Matcha Dosen — Metalldose & Pappdose für Matcha-Tee
Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 12 Min. · Autor: OH!S Fachredaktion, Verpackungstechnik
Matcha Dosen sind die kritischste Verpackungsentscheidung im NEM- und Tea-Markt. Die Vermahlung auf 5–10 µm erzeugt eine enorme reaktive Oberfläche — Farbe, Aroma und Wirkstoffe bauen ohne geeignete Barriere innerhalb von Wochen messbar ab. Die Verpackung ist deshalb kein Accessoire, sondern Teil der Produktqualität. Die fünf wichtigsten Entscheidungsgrundlagen:
- OTR-Ziel: < 1 cm³/m²·Tag — nur Metalldose oder Pappdose mit Alu-Verbund-Liner erreichbar
- BPA-Verbot: EU-Verordnung 2024/3190 — ab 20.07.2026 keine BPA-haltigen Innenlacke mehr zulässig
- Metalldose: MHD 18–24 Monate, beste Barriere, Premium-Anmutung, MOQ ab 3.000 Stk
- Pappdose + Alu-Inliner: MHD 12–18 Monate, nachhaltiger, Einstieg ab 500 Stk möglich
- PPWR 2025/40: Ab 12.08.2026 anwendbar — Recyclingfähigkeit bis 2030 Pflicht für alle Verpackungen
- Warum sind Matcha Dosen ein kritisches Verpackungsthema?
- Wie werden Matcha Dosen weltweit eingesetzt?
- Die Metalldose: Aufbau, Werkstoffe, Lacke
- Die Pappdose: Aufbau, Inliner, Barriere
- Versiegelung & Sauerstoffschutz
- Food-Regulatorik EU & Deutschland
- Matcha Dosen im Vergleich: Metall vs. Pappe
- Kostenfaktoren & Angebotsanfrage
- Matcha Dosen abfüllen bei OH!S
- KI-Infografik-Prompt für Gemini
- Häufige Fragen
Warum sind Matcha Dosen ein kritisches Verpackungsthema?
Matcha ist kein gewöhnlicher Grüntee. Durch die Steinmühlen-Vermahlung auf 5–10 µm Partikelgröße ist jede Pflanzenzelle aufgebrochen — Chlorophyll, EGCG, L-Theanin und flüchtige Aromakomponenten liegen ungeschützt vor. Die spezifische Oberfläche ist rund hundertfach größer als bei Blattgrüntee. Genau deshalb gehören Matcha Dosen zu den technisch anspruchsvollsten Verpackungslösungen im Pulvermarkt. Drei Abbaumechanismen setzen dabei gleichzeitig ein:
Diese Kombination macht Matcha zum anspruchsvollsten Pulver im Markt. Zum Vergleich: Instantkaffee toleriert OTR-Werte bis 50 cm³/m²·Tag; für Premium-Matcha gilt < 1 cm³/m²·Tag als Richtwert. Wer diesen Punkt in der Verpackungswahl ignoriert, riskiert Retouren, Beschwerden und Markenschaden — unabhängig davon, wie gut der Rohstoff ist.
Praxisregel: Eine gute Barriere (Alu-Liner, N₂-Flush, Induktionssiegel) kostet 0,05–0,30 € mehr pro Dose. Der Qualitätsverlust durch falsche Verpackung kostet die Marke langfristig deutlich mehr.
Wie werden Matcha Dosen weltweit aktuell eingesetzt?
Japan: Der globale Qualitätsstandard
In Japan, dem Ursprungsland des Matcha, haben sich über Jahrhunderte zwei Verpackungsparadigmen etabliert. Das traditionelle Chazutsu (茶筒) — eine von Handwerksbetrieben in Kyoto und anderen Tee-Regionen gefertigte Dose aus Zinn, Kupfer oder lackiertem Holz — funktioniert nach einem bestechend simplen Prinzip: Ein schwebender Innendeckel senkt sich durch sein Eigengewicht in den Körper, verdrängt Luft und erzeugt eine nahezu luftdichte Labyrinthdichtung ganz ohne Gummi oder Silikon. Dieses Doppeldeckel-Prinzip ist das technische Vorbild aller modernen Industrie-Tins für Matcha.
Die industrielle Umsetzung in Japan arbeitet mit Weißblechdosen in kleinen Formaten (20 g, 40 g), ergänzt durch einen separaten Alu-Innenbeutel. Für Bulk-Mengen über 100 g werden international Stehbeutel bevorzugt.
Internationale Markt-Entwicklung
Im US-Markt ist die 30-g-Metalldose für Ceremonial-Qualität zum Standard geworden. Culinary Grade und Großmengen kommen in wiederverschließbaren Standbeuteln. Im DACH-Raum wächst der Anteil an Pappdosen mit Alu-Inliner besonders bei nachhaltigkeitsorientierten Eigenmarken. Diese Kombination bietet eine gute Barriere bei gleichzeitig niedrigerem ökologischem Fußabdruck als die Metalldose — ein immer stärkeres Kaufargument im deutschen Fachhandel und LEH.
| Qualitätsstufe | Typisches Format | Übliche Füllmenge | Wichtigstes Barriere-Merkmal |
|---|---|---|---|
| Ceremonial Grade (Japan) | Weißblech-Tin, Doppeldeckel | 20 g, 30 g, 40 g | Alu-Innenbeutel + N₂-Flush |
| Premium Culinary (Japan/EU) | Pappdose + Alu-Inliner oder Tin | 40–100 g | Alu-Verbund-Liner + Peel-Off-Siegel |
| Standard Culinary (China/EU) | Standbeutel oder Pappdose | 100–500 g | Alu-Laminat-Beutel, wiederverschließbar |
| Supplement / NEM-Extrakt | Kapseldose Pappdose oder HDPE-Flasche | 50–200 g / 60–120 Kapseln | Induktionssiegel + Oxygen Absorber |
| Gastro-Bulk (> 500 g) | Stehbeutel oder Karton-Box mit Alu-Innenbeutel | 500 g – 1 kg | N₂-gespülter Alu-Standbeutel |
Standard-Füllgrößen im Retail: 20 g (Ceremonial, ca. 10 Usucha-Portionen) · 30 g (internationaler Standard) · 40 g (japanischer Haushalt) · 100 g (Café-Gebinde, meist Beutel). Über 100 g empfehlen wir auf Standbeutel zu wechseln — eine große Dose, die wochenlang offen steht, schadet der Wahrnehmungsqualität.
Die Metalldose für Matcha: Aufbau, Werkstoffe, Innenlacke
Werkstoffe im Überblick
Konstruktion: 3-Piece vs. 2-Piece
Die Drei-Teile-Dose (Mantel + Boden + Deckel) entsteht durch Rollen und Längsnaht-Widerstandsschweißen des Mantels; Boden und Deckel werden über einen Doppelfalz mit Dichtmasse aufgebördelt (Nahtüberlappung ≥ 45 %). Die Zwei-Teile-Dose (DRD) entsteht aus einer Ronde durch Tiefziehen — keine Seitennaht, nahtloser 360°-Druck, geringeres Gewicht. Für Matcha-Tins im klassischen Chazutsu-Format sind beide Verfahren geeignet; die 2-Piece-Variante überzeugt bei hochwertigen Designansprüchen, weil kein Nahtbruch im Motiv entsteht.
Innenlack — die kritische BPA-Entscheidung
Die Innenbeschichtung trennt das Matcha-Pulver vom blanken Metall und verhindert Korrosion, Metallabgabe und unerwünschte Geschmacksübertragungen. Der klassische Epoxy-Phenol-Lack auf BPA-Basis ist durch die EU-Verordnung 2024/3190 nach dem 20. Juli 2026 nicht mehr zulässig. Alle neuen Dosenprojekte müssen heute auf BPA-NI-Systeme umgestellt sein.
Deckelsysteme für Matcha-Dosen
Technische Spezifikationen für Einkauf & QM
Doppelfalz-Parameter: Nahthöhe 2,8–3,2 mm · Nahtbreite 2,6–3,0 mm · Überlappung ≥ 45 % · Dichtmasse: Gummi-Compound oder thermoplastischer Kleber.
Prüfsimulanz für Matcha (VO 10/2011): Simulanz E (Tenax®) — Trockenlebensmittel, fettarm, Raumtemperatur Langzeit · OML: 60 mg/kg · SML BPA ab 20.01.2025: < 1 µg/kg nachweisbar.
Druckverfahren auf Weißblech: UV-Offsetdruck (bis 8 Farben, MOQ 3.000–5.000) · Digital-Direktdruck (ab 50–500 Stk, ideal für Testauflagen) · Siebdruck (Deckel, hohe Deckkraft) · Tiefdruck (ab 50.000 Stk — für Matcha-Kleinformate kaum relevant).
Die Pappdose für Matcha: Aufbau, Barriere, Inliner
Die Pappdose — technisch korrekt Composite Can oder Wickeldose — besteht aus einer spiralförmig oder parallel gewickelten Mehrschicht-Papphülse, einem Boden (Metall oder Karton) und einem Deckel. Typische Wandstärken: 1,0–2,0 mm aus drei bis sechs Lagen Kraftkarton (300–1.000 g/m²). Standarddurchmesser: 65, 73, 99 und 127 mm. Für Matcha-Dosen sind 65 und 73 mm am gebräuchlichsten (entspricht 20–100 g Füllmenge).
Warum reine Pappe für Matcha nicht ausreicht
Fazit: Nur der Alu-Verbund-Liner (PET 12 µm / Alu 7–9 µm / LDPE 50–80 µm) erfüllt die Matcha-Anforderungen. Er wird entweder direkt in die Papphülse einlaminiert oder als separater, stickstoffgespülter Alu-Standbeutel in die Dose eingelegt. Alle anderen Beschichtungen reichen für MHD-Ziele über 8 Wochen nicht aus.
Inliner-Varianten im direkten Vergleich
| Inliner-Typ | Schichtaufbau | OTR (cm³/m²·Tag) | WVTR (g/m²·Tag) | Matcha-Eignung |
|---|---|---|---|---|
| Keine (reine Wickelpappe) | Karton | > 10.000 | > 1.000 | Ungeeignet |
| PE-beschichtetes Papier | Papier + LDPE 15 µm | 1.500–3.000 | 5–15 | Ungeeignet |
| PLA-Biofolie | Papier + PLA 20–30 µm | 800–1.500 | 20–80 | Ungeeignet |
| Metallisiertes PET (VMPET) | PET / VMPET / PE | 0,5–5 | 0,5–2 | Bedingt (kurze MHD) |
| Alu-Verbund-Laminat | PET 12 / Alu 7–9 / LDPE 50 µm | < 0,1 | < 0,1 | Optimal ✓ |
| Separater Alu-Beutel in Dose | PET / Alu / PE — versiegelt | < 0,05 | < 0,05 | Optimal + N₂-flush ✓ |
MOSH/MOAH — unterschätztes Risiko bei Pappdosen
Recyclingfasern in Karton enthalten Mineralölrückstände aus Druckfarben (MOSH = Mineral Oil Saturated Hydrocarbons, MOAH = Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons). Diese migrieren über die Gasphase in trockene Pulver — besonders in feingemahlenes Matcha. Die revidierte BfR-Empfehlung XXXVI (Oktober 2025) stellt klar: Aus Lebensmittelbedarfsgegenständen darf kein nachweisbarer Übergang von MOAH auf Lebensmittel stattfinden.[8] Recyclingfasern sind vom direkten Lebensmittelkontakt ausgeschlossen. Lösung: Frischfaser-Karton oder funktionale Alu-Barriere — beides eliminiert das Risiko praktisch vollständig.
Deckelvarianten für Pappdosen
Versiegelung & Sauerstoffschutz — die technische Kaskade
Die wirksamste Matcha-Versiegelung ist nie ein einzelnes System, sondern eine Kaskade mehrerer Barrieren. Je mehr aufeinander abgestimmte Schutzschichten, desto kleiner der Restsauerstoffgehalt im Kopfraum nach dem Abfüllen — und desto länger das erreichbare MHD.
Die empfohlene Versiegelungs-Kaskade für 18–24 Monate MHD
Food-Regulatorik EU & Deutschland 2025/26
Wer Matcha in Dosen in der EU in Verkehr bringt, muss vier Regelwerke simultan erfüllen: VO (EG) 1935/2004, VO (EU) 10/2011, VO (EU) 2024/3190 (BPA-Verbot) und VO (EU) 2025/40 (PPWR). Hinzu kommen BfR-Empfehlung XXXVI für Papier/Karton, §§ 30/31 LFGB national und die Schweizer Druckfarben-Ordinanz als De-facto-Branchenstandard für Außendruckfarben.
| Regelwerk | Kerninhalt | Relevant für Matcha-Dose | Frist |
|---|---|---|---|
| VO (EG) 1935/2004 | Rahmen-Verordnung FCM: keine gesundheitsschädliche Migration, keine unvertretbare Sensorikveränderung; DoC-Pflicht nach Art. 16 | Alle Materialien — Aromasensibilität von Matcha besonders relevant (Art. 3) | Dauerhaft |
| VO (EU) 10/2011 | Positivliste Kunststoffe: OML 60 mg/kg; Simulanz E (Tenax) für Trockenlebensmittel | PE/PP-Deckel, PE-Liner, PLA-Beschichtungen | Dauerhaft |
| VO (EU) 2024/3190 | BPA + weitere Bisphenole verboten in FCM; Nachweisgrenze 1 µg/kg | Epoxy-Phenol-Innenlacke auf BPA-Basis — Übergangsfrist endet 20.07.2026 | In Kraft 20.01.2025 · Übergangsfrist bis 20.07.2026 |
| VO (EU) 2025/40 (PPWR) | Recyclingfähigkeit aller Verpackungen bis 2030 (Klassen A–C); Mindestrezyklatquoten Kunststoff; QR-Code-Pflicht ab 2027; max. 50 % Leerraum in Gruppenverpackungen | Alu-Verbund-Liner kritisch; Metalldose unkritisch; PE-Deckel mit wachsendem Rezyklatanteil | Anwendbar ab 12.08.2026 |
| BfR Empfehlung XXXVI | Papier/Karton FCM; Recyclingfasern nur in Nicht-Kontaktlagen; MOSH/MOAH-Risiko; Revision Oktober 2025 | Pappdosen-Körper, Papierliner; Frischfaser oder Alu-Barriere erforderlich | Stand der Technik |
| MOSH/MOAH | Mineralölrückstände aus Druckfarben; BfR XXXVI Oktober 2025: kein nachweisbarer MOAH-Übergang auf Lebensmittel; EU-Verordnung mit Höchstwerten in Vorbereitung | Kritisch für Pappdosen mit Recyclingkarton; Alu-Barriere eliminiert Risiko praktisch vollständig | EU-VO erwartet 2026/27 |
| LFGB §§ 30, 31 | National: Bedarfsgegenstände; kein Abgeben gesundheitsschädlicher Stoffe; keine unzumutbare Sensorikveränderung | Flankiert EU-Recht; Marktaufsicht durch Länderbehörden | Dauerhaft |
| VO (EU) 2018/848 (Bio) | Öko-Verordnung; keine Nanomaterialien in Verpackung; DoC nach 1935/2004 deckt Bio-Anforderungen ab | Für Bio-Matcha — OH!S ist EU-Bio- und Demeter-zertifiziert | Dauerhaft |
Matcha Dosen im Vergleich: Metalldose vs. Pappdose
| Kriterium | Weißblechdose | Pappdose + Alu-Inliner |
|---|---|---|
| Sauerstoffbarriere (OTR) | Praktisch 0 cm³/m²·Tag | < 0,1 cm³/m²·Tag (Alu-Liner) |
| Feuchtigkeitsbarriere (WVTR) | Praktisch 0 g/m²·Tag | < 0,1 g/m²·Tag (Alu-Liner) |
| Lichtschutz | 100 % (Vollmetall) | 100 % (Alu-Liner + Vollbedruckung) |
| Erreichbares MHD | 18–24 Monate | 12–18 Monate |
| Gewicht (Verpackung, 40-g-Format) | 35–60 g | 15–25 g |
| Recyclingfähigkeit | ~90–100 % (Stahl/Alu) | ~80–90 % (ohne Liner); Alu-Verbund komplex |
| BPA-Regulatorik ab 07/2026 | Kritisch: BPA-NI-Innenlack zwingend + neue DoC | Unkritisch (kein Metall-Direktkontakt) |
| MOSH/MOAH-Risiko | Kein Risiko | Nur bei Recyclingkarton ohne Alu-Barriere |
| PPWR-Konformität bis 2030 | Problemlos (Stahl hochrecyclierbar) | Alu-Verbund-Liner: Recyclingfähigkeit prüfen; Mono-Material-Trend |
| MOQ bedruckt | 3.000–10.000 Stk (Offset) / ab 500 Stk (Digital) | Ab 500 Stk (Digitaldruck) |
| Stückpreis | Auf Anfrage — hängt von Format, Auflage und Druckverfahren ab → Angebot anfordern | |
| Premium-Anmutung | Sehr hoch (Chazutsu-Tradition, Geschenkwert) | Hoch (natürlich, nachhaltig) |
| Designflexibilität | Offset ab 3.000 Stk; Digital ab 500 Stk | 360°-Druck, Prägung, Kork-/Holzdeckel ab 500 Stk |
| Ideale Positionierung | Ceremonial Grade, Gift, Premium-Retail | Culinary Grade, Nachhaltigkeit, Startauflagen |
Empfehlung: Starte deine Erstauflage mit einer Pappdose mit Alu-Inliner ab 500–1.000 Stk — das schont das Budget und gibt Flexibilität für Iterationen. Steige auf Weißblechdose um, sobald das Produkt validiert ist und du 3.000+ Stk abnehmen kannst. Ceremonial Grade sollte von Beginn an Metalldose oder Alu-Innenbeutel nutzen — der Rohstoff-Wert rechtfertigt keine Kompromisse bei der Barriere.
Wirtschaftlichkeit & Kostenfaktoren — was das Angebot beeinflusst
Die Kosten für Matcha-Dosen hängen von zahlreichen Faktoren ab: Dosentyp (Metall oder Pappe), Format und Füllmenge, Druckverfahren, Auflage, Inliner-Spezifikation, Zertifizierungsanforderungen (Standard, Bio, Demeter) und Lieferantenauswahl. Eine pauschale Preisaussage wäre hier irreführend — ein individuelles Angebot ist immer präziser und oft günstiger als erwartet.
Was die Kosten beeinflusst — die wichtigsten Hebel
Matcha-Abfüllung in Dosen planen?
Von der Dosenauswahl und Barriere-Spezifikation über die regulatorische Prüfung bis zur fertigen Verkaufseinheit — wir begleiten dich durch den gesamten Prozess. IFS-zertifiziert, EU-Bio- und Demeter-zugelassen.
Projekt jetzt besprechen →Matcha Dosen abfüllen lassen — wie OH!S dich unterstützt
OH!S ist ein IFS-Food-zertifizierter Lohnabfüller mit EU-Bio- und Demeter-Zulassung. Wir sind auf Matcha Dosen in beiden Varianten spezialisiert: Pappdosen, Doypacks und Kapseln — alle drei Formate können wir für Matcha optimiert abfüllen, jedes mit eigenem Stärkenprofil. Wir begleiten dich von der Rohstoffauswahl über die Verpackungsspezifikation und Barriere-Auslegung bis zur vollständigen Konformitätsdokumentation nach 1935/2004, 10/2011 und 2024/3190.
Was das in der Praxis bedeutet: Du erhältst von uns eine herstellerneutrale Empfehlung für Dosentyp und Stückzahl, einen Versiegelungsplan (Induktionssiegel oder Peel-Off), die Druckdatenprüfung, die MOSH/MOAH-Risikobewertung bei Pappdosen und ein Prüfkonzept für deine Chargen. Für Bio-Matcha arbeiten wir vollständig EU-Bio-zertifiziert — getrennte Produktionsplanung und Rückverfolgbarkeit inklusive.
Häufige Fragen zu Matcha Dosen
Welche Verpackung ist besser für Matcha — Metalldose oder Pappdose?
Reicht eine Pappdose ohne Alu-Inliner für Matcha aus?
Welche MHD ist mit einer Matcha-Dose realistisch erreichbar?
Metalldose (BPA-NI-Innenlack + Alu-Innenbeutel + N₂-Flush + Oxygen Absorber + Induktionssiegel): 18–24 Monate bei Lagerung unter 20 °C.
Pappdose mit Alu-Verbund-Liner (gleiche Abfüllparameter): 12–18 Monate.
Nach dem Öffnen gilt unabhängig vom Dosentyp: 3–6 Wochen Qualitätshaltbarkeit bei Culinary Grade, 2–4 Wochen bei Ceremonial Grade. Diesen Hinweis empfehlen wir immer auf der Verpackung zu kommunizieren — er schützt die Wahrnehmungsqualität deiner Marke.
Was bedeutet das BPA-Verbot VO (EU) 2024/3190 konkret für meine Metalldosen?
Was das für dich bedeutet: Du musst von deinem Dosenlieferanten eine aktualisierte Konformitätserklärung (DoC) einfordern, die explizit den BPA-freien Status des Innenlacks bestätigt. Zulässige Alternativen sind Polyester-Lacksysteme, TMBPF-basierte Epoxy-Systeme und Acryl-Emulsionen — zusammengefasst unter dem Begriff „BPA-NI" (Not Intentionally Added). OH!S prüft diese Dokumentation im Rahmen der Abfüllvorbereitung.
Was ist der Unterschied zwischen Induktionssiegel und Peel-Off-Alu-Membran?
Das Induktionssiegel sitzt als Alu-Membran im Liner des Schraubdeckels. Ein elektromagnetisches Hochfrequenzfeld erhitzt sie in unter einer Sekunde und verschweißt sie mit dem Dosenrand. Der Verbraucher öffnet den Schraubdeckel und findet darunter die intakte Membran, die er separat abzieht — danach schließt er die Dose mit dem Schraubdeckel wieder. Ideal für Wiederverschluss-Konzepte.
Die Peel-Off-Alu-Membran ist eine vollflächige Folie, die direkt auf den Dosenrand aufgeschweißt wird. Der Verbraucher zieht sie an einer Zuglasche ab — klassischer Erstöffnungsschutz, typisch für Stülpdeckel-Dosen. Kein Wiederverschluss im Deckel nötig.
Was ist N₂-Flush und warum ist er für Matcha wichtig?
Zielwerte: unter 1 % Restsauerstoff (Standard), unter 0,5 % (Premium), unter 0,1 % in Kombination mit Vorvakuum und Sauerstoffabsorber. Der Unterschied ist erheblich: Bei 21 % Sauerstoff (Luft) beginnt die Oxidation der Catechine und des Chlorophylls innerhalb von Wochen. Bei unter 0,5 % Restsauerstoff ist die Reaktionsrate so weit gedrosselt, dass das MHD auf 18–24 Monate steigt. OH!S setzt N₂-Flush standardmäßig bei sauerstoffempfindlichen Pulvern ein.
Welche Dosengröße ist für einen Matcha-Launch sinnvoll?
20–40 g: Internationaler Standard für Ceremonial Grade — entspricht 10–20 Usucha-Portionen und wird binnen 3–4 Wochen aufgebraucht, was die Qualität nach dem Öffnen sichert.
40–100 g: Culinary Grade, Latte-Mixes, Superfood-Anwendungen, Café-Gebinde.
Über 100 g: Hier empfehlen wir auf wiederverschließbare Standbeutel zu wechseln. Eine Dose dieser Größe bleibt zu lange offen — der Verbraucher erlebt die zweite Hälfte als qualitativ schlechter und verbindet das mit deiner Marke.
Du bist unsicher, welches Format zu deinem Konzept passt? Wir beraten dich kostenlos: Anfrage stellen →
Muss ich MOSH/MOAH-Prüfungen für meine Matcha-Pappdose einplanen?
Die einfachste Lösung: ein funktionaler Alu-Verbund-Liner als Innenbeschichtung eliminiert das Risiko praktisch vollständig. Alternativ ausschließlich Frischfaser-Karton verwenden (keine Recyclingfaser). MOSH/MOAH-Screening gehört in das Freigabekonzept jeder neuen Charge, wenn kein Liner verbaut ist.
Was ist die Mindestbestellmenge (MOQ) für eine bedruckte Custom-Matcha-Dose?
Etikett auf Standarddose: ab 50–100 Stück — günstigster Einstieg mit voller Designfreiheit, ideal für Tests und MVP-Launches.
Digitaldruck direkt auf Pappdose: ab ca. 500 Stück — gut für Launch-Auflagen und regionale Märkte.
Offsetdruck Pappdose (Wickelmantel): ab 3.000 Stück.
Offsetdruck Metalldose 4c: ab 3.000–10.000 Stück.
Custom-Dosenform (eigenes Tiefziehwerkzeug): ab 30.000–50.000 Stück, plus einmalige Werkzeugkosten.
Für ein konkretes Angebot zu deiner gewünschten Menge und deinem Format: Unverbindlich anfragen →
Kann OH!S auch Bio-Matcha in Dosen abfüllen?
Was schreibt die PPWR (EU) 2025/40 ab 2026 für Matcha-Dosen vor?
Recyclingfähigkeit: Alle Verpackungen müssen bis 01.01.2030 recyclingfähig sein (Klassen A–C nach harmonisierten EU-Kriterien).
Rezyklatquoten: Mindestrezyklatanteile in Kunststoffverpackungen steigen schrittweise — bis 2040 auf 65 %.
QR-Code-Pflicht: Ab 2027 müssen Verpackungen digital mit Produktinformationen verknüpft sein.
Leerraum-Begrenzung: Max. 50 % Leerraum in Gruppenverpackungen.
Für Matcha-Dosen bedeutet das: Metalldosen aus Stahl/Aluminium sind unkritisch (bereits zu 85–90 % recyclebar). Alu-Verbund-Liner in Pappdosen müssen auf Recyclingfähigkeit geprüft werden — Mono-Material-Lösungen sind in Entwicklung. Wir halten unsere Kunden laufend über regulatorische Änderungen auf dem Stand.
Wie läuft die Matcha-Abfüllung bei OH!S ab — und wie lange dauert es?
Woche 1: Kick-off-Gespräch — Qualitätsstufe, Dosenwahl, MHD-Ziel, Zertifizierungsbedarf klären.
Woche 1–2: Dosen-Spezifikation — Format, BPA-NI-Nachweis des Lieferanten, Liner, Versiegelungskonzept festlegen.
Woche 2–3: Regulatorik-Check — DoC-Prüfung, MOSH/MOAH-Bewertung, Bio-Konformität (falls relevant).
Woche 3–5: Probeabfüllung — N₂-Flush, Versiegelungstest, Restsauerstoff-Messung, Sensorik.
Woche 5–7: Analytik & Freigabe — Schwermetall, Mikrobiologie, Wasseraktivität, ggf. Bio-Kontrollstellen-Abnahme.
Woche 7–10: Serienproduktion & Lieferung mit vollständigem CoA und Lieferdokumenten.
Starte jetzt mit einer unverbindlichen Anfrage: Projekt besprechen →
Quellen
[2] Verordnung (EU) Nr. 10/2011 — Kunststoffe im Lebensmittelkontakt. eur-lex.europa.eu
[3] Verordnung (EU) 2023/2006 — GMP für Lebensmittelkontaktmaterialien.
[4] Verordnung (EU) 2024/3190 — Beschränkung von BPA in FCM (19.12.2024). eur-lex.europa.eu
[5] Verordnung (EU) 2025/40 — Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR, 22.01.2025). eur-lex.europa.eu
[6] Verordnung (EU) 2018/848 — Ökologische/biologische Produktion. eur-lex.europa.eu
[7] EFSA — Scientific Opinion on Mineral Oil Hydrocarbons in food (2023). efsa.europa.eu
[8] BfR — Empfehlung XXXVI „Papiere, Kartons und Pappen für den Lebensmittelkontakt" (Revision Oktober 2025). bfr.bund.de
[9] LFGB §§ 30, 31 — Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch. gesetze-im-internet.de
[10] EuPIA — Good Manufacturing Practice for Printing Inks on Food Contact Materials (2023). eupia.org
[11] Lee, H. et al. (2020): Effect of storage temperature on antioxidant activity and catechin stability of Matcha. Food Science & Nutrition 8(8), 4098–4105. ncbi.nlm.nih.gov
[12] Kochman, J. et al. (2021): Health Benefits and Chemical Composition of Matcha Green Tea — A Review. Molecules 26(1), 85. doi.org
[13] OH!S GmbH — Pappdosen & Papphülsen. oh-service.com