Stickpack — der technische Leitfaden für Markeninhaber, Abfüller & Produktentwickler
Stickpacks sind schlanke, röhrenförmige Portionsverpackungen — konzipiert für präzis dosierte Einzelportionen von Pulvern und Granulaten, die direkt in Flaschen, Gläser oder Becher eingeschüttet werden. Das Format verbindet maximale Materialeffizienz, skalierbare Hochgeschwindigkeits-Produktion und eine klare On-the-go-Positionierung. Die wichtigsten Entscheidungsgrundlagen:
- Geometrie: Länge-Breite-Verhältnis 3:1 bis 5:1 — schlank, länglich, trichterfrei einschüttbar
- Maschinenleistung: bis zu 16 Spuren parallel — 200–500 Sticks/min Gesamtausstoß
- Materialersparnis: bis zu 30 % weniger Folie gegenüber flachem Sachet bei gleicher Füllmenge
- PPWR 2025/40: Monomaterial-Stickpacks (PP+SiOx) sind recyclingfähig ab 2026 verfügbar
- Top-Anwendungen: Matcha, Elektrolyte, Proteinpulver, Vitamine, Instant-Getränke, Gewürze
- Was ist ein Stickpack? Definition & Geometrie
- Schichtaufbau: Träger, Barriere & Siegelschicht
- Stickpack vs. Sachet — wann welches Format?
- Mehrspurige Abfüllung: wie Stickpacks produziert werden
- Materialien & PPWR-Transformation
- Branchenanwendungen — von Matcha bis Pharma
- EU-Regulatorik für Stickpacks
- Stickpacks abfüllen lassen bei OH!S
- Häufige Fragen zu Stickpacks
Was ist ein Stickpack? Definition & Geometrie
Ein Stickpack (auch: Dosierpackung, Portionspackung, Stick-Sachet) ist eine schlanke, längliche Einzelportionsverpackung aus mehrlagigen flexiblen Folien. Der Name leitet sich aus dem Englischen ab — „stick" für den stabförmigen Zuschnitt. Im Unterschied zum breit-flachen Sachet folgt das Stickpack einer röhrenartigen Geometrie: Die Länge beträgt üblicherweise das Drei- bis Fünffache der Breite.
Die Versiegelung erfolgt über eine Längsnaht und zwei Quernähte (oben und unten). Das ergibt weniger Siegelfläche als beim Vier-Rand-Sachet — was Material spart, die Maschinenleistung erhöht und das Format für den On-the-go-Konsum prädestiniert: Der Verbraucher knickt oder reißt das obere Ende ab und schüttet den Inhalt trichterfrei in eine Flasche oder ein Glas.
Das Stickpack ist das effizienteste Portionsformat für trockene, frei fließende Produkte: bis zu 30 % weniger Folienmaterial als ein vergleichbares Sachet, bis zu 500 Sticks/min auf mehrspurigen Linien, und ein Nutzungserlebnis, das perfekt zum Trend „Direct-to-Drink" passt.
Typische Abmessungen
| Format | Breite | Länge | Füllmenge | Typisches Produkt |
|---|---|---|---|---|
| Mini-Stickpack | 15–20 mm | 60–80 mm | 1–3 g | Süßungsmittel, Salz, Gewürz |
| Standard-Stickpack | 20–30 mm | 80–120 mm | 3–8 g | Getränkepulver, Vitamine, Matcha |
| Large-Stickpack | 30–40 mm | 120–160 mm | 8–15 g | Proteinpulver, Elektrolyte, Kollagen |
| Pharma-Stickpack | 18–25 mm | 80–130 mm | 1–10 g | Granulate, OTC-Pulver, Sachet-Medizin |
Schichtaufbau: Träger, Barriere & Siegelschicht
Ein Stickpack besteht — wie das Sachet — aus drei funktionalen Schichten, die zusammen eine Gesamtdicke von 40–80 µm erreichen:
Schicht 1 — Außen: Träger & Druckträger
Meist PET (Polyethylenterephthalat) 12 µm oder biaxial orientiertes PP (BOPP). Diese Schicht trägt das Druckbild (Rotogravur, Flexo oder Digital) und gibt dem Stickpack seine Steifigkeit und Knisterhaptik. Oberflächen-Finishes wie Mattlack oder Soft-Touch sind gängig für Premium-Brands.
Schicht 2 — Mitte: Barriere-Shield
Die leistungsentscheidende Schicht. Je nach Barrierebedarf kommen zum Einsatz:
- Aluminium 7–9 µm — maximale Barriere, OTR < 0,01 cm³/m²·Tag. Standard für oxidationsempfindliche Produkte wie Vitamine, Aromen, Matcha.
- EVOH — gute Barriere bei niedriger relativer Feuchte, recyclingfreundlicher als Alu-Verbund.
- SiOx/AlOx-Beschichtung auf Mono-PP — PPWR-konforme Alternative, OTR 0,05–0,5 cm³/m²·Tag, vollständig recyclingfähig.
Schicht 3 — Innen: Siegelschicht
PE (LDPE/LLDPE) oder PP. Diese Schicht schmilzt beim thermischen Siegeln (120–180 °C) und bildet die hermetische Dichtnaht. Kritisch: die Nahtqualität bestimmt die gesamte Barriere-Integrität — denn an der Naht treffen beide Innen-Schichten aufeinander. Bei OH!S werden Siegeltemperatur und -druck inline auf ±2 °C geregelt und dokumentiert.
Technische Spezifikationen für Einkauf & QM
PET 12 / Alu 7 / LDPE 50 µm — Premium-Verbund, maximale Barriere
BOPP 20 / Met-BOPP 20 / LDPE 40 µm — mittlere Barriere, günstig
Mono-PP 70 µm + SiOx/AlOx — PPWR-konform, recyclingfähig
Papier 40 g/m² + Sperrlack + LDPE 30 µm — papierbasiert, Klasse A
Barrierewerte:
Alu-Verbund: OTR < 0,01 cm³/m²·Tag, WVTR < 0,01 g/m²·Tag
SiOx-beschichtet: OTR 0,05–0,3 cm³/m²·Tag
Metallisiertes BOPP: OTR 0,5–2 cm³/m²·Tag
Maschinenleistung Stickpack (mehrspurig):
4-Spur-Linie: 400–600 Sticks/min
8-Spur-Linie: 800–1.200 Sticks/min
16-Spur-Linie: bis 2.000 Sticks/min
Wiegegenauigkeit: ±0,05–0,2 g je nach Dosiersystem
Stickpack vs. Sachet — wann welches Format?
Beide Formate stammen aus derselben flexiblen Verpackungsfamilie — und werden im Markt oft verwechselt. Die Entscheidung zwischen Stickpack und Sachet ist jedoch strategisch und sollte produktspezifisch getroffen werden:
| Kriterium | Stickpack | Sachet (flach) |
|---|---|---|
| Geometrie | Schlank, längliches Röhrenformat | Breit, flach, quadratisch/rechteckig |
| Siegelnähte | 1 Längsnaht + 2 Quernähte | 3 oder 4 Randsiegelnähte |
| Materialverbrauch | Bis zu 30 % geringer | Höher (mehr Siegelfläche) |
| Öffnung & Use | Kopf abknicken, einschütten | Seite aufreißen, entnehmen/drücken |
| Füllgut | Freifließende Pulver, Granulate | Alle Konsistenzen inkl. Paste & Flüssig |
| Druckfläche | Schmal, länglich | Groß, zusammenhängend |
| Maschinenleistung | Sehr hoch (Mehrspurig) | Mittel bis hoch |
| On-the-go-Eignung | Sehr hoch — trichterfrei in Flasche | Mittel — braucht Entnahmegefäß |
| Branding-Potential | Begrenzt (schmale Fläche) | Hoch (große Druckfläche) |
Mehrspurige Abfüllung: wie Stickpacks produziert werden
Stickpacks werden auf mehrspurigen VFFS-Speziallinien produziert — dem leistungsstärksten Verpackungsformat in der Pulver-Abfüllung. Während klassische Sachet-Maschinen single-lane arbeiten, laufen Stickpack-Linien mit 4, 8 oder 16 Spuren parallel. Das ist der entscheidende wirtschaftliche Vorteil bei hohen Stückzahlen.
Produktionsprozess Schritt für Schritt
Dosiersysteme im Vergleich
Die Wahl des Dosiersystems ist produktspezifisch und beeinflusst direkt Genauigkeit, Verschmutzungsrisiko und Maschinenleistung:
- Schneckendosierer: Ideal für freifließende Pulver wie Matcha, Proteinpulver, Gewürze. Volumetrisch, sehr schnell, einfach zu reinigen.
- Mehrkopfwaage: Gravimetrische Präzision ±0,1 g — Standard für heterogene oder körnige Produkte wie Müsli-Mischungen oder Granulate.
- Peristaltikpumpe: Für flüssige Stickpack-Inhalte (selten, aber möglich). Exakte Volumendosierung.
- Vibrationsdosierer: Für adhäsive oder leicht klumpende Pulver — schonend und verstopfungsresistent.
Materialien & PPWR-Transformation
Die Verpackungsverordnung PPWR 2025/40 erzwingt den Abschied von klassischen Multilayer-Verbunden bis 01.01.2030. Für Stickpacks heißt das: PET/Alu/PE ist das Format der Vergangenheit, Mono-PP mit Barrierecoating ist das Format der Gegenwart.
| Material | Barriere (OTR) | PPWR 2030 | Geeignet für | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| PET/Alu/PE (klassisch) | Exzellent <0,01 | ❌ | Vitamine, Matcha, Aromen | Niedrig |
| Mono-PP + SiOx | Sehr gut 0,05–0,3 | ✅ | Elektrolyte, Proteine, Gewürze | Mittel |
| Mono-PE + AlOx | Sehr gut 0,05–0,3 | ✅ | Standard-NEM, Instant-Drinks | Mittel |
| Met. BOPP/BOPP | Gut 0,5–2 | ⚠️ | Gewürze, Salze, trockene Produkte | Niedrig |
| Papier + Sperrlack | Moderat | ✅ (Klasse A) | Tees, Salze, Clean-Label-Brands | Mittel |
Wer heute ein neues Stickpack-Produkt lanciert, sollte direkt auf Mono-PP mit SiOx/AlOx setzen — damit ist das Format sowohl heute als auch nach 2030 uneingeschränkt marktfähig. OH!S verarbeitet diese Folien in der Serienproduktion.
Branchenanwendungen — von Matcha bis Pharma
Das Stickpack hat sich in den letzten Jahren vom Nischenformat zum Leitformat für Single-Serve-Pulverprodukte entwickelt. Die wichtigsten Wachstumsmärkte:
Matcha & Premium-Tees — das Vorzeige-Stickpack
Matcha ist das Produkt, das den Stickpack-Trend im Premium-Segment vielleicht am stärksten geprägt hat. Das fein vermahlene Grüntee-Pulver (5–10 µm Partikelgröße) ist hochoxidationsempfindlich — jede Woche ohne Sauerstoffschutz kostet sensorische Qualität und EGCG-Gehalt. Das Stickpack mit Alu-Verbund-Barriere und N₂-Flush bietet hier die optimale Antwort: eine hermetische Einzelportion, die beim Öffnen sofort verbraucht wird, ohne dass der Rest der Packung Luft zieht.
Besonders für den On-the-go-Matcha-Markt ist das Stickpack ideal: Der Verbraucher öffnet den Stick, schüttet ihn in seine Wasserflasche und schüttelt — kein Löffel, kein Sieb, kein Matcha-Staub auf der Arbeitsplatte. Dieses Nutzungserlebnis hat sich als einer der stärksten Kauftreiber in der Kategorie erwiesen.
Wer tiefer in die Matcha-Verpackungswelt einsteigen möchte — Dosenauswahl, BPA-Regulatorik, MHD-Optimierung — findet dazu unseren vollständigen Leitfaden im Matcha-Tee Rohstoff-Lexikon sowie den technischen Guide zu Matcha Dosen.
Elektrolyte & Functional Drinks
Einer der am schnellsten wachsenden Stickpack-Märkte. Elektrolyt-Pulver, Magnesium-Citrat-Mischungen, Aminosäure-Komplexe, Pre-Workout-Formeln — all diese Produkte profitieren vom Single-Serve-Format. Der Verbraucher löst einen Stick in 500 ml Wasser auf — keine Dosiernadel, kein Messlöffel. Die individuelle Portionierung erlaubt außerdem eine klare Kalorienangabe pro Portion auf dem Stick — ein starkes Verkaufsargument im Gesundheitsmarkt.
Protein & Sport-Nutrition
Proteinpulver im Stickpack ist der ideale Begleiter für Fitnessstudio-Taschen. Typisch: 20–25 g Protein pro Stick (ca. 30 g Füllgewicht). Herausforderung: Proteinpulver neigt bei hoher relativer Feuchte zum Klumpen — das Siegelkonzept und die Barriere-Auswahl sind hier besonders kritisch. OH!S empfiehlt Alu-Verbund und Trockenmittel-Sachet als Schutzmechanismen.
Vitamine & Nahrungsergänzungsmittel (NEM)
Vitamin-C-Pulver, Kollagen-Peptide, Probiotika, Ashwagandha-Extrakt — die gesamte NEM-Kategorie setzt zunehmend auf Stickpacks als Alternative zur Kapsel. Der Trend zum „Powder over Pill" (flüssige Einnahme statt Schlucken) hat die NEM-Stickpack-Nachfrage in den letzten drei Jahren verdoppelt. Regulatorisch gelten hier die gleichen FCM-Anforderungen wie für Lebensmittel, ergänzt um die NEM-Verordnung VO 1925/2006.
Kosmetik-Samples & Hotel-Amenities
Haarpflege-Pulver, Dry Shampoo, Gesichtspflege-Formulierungen in Pulverform — Stickpacks ermöglichen hygienschnelle Einzel-Applikationen ohne Kontamination des Restprodukts. Für Magazine-Beileger und Launch-Kampagnen ist die schmale Geometrie platzsparend.
Pharma & OTC
Brausegranulate, lösliche Schmerzmittelpulver, Probiotika für Kinder — das Stickpack ist im OTC-Bereich etabliert. Der Strip-Stickpack (aneinandergehängte Sticks auf Perforationsband) gewährleistet Einnahmetreue und erleichtert die tägliche Dosierung bei Langzeit-Therapien.
EU-Regulatorik für Stickpacks
Als Lebensmittelkontaktmaterial (FCM) unterliegen Stickpacks demselben regulatorischen Rahmen wie alle flexiblen Lebensmittelverpackungen:
VO (EG) 1935/2004 — Rahmen-FCM
Basisanforderung: keine Migration von Bestandteilen in gesundheitsschädlichen Mengen, keine Beeinträchtigung von Geruch oder Geschmack. Konformitätserklärung (DoC) vom Folienhersteller ist Pflicht.
VO (EU) 10/2011 — Kunststoffe im FCM
Konkrete Positivliste zugelassener Stoffe und spezifische Migrationsgrenzwerte (SML). Migrationstests mit Simulanzien (wässrig, fettig, sauer, alkoholisch) nach festgelegten Protokollen. Bei OH!S wird die DoC jeder Folie vor Serienstart geprüft.
VO (EU) 2024/3190 — BPA-Verbot
Ab 20.07.2026 Übergangsfrist abgelaufen: keine Lacke oder Beschichtungen mit BPA in Lebensmittelkontakt mehr zulässig. Für Stickpacks betrifft das vor allem spezielle Siegellack-Systeme und Druckfarben-Binder. OH!S prüft BPA-Status aller eingesetzten Materialien.
VO (EU) 2025/40 — PPWR
Ab 12.08.2026 anwendbar. Alle Stickpack-Folien müssen bis 01.01.2030 recyclingfähig sein (Klassen A–C). Klassische PET/Alu/PE-Verbunde fallen ab 2030 heraus. Der Umstieg auf Monomaterial sollte jetzt geplant werden.
NIAS — Non-Intentionally Added Substances
Bei bedruckten Stickpacks besteht NIAS-Risiko durch Druckfarben-Migration. Besonders relevant bei dünnen Folien mit direktem Kontakt zwischen Druckfarbe und Füllgut. Risikobewertung nach VO 1935/2004 und EuPIA-GMP-Richtlinien — OH!S integriert NIAS-Screening in die Wareneingangsprüfung.
VO (EU) 2018/848 — Bio-Produkte
Für Stickpacks mit Bio-zertifizierten Inhaltsstoffen gilt die vollständige EU-Bio-Dokumentationskette. OH!S ist EU-Bio- und Demeter-zertifiziert und kann Bio-Lohnabfüllung in Stickpacks mit Kontrollstellen-Nachweis anbieten.
Stickpacks abfüllen lassen bei OH!S
OH!S ist seit rund 30 Jahren spezialisierter Lohnabfüller für flexible Verpackungsformate. Unsere Stickpack-Kompetenz reicht von der Folienwahl über die Maschinenrüstung bis zur vollständigen Compliance-Dokumentation — IFS-Food, EU-Bio und Demeter zertifiziert. Kleinstserie für Start-ups bis industrielle Großauflagen: wir skalieren mit deinem Projekt.
Unsere Stickpack-Leistungen im Überblick
- Formatberatung: Stickpack vs. Sachet, Folienempfehlung, Barrieredimensionierung, PPWR-Strategie
- Bemusterung: Probeabfüllung mit Siegeltest, Barriere-Validierung und sensorischer Kontrolle vor Serienstart
- Serienproduktion: Mehrspurige VFFS-Linien, Inline-QS, Checkweigher, Kamera-Überwachung
- Compliance-Dokumentation: CoA, DoC, Bio-Nachweise, IFS-Referenzen, Migrations-Konformitätsnachweise
- Konfektionierung & Logistik: Co-Packing, Kartonierung, Palettierung, Direktversand
Typische Projektphasen
Dein Stickpack-Projekt mit OH!S starten
Von der Folienwahl bis zur fertigen Palette — wir begleiten dein Projekt von Anfang an. Zertifiziert, skalierbar, PPWR-Ready.
Häufige Fragen zu Stickpacks
Was ist der Unterschied zwischen Stickpack und Sachet?
Eignet sich das Stickpack-Format für Matcha?
Welche Füllgüter lassen sich im Stickpack abfüllen?
Wie hoch ist die Mindestbestellmenge (MOQ) für Stickpacks bei OH!S?
Digitaldruck auf Standardfolie: ab ca. 10.000 Stück — ideal für Launches und Tests.
Flexodruck: ab 50.000–100.000 Stück.
Rotogravur auf Custom-Folie: ab 200.000 Stück — Standard für Massenmarken.
Für Start-ups und kleinere Projekte finden wir auch maßgeschneiderte Lösungen — sprich uns an: Anfrage stellen →
Sind Stickpacks mit PPWR 2025/40 vereinbar?
Kann OH!S Bio-Produkte in Stickpacks abfüllen?
Was ist N₂-Flush und warum ist er für Stickpacks wichtig?
Welche Druckverfahren sind für Stickpacks verfügbar?
Flexodruck: Gute Qualität, ab ca. 50.000 Stück — Mittelmarken und regionale Brands.
Digitaldruck: Auflagenunabhängig, ab ca. 10.000 Stück — ideal für Launches, Tests, personalisierte Editionen.
Da die Druckfläche beim Stickpack schmäler ist als beim Sachet, sind ein klares, reduziertes Design und gut lesbare Typografie besonders wichtig. Wir beraten dich gerne zur optimalen Druckstrategie.
Wie lange sind Stickpack-Produkte haltbar?
Alu-Verbund (PET/Alu/PE): Pulvervitamine 18–36 Monate, Matcha 12–24 Monate, Elektrolyte 18–30 Monate.
Mono-PP + SiOx: ca. 70–90 % der Alu-Verbund-Haltbarkeit — ausreichend für die meisten NEM-Produkte.
Die endgültige MHD wird durch beschleunigte Stabilitätstests validiert (z.B. 40 °C / 75 % r.F. nach ICH Q1A). Wir unterstützen dich bei der Planung des Stabilitätsprogramms.
Was kostet die Stickpack-Abfüllung bei OH!S?
Welche Dokumentation erhalte ich nach der Produktion?
• CoA (Certificate of Analysis) mit allen relevanten Prüfwerten
• DoC (Declaration of Compliance) für Folienmaterial
• Chargennummer & MHD-Nachweis
• Bio-Kontrollstellen-Bestätigung bei Bio-Produkten
• IFS-Audit-Referenzen auf Anfrage
• Migrations-Konformitätsnachweis bei kritischen Füllgütern
Alles, was deine QS-Abteilung und dein Handelspartner für die Warenannahme und Listung benötigen.
Welche verwandten Verpackungsformate bietet OH!S noch an?
• Sachets — flache Portionsbeutel für alle Konsistenzen inkl. Pasten und Flüssigkeiten
• Doypacks & Standbodenbeutel — für größere Abfüllmengen und Wiederverschluss
• Pappdosen — Premium-Verpackung für Tee, Matcha und Supplements
• Kapseln — für NEM in Kapselform
Einen vollständigen Überblick findest du auf unserer Packmittel-Übersichtsseite.
Quellen & Normenverzeichnis
[1] Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 — FCM Rahmen-VO. eur-lex.europa.eu[2] Verordnung (EU) Nr. 10/2011 — Kunststoffe im Lebensmittelkontakt. eur-lex.europa.eu
[3] Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 — GMP für FCM. eur-lex.europa.eu
[4] Verordnung (EU) 2024/3190 — BPA-Verbot in FCM. eur-lex.europa.eu
[5] Verordnung (EU) 2025/40 — PPWR. eur-lex.europa.eu
[6] Verordnung (EU) 2018/848 — Ökologische Produktion. eur-lex.europa.eu
[7] Verordnung (EG) 1925/2006 — Anreicherung von Lebensmitteln / NEM-Regulatorik. eur-lex.europa.eu
[8] EuPIA — GMP for Printing Inks on Food Contact Materials (2023). eupia.org
[9] OH!S GmbH — Sachets & Stickpacks Dienstleistung. oh-service.com