel hält Füllgut und Barriere, der Karton schützt, stapelt und trägt den Druck
  • Weniger Luft beim Zapfen: Der Beutel fällt in sich zusammen, statt Luft nachzuziehen, ein Vorteil gegenüber der angebrochenen Flasche
  • Nachweise je Bauteil: Folie, Armatur und Klebstoff brauchen Lebensmittelkontakt-Nachweise, bei Getränken bis 3 Litern ist die Einwegkunststoff-Richtlinie zu prüfen

Antwort auf Ihre Anfrage innerhalb von 48 Stunden. NDA auf Wunsch.

Bag-in-Box: aufgeschnittener Karton mit Innenbeutel und Zapfhahn
2Bauteile: Innenbeutel mit
Armatur und Außenkarton
3 lPrüfgrenze für Getränkebehälter
nach Art. 6 SUP-Richtlinie
bis 01.01.2028legt die EU die Methode der
Recyclingbewertung fest
48 hbis zur Antwort
auf Ihre Anfrage

01 · Definition

Was ist Bag-in-Box?

Bag-in-Box heißt: Das Füllgut steckt in einem flexiblen Beutel, der Beutel in einem Karton, und ein Hahn ersetzt Flasche und Ausguss.

Der Innenbeutel besteht aus Folie, meist mehrschichtig, und nimmt das Füllgut auf. Eine Armatur, die mit dem Beutel verschweißt ist, dient zum Befüllen und zum Entnehmen und trägt den Zapfhahn. Der Außenkarton schützt den Beutel, hält das Gebinde in Form und lässt sich bedrucken.

Beim Zapfen fällt der Beutel in sich zusammen, statt dass Luft nachströmt. Das ist der Kern des Prinzips: Anders als bei einer angebrochenen Flasche kommt das Restfüllgut kaum mit Sauerstoff in Berührung.

Bag-in-Box ist damit ein Gebinde für Entnahme in Portionen aus größeren Mengen, etwa in Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung oder Haushalt.

Bag-in-Box auf einen Blick
MerkmalAngabe
AufbauInnenbeutel mit Armatur und Zapfhahn, Außenkarton
FüllgutFlüssiges und Pastöses, etwa Wein, Saft, Sirup, Soßen, Speiseöl
EntnahmeZapfen über den Hahn, der Beutel fällt dabei in sich zusammen
Barriereüber den Folienaufbau des Beutels einstellbar
Rolle nach PPWRVerkaufsverpackung aus mehreren Materialien
LebensmittelkontaktRahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004, für Kunststoffschichten zusätzlich Verordnung (EU) Nr. 10/2011
KurzformBiB

02 · Einsatz

Wofür sich Bag-in-Box eignet

Bag-in-Box ist ein Gebinde für Flüssiges und Pastöses, das portionsweise aus größeren Mengen entnommen wird.

  • GetränkeWein, Fruchtsaft und Sirup für Ausschank, Gastronomie und Haushalt
  • Flüssige LebensmittelSoßen, Dressings, Speiseöl, Pürees und Konzentrate
  • Flüssige Zutatengrößere Gebinde für Weiterverarbeiter und Gastronomie
  • Außerhalb von LebensmittelnPflege- und Reinigungsprodukte; dafür gilt anderes Recht, dieser Eintrag behandelt Lebensmittel
Zapfhahn eines Bag-in-Box beim Befüllen eines Glases
Zapfen aus dem Bag-in-Box: Der Beutel fällt dabei in sich zusammen

Je zäher oder stückiger das Füllgut, desto enger wird die Auswahl an Armatur und Abfüllverfahren. Und je empfindlicher es gegen Sauerstoff oder Licht ist, desto mehr Barriere braucht die Folie. Beides gehört vor jeder Formatentscheidung in die Spezifikation.

03 · Vergleich

Bag-in-Box, Glasflasche und Standbodenbeutel im Vergleich

Wer ein flüssiges Produkt in größeren Mengen anbietet, wählt selten zwischen allen Formaten. Meist stehen Bag-in-Box und ein weiteres Gebinde zur Auswahl: die Flasche, weil sie vertraut ist, oder der Standbodenbeutel mit Ausgießer, weil er ähnlich flexibel ist.

Die Tabelle ordnet die Unterschiede qualitativ ein. Konkrete Werte hängen vom Produkt ab und gehören in eine Spezifikation, nicht in einen Vergleich. Zur Flasche mehr im Eintrag Glasverpackung.

Bag-in-Box neben Glasflasche und Standbodenbeutel mit Ausgießer im Vergleich
Bag-in-Box, Glasflasche und Standbodenbeutel mit Ausgießer im Vergleich
Bag-in-Box im Vergleich zu Flasche und Standbodenbeutel
KriteriumBag-in-BoxGlasflascheStandbodenbeutel mit Ausgießer
EntnahmeZapfen über den Hahn, Beutel fällt zusammenGießen, Luft strömt nachAusgießen oder Ausdrücken
Gewicht und Bruchleicht, kein Glasbruchschwerer, bruchempfindlichleicht und flexibel
Füllmengeeher größere Gebinde für Gastronomie und Haushaltvon der Einzelportion bis zur Großflascheeher kleinere bis mittlere Mengen
Barriereüber den Folienaufbau einstellbarGlas ist sehr dicht, der Verschluss entscheidetüber den Folienaufbau einstellbar
Druckflächegroße Fläche auf dem KartonEtikettFläche auf dem Beutel
AbfüllungBeutelabfüllung mit ArmaturhandlingFlaschenabfüllungBeutelabfüllung
RecyclingbewertungBeutel und Karton aus verschiedenen Materialien, Bewertung offenGlas und Verschluss getrennt zu bewertenje nach Aufbau Verbund oder Monomaterial

04 · Aufbau

Aufbau und Materialien von Beutel, Armatur und Karton

Innenbeutel

Mehrschichtfolie: Innen sitzt die Siegelschicht, meist PE. Empfindliche Füllgüter brauchen eine Barriere, etwa aus EVOH, Aluminium oder metallisierter Folie. Messgrößen erklärt der Eintrag Barriereeigenschaften, den Schichtaufbau der Eintrag Verbundfolie.

Armatur und Zapfhahn

Die Armatur ist mit dem Beutel verschweißt. Wie beim Ausgießer entscheidet die Werkstoffpaarung mit der innersten Siegelschicht über die Naht: Artgleiche Polymere verschweißen zuverlässig, artfremde nicht. Der Hahn muss nach jedem Zapfen dicht schließen.

Außenkarton

Er schützt den Beutel, hält die Form, macht das Gebinde stapelbar und trägt Druck und Kennzeichnung. Meist besteht er aus Wellpappe oder Vollkarton und hat einen Ausschnitt für den Hahn.

Schnittdarstellung eines Bag-in-Box: Außenkarton, mehrschichtiger Innenbeutel und Zapfarmatur
Aufbau eines Bag-in-Box: Außenkarton, Innenbeutel und Zapfarmatur

Haltbarkeit nach dem Anzapfen belegenWeil sich der Beutel beim Zapfen zusammenzieht, strömt wenig Luft nach. Wie lange ein Füllgut nach dem Anzapfen haltbar bleibt, hängt aber von Produkt, Folie, Hahn und Lagerung ab. Verlassen Sie sich nicht auf Pauschalwerte, sondern prüfen Sie es am echten Füllgut.

05 · Abfüllung

So wird ein Bag-in-Box befüllt

Beutel bereitstellen

Der leere Beutel mit eingeschweißter Armatur wird angeliefert, je nach Verfahren keimarm vorbehandelt.

Anlieferung

Armatur öffnen

Das Füllgerät greift die Armatur und öffnet sie; eine Schutzkappe oder ein Ventil gibt den Weg frei.

Füllgerät

Dosieren

Die Menge wird volumetrisch über einen Durchflussmesser oder gravimetrisch über eine Wägezelle dosiert und gegen die Nennfüllmenge kontrolliert.

Dosierung

Verschließen

Die Armatur wird wieder verschlossen. Kopfraum und Restluft werden je nach Füllgut minimiert, bei empfindlichen Produkten teils mit Inertgas.

Verschluss

Kartonieren und kennzeichnen

Der Beutel kommt in den Außenkarton, Charge und Mindesthaltbarkeit werden aufgebracht, die Einheiten palettiert.

Verpackung

Kalt-, Heiß- und aseptische Abfüllung unterscheiden sich in der Temperaturbelastung für Folie und Armatur und in den Hygieneanforderungen. Die Grundlagen stehen in den Einträgen Nassabfüllung, aseptische Abfüllung und CIP und SIP. Für die Füllmengenkontrolle gelten die Regeln der Nettofüllmenge.

Ob und wie wir ein Bag-in-Box-Projekt umsetzen können, klären wir nach Ihrer Anfrage im Einzelfall. Mehr zum allgemeinen Leistungsumfang: Lohnabfüllung für Lebensmittel.

Flüssiges Projekt geplant?

Projekt schildern, Machbarkeit gemeinsam klären

Nennen Sie uns Füllgut, Füllmenge und Wunschformat. Innerhalb von 48 Stunden melden wir uns mit einer ersten Einschätzung.

  • Antwort in 48 Stunden
  • NDA auf Wunsch
  • Machbarkeit je Projekt geprüft

06 · Regulatorik

Recht: Lebensmittelkontakt, Einwegkunststoff und PPWR

Für einen Bag-in-Box gelten die Regeln für jedes Bauteil: Beutelfolie, Armatur, Klebstoff, Druckfarbe und Karton.

Lebensmittelkontakt

Folie und Armatur müssen für das Füllgut geeignet sein (Verordnung (EG) 1935/2004), Kunststoffschichten zusätzlich nach Verordnung (EU) 10/2011 mit Konformitätserklärung. Geprüft wird mit Prüfflüssigkeiten, die zum Füllgut passen: Essigsäure 3 Prozent bei pH-Werten unter 4,5, Ethanol 20 Prozent bei alkoholischen Lebensmitteln bis 20 Prozent, pflanzliches Öl bei Lebensmitteln mit freiem Fett an der Oberfläche. Mehr: Lebensmittelkontaktmaterialien.

Bisphenole

Die Verordnung (EU) 2024/3190 gilt für alle Lebensmittelkontaktmaterialien, auch Klebstoffe, Lacke und Druckfarben. Auf allen Stufen außer dem Einzelhandel ist eine Konformitätserklärung nach Anhang III nötig. Mehr: BPA und Bisphenole.

Einwegkunststoff-Richtlinie

Für Getränkebehälter bis drei Liter verlangt Art. 6 der Richtlinie (EU) 2019/904 befestigte Kunststoffverschlüsse; maßgeblich ist die Funktion als Getränkebehälter, nicht die Bauform. Ob ein Zapfhahn darunter fällt, ist uns aus keiner amtlichen Auslegung bekannt. Klären Sie das bei Getränken bis drei Litern früh.

Dazu kommen die Pflichten der PPWR seit 12. August 2026: PFAS- und Schwermetallgrenzwerte für Lebensmittelkontaktverpackungen (Art. 5), technische Dokumentation und EU-Konformitätserklärung des Erzeugers. Kennzeichnung und Mindesthaltbarkeit richten sich nach dem Lebensmittelrecht; planen Sie Fläche am Karton dafür ein.

Recyclingfähigkeit und UmweltaussagenEine Leistungsstufe A, B oder C wird erst nach den delegierten Rechtsakten der EU bewertet, deren Methode bis zum 1. Januar 2028 feststeht. Ein Bag-in-Box besteht aus Kunststoffbeutel, Armatur und Karton; wie die Trennbarkeit in die Bewertung eingeht, ist nicht abschließend geklärt. Eine Recyclingklasse sagen wir nicht zu. Pauschale Umweltaussagen sind seit dem 27. September 2026 problematisch, siehe Umweltaussagen.

07 · Einkauf

Auswahlkriterien für Einkauf und Produktentwicklung

Diese Punkte gehören in jede Spezifikation, die später in eine Verpackungsspezifikation mündet.

  • Füllgut und Viskositätdünnflüssig, pastös oder stückig: Das bestimmt Armatur, Durchmesser und Abfüllverfahren
  • Barriere und HaltbarkeitSauerstoff- und Lichtempfindlichkeit und das Haltbarkeitsziel, auch nach dem Anzapfen
  • Prozesstemperaturkalt, heiß oder aseptisch: Das bestimmt Folie und Armatur
  • Füllmenge und Entnahmewie lange der Beutel in Gebrauch bleibt, Hygiene am Hahn
  • Armatur und HahnBauart, Absperrung, Erstöffnungsschutz (siehe Originalitätssicherung)
  • KartonFestigkeit, Stapelhöhe, Druck und Platz für Pflichtangaben
  • NachweiseKonformitätserklärungen für Beutel, Armatur, Klebstoff und Druckfarbe, PFAS und Schwermetalle, bei Getränken bis drei Liter die Prüfung nach Einwegkunststoff-Richtlinie

Haltbarkeit nur im Ungeöffneten geprüft

Prüfen Sie auch die Haltbarkeit nach dem Anzapfen am echten Füllgut, mit Lagerung und Entnahme wie im späteren Gebrauch.

Armatur und Folie passen nicht zusammen

Artfremde Werkstoffe verschweißen schlecht. Legen Sie die Paarung von Armatur und Siegelschicht früh fest.

Nachweise nur für den Beutel

Auch Armatur, Klebstoff und Druckfarbe brauchen Unterlagen. Fragen Sie sie beim Lieferanten für jedes Bauteil an.

Diese Angaben beschleunigen Ihr Angebot

Mit diesen Punkten können wir Ihr Projekt in der Regel ohne Rückfragen einordnen.

  • Füllgut, Zustand und Viskosität: dünnflüssig, pastös oder stückig
  • Füllmenge je Gebinde (Nennfüllmenge)
  • Prozesstemperatur: kalt, heiß oder aseptisch
  • Sauerstoff- und Lichtempfindlichkeit, gewünschtes Mindesthaltbarkeitsdatum, Haltbarkeit nach Anbruch
  • Getränk ja oder nein (entscheidet über die Prüfung nach Einwegkunststoff-Richtlinie)
  • Armatur und Hahn: Wunschtyp oder Muster
  • Außenkarton: vorhanden, Maße, Druck
  • Auflage gesamt und Wunschtermin
  • Rohstoff: von Ihnen beigestellt oder von uns beschafft; Bio ja oder nein
  • Lieferziel (Deutschland, Österreich oder weitere EU-Länder)

08 · Anfrage

So gelingt Ihre Anfrage in einem Schritt

Mindestmengen für dieses Format nennen wir nicht pauschal; sie hängen am Projekt und werden im Einzelfall geklärt.

Preise nennen wir verbindlich erst im Angebot, weil sie an Füllmenge, Armatur und Auflage hängen.

09 · FAQ

Häufige Fragen zu Bag-in-Box

Was ist Bag-in-Box?

Bag-in-Box ist ein Packmittel aus zwei Teilen: einem flexiblen Innenbeutel mit Armatur, meist einem Zapfhahn, und einem Außenkarton. Der Beutel hält das Füllgut, der Karton schützt, macht das Gebinde stapelbar und trägt den Druck. Eingesetzt wird es vor allem für Flüssiges und Pastöses wie Wein, Saft, Sirup oder Soßen, wenn Verbraucher oder Gastronomie portionsweise aus einer größeren Menge entnehmen.

Wie funktioniert ein Bag-in-Box?

Beim Zapfen fällt der Beutel Stück für Stück in sich zusammen, statt dass Luft in das Gebinde nachströmt. Der Hahn schließt nach jeder Entnahme dicht. Das schont sauerstoffempfindliche Füllgüter im Vergleich zur angebrochenen Flasche. Wie gut das gelingt, hängt von der Bauart des Hahns, vom Folienaufbau und vom Füllgut ab.

Für welche Füllgüter eignet sich Bag-in-Box?

Geeignet sind Flüssigkeiten und Pasten, die portionsweise aus größeren Mengen entnommen werden, etwa Wein, Fruchtsaft, Sirup, Soßen, Speiseöl oder Pürees. Je zäher oder stückiger das Füllgut ist, desto enger wird die Auswahl an Armatur und Abfüllverfahren. Sauerstoff- oder lichtempfindliche Füllgüter brauchen einen Folienaufbau mit passender Barriere.

Wie lange ist ein Produkt im Bag-in-Box nach dem Anzapfen haltbar?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Haltbarkeit nach dem Anzapfen hängt von Füllgut, Folienaufbau, Hahn, Lagertemperatur und Entnahmeverhalten ab. Belastbar wird eine Angabe erst durch eine Haltbarkeitsprüfung am echten Füllgut unter den Bedingungen, die später gelten. Pauschale Werte aus Prospekten ersetzen diese Prüfung nicht.

Ist Bag-in-Box recyclingfähig?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Ein Bag-in-Box besteht aus einem Kunststoffbeutel mit Armatur und einem Karton, also aus verschiedenen Materialien. Die Recyclingfähigkeit bewertet die PPWR erst nach den delegierten Rechtsakten, deren Methode die EU bis zum 1. Januar 2028 festlegt; wie die Trennbarkeit von Beutel und Karton dabei zählt, ist nicht abschließend geklärt. Eine Recyclingklasse sagen wir für keinen Aufbau zu.

Welche Nachweise brauche ich für ein Bag-in-Box?

Beutelfolie und Armatur brauchen Nachweise für den Lebensmittelkontakt: Konformität nach Verordnung (EG) 1935/2004 und bei Kunststoffschichten nach Verordnung (EU) 10/2011 samt Konformitätserklärung. Hinzu kommen die Bisphenol-Erklärung nach Verordnung (EU) 2024/3190 sowie PFAS- und Schwermetallnachweise nach Art. 5 PPWR. Bei Getränken bis drei Liter ist außerdem die Einwegkunststoff-Richtlinie zu prüfen. Die Unterlagen sollten vor dem Produktionsstart vorliegen.

Welche Angaben braucht OH!S für eine Anfrage zu Bag-in-Box?

Hilfreich sind das Füllgut mit Viskosität, die Füllmenge je Gebinde, die Prozesstemperatur (kalt, heiß oder aseptisch), Sauerstoff- und Lichtempfindlichkeit samt gewünschter Haltbarkeit, die Angabe, ob es sich um ein Getränk handelt, der Wunsch für Armatur und Hahn, der Außenkarton, die Auflage und der Wunschtermin. Ob und wie wir ein Bag-in-Box-Projekt umsetzen können, klären wir danach im Einzelfall; innerhalb von 48 Stunden melden wir uns mit einer ersten Einschätzung.

10 · Fazit

Fazit: Bag-in-Box vom Füllgut her denken

Bag-in-Box lohnt sich dort, wo Flüssiges in größeren Mengen portionsweise entnommen wird und Luftkontakt nach dem Anzapfen vermieden werden soll. Drei Dinge entscheiden: das Füllgut mit seiner Viskosität und Empfindlichkeit, die Barriere von Beutel und Armatur und die Nachweise für jedes Bauteil.

Rechtlich lohnt der Blick auf zwei Punkte, die schnell untergehen: die Einwegkunststoff-Richtlinie bei Getränken bis drei Liter und die offene Bewertung der Recyclingfähigkeit. Beides gehört vor den ersten Entwurf in die Planung.

Wenn Sie so weit sind, schicken Sie uns die Angaben aus der Checkliste. Zum Weiterlesen eignet sich der Eintrag zur Nassabfüllung.

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Abfüllprojekt anfragen – mit Format, Menge und Zeitrahmen

Schicken Sie uns Produkt, Format und Menge. Sie bekommen innerhalb von 48 Stunden eine Antwort.

  1. Anfrage sendenProdukt, Format, Menge und Zeitrahmen genügen für den Start. NDA auf Wunsch.
  2. Antwort in 48 StundenWir melden uns mit einer ersten Einschätzung.
  3. Angebot nach Klärung der EckdatenPreise und Termine nennen wir verbindlich im Angebot.

Rechtlicher HinweisDie hier bereitgestellten Informationen dienen als fachliche Orientierung für Produktentwickler, Einkauf und Geschäftskunden der OH!S GmbH. Sie ersetzen keine Rechtsberatung und keine rechtliche Einzelfallprüfung; maßgeblich ist der amtliche Wortlaut der genannten Rechtsakte und Normen. Für Produktkonformität, Kennzeichnung und Umweltaussagen ist die jeweils nach Gesetz verantwortliche Partei zuständig, in der Regel der Inverkehrbringer. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen auf Basis der genannten Quellen zusammengestellt; eine Haftung für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

Quellen

  1. Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, Art. 3 und 15 bis 17. Stand: 05.10.2026. EUR-Lex: Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 (öffnet in neuem Tab)
  2. Verordnung (EU) Nr. 10/2011 über Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, Art. 15, Anhänge III und IV (zuletzt geändert durch Verordnung (EU) 2025/351). Stand: 05.10.2026. EUR-Lex: Verordnung (EU) Nr. 10/2011 (öffnet in neuem Tab)
  3. Verordnung (EU) 2024/3190 über die Verwendung von Bisphenol A und anderen Bisphenolen in Materialien mit Lebensmittelkontakt, Art. 8 und Anhang III. Stand: 05.10.2026. EUR-Lex: Verordnung (EU) 2024/3190 (öffnet in neuem Tab)
  4. Richtlinie (EU) 2019/904 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt (Einwegkunststoff-Richtlinie), Art. 6 und Anhang Teil C. Stand: 05.10.2026. EUR-Lex: Richtlinie (EU) 2019/904 (öffnet in neuem Tab)
  5. Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), Art. 5 (Stoffe) und Art. 6 (Recyclingfähigkeit). Stand: gilt seit 12.08.2026. EUR-Lex: Verordnung (EU) 2025/40 (öffnet in neuem Tab)

Rechts- und Quellenstand: Oktober 2026. Änderungen: 05.10.2026 Erstveröffentlichung.

Sam W. Pack · Fach- und Blogstimme der OH!S GmbH

Das offene Geheimnis: Hinter Sam steckt kein einzelner Mensch, sondern unser gesamtes OH!S-Team – über 30 Jahre Verpackungskompetenz, gebündelt in einer ehrlichen Stimme. Mehr davon im Schnack&Pack-Blog.

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