Verpackungslexikon · Packmittel & Beutel

Verbundfolie: Aufbau, Schichten und Recycling im Überblick

Verbundfolie, auch Mehrschichtfolie genannt, ist eine Verpackungsfolie aus mehreren Lagen, die coextrudiert oder mit Klebstoff kaschiert werden. Jede Lage übernimmt eine Aufgabe, etwa Druckträger, Barriere oder Siegelschicht. So verbindet sie Eigenschaften, die ein einzelner Kunststoff nicht liefert. Die Recyclingbewertung gilt dem Gesamtaufbau, nicht der Kategorie Verbund.

  • Jede Lage eine Aufgabe: Druckträger außen, Barriere in der Mitte, Siegelschicht innen; so entsteht Schutz, den ein Einzelkunststoff nicht bietet
  • Kein pauschales Verbundverbot: Weder PPWR noch ZSVR-Mindeststandard verbieten Verbunde; bewertet wird der konkrete Aufbau
  • Nachteile sachlich benennen: Mehrere Werkstoffe erschweren Sortierung und Recycling; Kleber, Druckfarbe und Barriereschicht beeinflussen das Ergebnis

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Verbundfolie: mehrlagige Folienrolle in einer Verpackungsproduktion
IFS Food · EU-Bio
2 VerfahrenCoextrusion und Kaschieren
verbinden die Lagen
95 %Massenanteil: darunter gilt eine Verpackung
im ZSVR-Mindeststandard als Verbund
0 %Recyclingfähigkeit bei einer unverträglichen
Komponente (0-%-Regel des ZSVR)
48 hbis zur Antwort
auf Ihre Anfrage

01 · Definition

Was ist eine Verbundfolie?

Eine einzelne Kunststofffolie kann selten alles: bedruckbar sein, Sauerstoff und Wasserdampf bremsen und sich sicher siegeln lassen. Die Verbundfolie verteilt diese Aufgaben auf mehrere Lagen.

Mehrschichtfolien entstehen auf zwei Wegen. Bei der Coextrusion werden mehrere Schmelzen in einem Arbeitsgang zusammengeführt. Beim Kaschieren, auch Laminieren genannt, werden fertige Einzelfolien mit Klebstoff verbunden. Kaschieren erlaubt Kombinationen, die sich nicht coextrudieren lassen, etwa Kunststofffolie mit Aluminium oder Papier.

Im Einkauf steht „Verbund“ meist für beides. Daneben hat das Wort eine eigene Bedeutung im Mindeststandard der Zentralen Stelle Verpackungsregister: Dort gilt eine Verpackung als Verbund, wenn keine Materialart mehr als 95 % der Masse ausmacht.

Coextrusion und Kaschieren im Vergleich
KriteriumCoextrusionKaschieren
PrinzipMehrere Schmelzen werden in einem Arbeitsgang zusammengeführtFertige Einzelfolien werden mit Klebstoff verbunden
KombinierbarKunststoffe, die sich gemeinsam extrudieren lassenAuch Kunststofffolie mit Aluminium oder Papier
Verbindung der LagenHaftvermittler-Schichten (Tie-Layer)Kaschierkleber

02 · Aufbau

Aufbau einer Verbundfolie: Welche Schicht welche Aufgabe übernimmt

Eine Verbundfolie ist von außen nach innen aufgebaut: Druckträger, Barriere, Siegelschicht. Dazwischen sitzen Haftvermittler oder Kaschierkleber.

Außenlage

Trägt Druck und Veredelung und gibt dem Beutel mechanische Festigkeit. Üblich sind PET, OPP oder OPA.

Barriereschicht

Bremst Sauerstoff, Wasserdampf, Licht und Aromen. Beispiele sind EVOH, Aluminium, AlOx- oder SiOx-Beschichtung und PVDC. Kennwerte erklärt der Eintrag Barriereeigenschaften.

Siegelschicht

Liegt innen und schmilzt beim Siegeln. Meist PE oder PP, bei Retortbeuteln CPP. Wie daraus eine dichte Naht wird, zeigt der Eintrag Siegelnaht.

Typische Aufbauten von Verbundfolien
AufbauAufgabe der LagenTypischer Einsatz
PET/PEPET außen: reißfest, bedruckbar, temperaturstabil. PE innen: SiegelschichtStandardaufbau ohne besondere Barriereanforderung
PET/Alu/PEAluminium in der Mitte bremst Licht, Sauerstoff und FeuchtigkeitSehr empfindliche Füllgüter, bei denen die Barriere im Vordergrund steht
PET/VMPET/PEAufgedampfte Metallschicht statt AluminiumfolieHohe Licht- und Sauerstoffbarriere bei flexiblerem Aufbau
Kraftpapier/FolieAußen Kraftpapier, innen PE, CPP oder Aluminium kaschiertPapieroptik; das Papier allein bietet keine Gasbarriere
Mono-PE oder Mono-PPGleiche Polymerfamilie in allen Lagen, oft mit EVOHSiehe Monomaterial
Gerissene Kante einer kaschierten Folie macht Außenlage, Barriere und Siegelschicht sichtbar
Gerissene Kante einer kaschierten Folie: Die einzelnen Lagen sind erkennbar

Aluminiumfolie gilt im intakten Verbund als praktisch dicht. Dünne Aluminiumfolien von 6 bis 9 µm haben allerdings Nadellöcher, und Knicken verschlechtert die Barriere weiter. Ein einzelnes kleines Loch im Verbund wirkt sich jedoch nur gering auf die Durchlässigkeit aus.

Wer Verbundfolien für Doypacks und Standbodenbeutel spezifiziert, legt deshalb nicht nur die Werkstoffe fest, sondern auch Dicken, Schichtfolge und Prüfbedingungen der Barrierewerte.

03 · Nachteile

Nachteile der Verbundfolie, sachlich betrachtet

Die Verbundfolie löst ein Barriere- und Verarbeitungsproblem und schafft ein Recyclingproblem. Beides gehört in dieselbe Rechnung.

  • SortierungMehrere Werkstoffe erschweren die Sortierung. Verbunde aus verschiedenen Polymeren, etwa PET/PE, sind im Recyclingstrom meist nicht verwertbar.
  • RezyklatqualitätKaschierkleber, Druckfarben, Metallisierung und Barriereschichten beeinflussen das Rezyklat.
  • DelaminationBei Heißbehandlung wie Retorte kann sich ein Verbund lösen, wenn Siegelschicht und Kleber nicht dafür ausgelegt sind. Retortbeutel setzen meist CPP als Siegelschicht und hitzebeständige Kaschierkleber voraus.
  • Barriere nicht absolutNadellöcher in Aluminium und Knickrisse in Barriereschichten senken die Wirkung, besonders bei mechanisch belasteten Beuteln.

Die Wortwahl zählt: Eine Verbundfolie erschwert das Recycling, sie verhindert es nicht. Pauschal von „nicht recycelbar“ zu sprechen, wäre ebenso unbelegt wie von „recycelbar“.

04 · Recyclingbewertung

Recyclingbewertung der Verbundfolie ohne pauschales Verbundverbot

Weder die PPWR noch der ZSVR-Mindeststandard enthalten ein pauschales Verbundverbot. Bewertet wird der konkrete Aufbau nach Sortierbarkeit, Recyclingprozess und Marktakzeptanz. Der Mindeststandard behandelt die Verbundfolie als eigene Kategorie mit eigener Bewertung, und auch eine Verbundfolie kann eine Bewertung erhalten.

Ein Beispiel aus der Praxis: Das Institut cyclos-HTP hat für Mehrschichtfolien aus PE und PA6 eine Recyclingverträglichkeit für den PE-Folienstrom attestiert. Ein solches Testat gilt für den geprüften Aufbau und die geprüfte Methode, es ist nicht auf andere Strukturen übertragbar.

Artikel 6 der Verordnung (EU) 2025/40 verlangt recyclinggerechte Gestaltung und Leistungsstufen von A bis C. Die Kommission legt Kriterien und Methode bis zum 1. Januar 2028 fest. Eine Klasse lässt sich bis dahin für keinen konkreten Aufbau zusagen. Mehr im Eintrag Recyclingfähigkeit.

Was die Recyclingbewertung beeinflusst
FaktorWirkung
Art und Zahl der PolymereVerschiedene Polymere im selben Aufbau, etwa PET/PE, sind im Recyclingstrom meist nicht verwertbar
BarriereschichtIn RecyClass-Bewertungen für PE-Folien gelten bis 5 Gew.-% EVOH als zulässig, wenn das Verhältnis zur Haftvermittlerschicht stimmt
Kleber und DruckfarbeSie beeinflussen das Rezyklat
Einzelne KomponenteNach der 0-%-Regel setzt eine als unverträglich eingestufte Komponente das Ergebnis auf 0 %
GesamtaufbauEntscheidend ist die geprüfte Struktur, nicht die Materialfamilie

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05 · Entscheidungshilfe

Verbundfolie oder Alternative: wann was?

Die Verbundfolie bleibt die richtige Wahl, wenn die Barriere es verlangt. Die Frage lautet, wie viel davon Ihr Füllgut wirklich braucht.

Entscheidungshilfe: Situation und Aufbau
SituationDas spricht für die VerbundfolieDas ist zu prüfen
Sehr empfindliches Füllgut, lange HaltbarkeitAluminium oder Metallisierung liefern hohe BarriereRecyclingbewertung des Aufbaus; Mono-Aufbau mit EVOH als Alternative
Heißabfüllung oder RetorteVerbund mit CPP-Siegelschicht und hitzebeständigem KleberHaftung der Lagen vor und nach dem Prozess
Standardprodukt, mittlere HaltbarkeitPET/PE ist etabliert und siegelt mit großem FensterMono-PE oder Mono-PP, wenn Verwertung Ziel ist; Siegelfenster klären
Papieroptik gewünschtKraftpapier-Verbund mit Barriere in der InnenlageBei fett- oder feuchtigkeitsabweisender Ausrüstung PFAS-Nachweis, siehe PFAS in Lebensmittelverpackungen
Beutelmuster aus Verbundfolie: transparent, metallisiert und mit Kraftpapier-Außenlage
Beutelmuster aus verschiedenen Verbundfolien: transparent, metallisiert und mit Kraftpapier-Außenlage

Muster nebeneinander zu legen, ist der schnellste Weg, Optik, Steifigkeit und Siegelverhalten zu vergleichen. Die Barriere sehen Sie dabei nicht: Dafür brauchen Sie Messwerte mit Prüfbedingung und, für das Haltbarkeitsziel, eine Stabilitätsprüfung am echten Füllgut.

Bei Standard-PE-, -PP- und -PET-Folien ohne fluorierte Ausrüstung ist das PFAS-Risiko gering, ein Nachweis ist trotzdem nötig. Am höchsten ist es bei beschichteten Papier- und Kartonverbunden mit fett- oder feuchtigkeitsabweisender Ausrüstung.

Ob Verbundfolie oder Mono-Aufbau besser passt, entscheidet erst der Vergleich am Muster: Barrierewerte, Siegelversuch, Stabilitätsprüfung am Füllgut und Bewertung des Aufbaus. Eine Hilfe für die Auswahl bei Portionsbeuteln gibt der Eintrag Sachets.

  • SchichtfolgeWerkstoffe, Dicken und Reihenfolge der Lagen, nicht nur der Name des Verbunds.
  • BarrierewerteOTR und WVTR mit Norm, Temperatur und Feuchte.
  • SiegelschichtWerkstoff und Siegelkurve, damit das Siegelfenster bekannt ist.
  • NachweiseKonformitätserklärung für Lebensmittelkontakt, PFAS- und Schwermetallnachweis vor Produktionsstart.

06 · Regulatorik

Recht bei der Verbundfolie: Lebensmittelkontakt, PPWR, Umweltaussagen

Eine Verbundfolie besteht aus vielen Bestandteilen. Für alle gilt: Die Nachweise müssen vor Produktionsstart vorliegen.

Lebensmittelkontakt

Folie, Kaschierkleber, Lack und Druckfarbe müssen für den Lebensmittelkontakt geeignet sein (Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, bei Kunststoffen auch Verordnung (EU) Nr. 10/2011). Mehr im Eintrag Lebensmittelkontaktmaterialien.

PPWR

Der Verpackungshersteller liefert Materialaufbau und Lieferanteninformationen nach Artikel 16. Die technische Dokumentation und die EU-Konformitätserklärung liegen beim Erzeuger der Verpackung. Mehr in Erzeuger und Hersteller nach PPWR.

Umweltaussagen

Seit dem 27. September 2026 sind allgemeine Umweltaussagen ohne anerkannten Nachweis unzulässig. Ob „recyclingfähig“ auf einer Packung stehen darf, hängt vom Beleg für den konkreten Aufbau ab, siehe Umweltaussagen.

Wer Aufbau, Nachweise und Rollen früh klärt, spart Schleifen in Bemusterung und Freigabe. Unterstützung bei Materialwahl und Nachweisen finden Sie auf der Seite zu nachhaltigen Verpackungen.

Diese Angaben beschleunigen Ihr Angebot

Mit diesen Punkten können wir Ihr Projekt in der Regel ohne Rückfragen einordnen.

  • Füllgut, Zustand (Pulver, Granulat, Paste, Flüssigkeit) und empfindlichste Eigenschaft
  • Gewünschtes Mindesthaltbarkeitsdatum und Lagerbedingungen
  • Format und Füllmenge je Einheit: Sachet, Stickpack, Doypack oder andere
  • Vorhandener Folienaufbau mit Datenblatt: Schichtfolge, Barrierewerte mit Prüfbedingung, Siegelkurve
  • Verfahren nach der Siegelung: Heißabfüllung, Retorte oder keines
  • Vorliegende Nachweise: Konformitätserklärung Lebensmittelkontakt, PFAS- und Schwermetallnachweis, Recyclingbewertung mit Datum
  • Auflage, Rohstoff beigestellt oder beschafft, Bio ja oder nein, Wunschtermin

07 · Anfrage

So gelingt Ihre Anfrage in einem Schritt

Haben Sie noch keine Verbundfolie spezifiziert, besprechen wir Füllgut, Haltbarkeitsziel und Zielmarkt und leiten daraus Anforderungen an die Folie ab. Die Beschaffung des Packmittels und die Rolle des Erzeugers sind zwei Fragen: Wer die Folie beschafft, entscheidet nicht allein darüber, wer Erzeuger ist.

Planen Sie vom Auftrag bis zur Produktion 4 bis 8 Wochen ein, gerechnet ab der Auftragsklärung und sobald das Material vorliegt.

08 · FAQ

Häufige Fragen zur Verbundfolie

Was ist eine Verbundfolie?

Eine Verbundfolie ist eine Verpackungsfolie aus mehreren Lagen, die coextrudiert oder mit Klebstoff kaschiert werden. Die Lagen haben unterschiedliche Aufgaben: Die Außenlage trägt Druck und gibt Festigkeit, eine Barriereschicht bremst Sauerstoff, Wasserdampf, Licht oder Aromen, die Siegelschicht schließt den Beutel. Mehrschichtfolie ist ein Synonym.

Was ist der Unterschied zwischen Coextrusion und Kaschieren?

Bei der Coextrusion werden mehrere Schmelzen in einem Arbeitsgang zu einer Folie zusammengeführt. Beim Kaschieren, auch Laminieren genannt, werden fertige Einzelfolien mit Klebstoff verbunden. Kaschieren erlaubt Kombinationen, die sich nicht coextrudieren lassen, etwa Kunststofffolie mit Aluminium oder Papier. Welches Verfahren passt, hängt vom gewünschten Aufbau ab.

Ist eine Verbundfolie recyclingfähig?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Mehrere Werkstoffe erschweren Sortierung und Recycling, und Kleber, Druckfarben, Metallisierung und Barriereschichten beeinflussen das Rezyklat. Es gibt aber Verbunde, deren Aufbau für ein Recyclingverfahren bewertet oder testiert wurde. Eine Aussage gilt immer nur für den geprüften Gesamtaufbau. Eine Recyclingklasse sagen wir für keinen konkreten Aufbau zu.

Wird die Verbundfolie verboten?

Ein pauschales Verbundverbot enthalten weder die PPWR noch der ZSVR-Mindeststandard. Die PPWR verlangt in Artikel 6 recyclinggerechte Gestaltung und Leistungsstufen von A bis C; die Methode legt die Kommission bis zum 1. Januar 2028 fest. Ein Verbund kann bewertet werden wie jeder andere Aufbau. Ob er eine Stufe erreicht, zeigt erst die Bewertung der konkreten Struktur.

Aus welchen Schichten besteht ein typischer Beutel aus Verbundfolie?

Häufig sind PET außen und PE innen. Für höhere Barriere kommt in der Mitte Aluminiumfolie oder metallisiertes PET dazu, bei Papieroptik liegt Kraftpapier außen und innen eine kaschierte Siegelschicht aus PE, CPP oder Aluminium. Dazu kommen Kaschierkleber oder Haftvermittler zwischen den Lagen. Den genauen Aufbau legt das Datenblatt des Folienlieferanten fest.

Was unterscheidet Verbundfolie und Monomaterial?

Bei einer Verbundfolie übernehmen verschiedene Werkstoffe verschiedene Aufgaben. Bei Monomaterial gehören alle Lagen derselben Polymerfamilie an, meist PE oder PP. Monomaterial schafft eine bessere Ausgangslage für die Verwertung, belegt sie aber nicht. Der Verbund erlaubt oft höhere Barriere und ein größeres Siegelfenster. Beide Bauarten brauchen eine Bewertung des konkreten Aufbaus.

Welche Angaben sollte der Folienlieferant liefern?

Verlangen Sie die Schichtfolge mit Werkstoffen und Dicken, Barrierewerte mit Prüfbedingung, die Siegelkurve der Siegelschicht, die Konformitätserklärung für Lebensmittelkontakt, Nachweise zu PFAS und Schwermetallen sowie, falls vorhanden, eine Recyclingbewertung des Aufbaus mit Stelle, Datum und Methode. Ohne diese Unterlagen lässt sich der Aufbau weder spezifizieren noch rechtlich einordnen.

09 · Fazit

Fazit: Verbundfolie nach Funktion wählen, nach Aufbau bewerten

Eine Verbundfolie ist kein Problemfall und kein Auslaufmodell, sondern ein Werkzeug: Jede Lage übernimmt eine Aufgabe, und die Kombination liefert Schutz und Verarbeitung, die ein Einzelkunststoff oft nicht erreicht. Der Preis ist ein erschwertes Recycling. Weder die PPWR noch der ZSVR-Mindeststandard verbieten Verbunde pauschal; sie bewerten den konkreten Aufbau.

Spezifizieren Sie deshalb Schichtfolge, Barrierewerte mit Prüfbedingung und Siegelschicht, und verlangen Sie die Nachweise vor Produktionsstart. Als Alternative mit anderer Ausgangslage lesen Sie als Nächstes den Eintrag zu Monomaterial.

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Rechtlicher HinweisDie hier bereitgestellten Informationen dienen als fachliche Orientierung für Produktentwickler, Einkauf und Geschäftskunden der OH!S GmbH. Sie ersetzen keine Rechtsberatung und keine rechtliche Einzelfallprüfung; maßgeblich ist der amtliche Wortlaut der genannten Rechtsakte und Normen. Für Produktkonformität, Kennzeichnung und Umweltaussagen ist die jeweils nach Gesetz verantwortliche Partei zuständig, in der Regel der Inverkehrbringer. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen auf Basis der genannten Quellen zusammengestellt; eine Haftung für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

Quellen

  1. Verpackungswirtschaft: Coextrusion und Laminierung von Verpackungsfolien. Stand: abgerufen 05.10.2026. Verpackungswirtschaft (öffnet in neuem Tab)
  2. Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), Art. 6 (Recyclingfähigkeit). Stand: gilt seit 12.08.2026. EUR-Lex (öffnet in neuem Tab)
  3. Zentrale Stelle Verpackungsregister: Mindeststandard zur Bemessung der Recyclingfähigkeit. Stand: Ausgabe 2026, abgerufen 05.10.2026. ZSVR Mindeststandard (öffnet in neuem Tab)
  4. Zentrale Stelle Verpackungsregister: Information zum Umgang mit der Verbunddefinition vom 25.02.2021. ZSVR Verbunddefinition (öffnet in neuem Tab)
  5. RecyClass: PE flexible films, neue Erkenntnisse zu funktionalen Barrieren (EVOH). Stand: Update Juli 2025, abgerufen 05.10.2026. RecyClass (öffnet in neuem Tab)
  6. CEFLEX: Designing for a Circular Economy (D4ACE), Leitfaden für flexible Verpackungen. Stand: Executive Summary September 2025. CEFLEX (öffnet in neuem Tab)
  7. BASF: Pressemitteilung zur Recyclingverträglichkeit von PE/PA6-Mehrschichtfolien, attestiert durch cyclos-HTP. Stand: Juni 2021. BASF (öffnet in neuem Tab)
  8. Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 und Verordnung (EU) Nr. 10/2011 über Materialien und Gegenstände mit Lebensmittelkontakt. EUR-Lex Lebensmittelkontakt (öffnet in neuem Tab)

Rechts- und Quellenstand: Oktober 2026. Änderungen: 05.10.2026 Erstveröffentlichung (neuer Eintrag): Aufbau, Funktion der Schichten, Nachteile, Recyclingbewertung ohne pauschales Verbundverbot, Entscheidungshilfe und Anfrage-Checkliste.

Sam W. Pack · Fach- und Blogstimme der OH!S GmbH

Das offene Geheimnis: Hinter Sam steckt kein einzelner Mensch, sondern unser gesamtes OH!S-Team – über 30 Jahre Verpackungskompetenz, gebündelt in einer ehrlichen Stimme. Mehr davon im Schnack&Pack-Blog.

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