Rohstoff-Lexikon › Creatin Monohydrat
Creatin Monohydrat
Der wissenschaftlich am besten belegte Leistungs-Rohstoff für moderne NEM-Konzepte
Creatin Monohydrat ist die stabilste und am besten erforschte Form von Creatin – einer körpereigenen organischen Säure, die im Energiestoffwechsel der Muskelzellen eine zentrale Rolle spielt. In der Nahrungsergänzungsmittel-Industrie ist das Monohydrat einer der gefragtesten Rohstoffe überhaupt, weil es als einziger Sportnährstoff gleich zwei zugelassene EFSA-Health-Claims besitzt und sich kosteneffizient zu Pulvern, Kapseln und Tabletten verarbeiten lässt. Dieser Lexikoneintrag liefert Produktentwicklern und Einkäufern die fachliche Grundlage für fundierte Entscheidungen rund um Rohstoff, Galenik, Regulatorik und Produktion.
§ 01 — SteckbriefTechnische Daten & Synonyme
Für Produktentwickler und Einkäufer sind präzise Spezifikationen unverzichtbar. Wichtig ist dabei die saubere Unterscheidung zwischen wasserfreiem Creatin (Anhydrat) und dem in der Praxis nahezu ausschließlich verwendeten Monohydrat. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten chemisch-physikalischen Eckdaten zu Creatin Monohydrat zusammen:
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name (IUPAC) | 2-[Carbamimidoyl(methyl)amino]essigsäure (Monohydrat); klassisch: N-(Aminoiminomethyl)-N-methylglycin |
| Synonyme / Trivialnamen | Kreatin, Creatine, Methylguanidoessigsäure, N-Amidosarkosin; Markenrohstoff: Creapure® |
| CAS-Nummer | 6020-87-7 (Monohydrat) · 57-00-1 (Anhydrat) |
| EG-Nummer | 611-954-8 (Monohydrat) |
| Summenformel | C₄H₉N₃O₂ · H₂O (Monohydrat) · C₄H₉N₃O₂ (Anhydrat) |
| Molare Masse | 149,15 g/mol (Monohydrat) · 131,13 g/mol (Anhydrat) |
| Creatin-Anteil im Monohydrat | ca. 87,9 % → 3,41 g Monohydrat liefern 3 g reines Creatin |
| Physikalische Eigenschaften | Weißes, kristallines, nahezu geruchloses Pulver |
| Löslichkeit | Mäßig wasserlöslich (ca. 13–14 g/l bei 20 °C), steigend mit der Temperatur |
| Schmelzpunkt | ca. 292 °C (unter Zersetzung) |
| Herkunft (kommerziell) | Chemische Synthese (Sarkosin + Cyanamid) – frei von tierischen Bestandteilen, vegan |
| Standardisierung | typ. ≥ 99,9 % Reinheit; Dicyandiamid, Dihydrotriazin & Schwermetalle unter Grenzwerten |
§ 02 — HerkunftHerkunft & Gewinnung
Creatin ist eine natürliche organische Säure, die in Wirbeltieren vorkommt. Der menschliche Körper bildet täglich rund ein bis zwei Gramm selbst – vor allem in Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse – und nutzt dafür die Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin. Über die Nahrung liefern hauptsächlich rotes Fleisch und Fisch zusätzliche Mengen. Rund 95 Prozent des gesamten Bestandes sind im Skelettmuskel gespeichert.
Für den Einsatz in Nahrungsergänzungsmitteln wird Creatin heute praktisch ausschließlich synthetisch hergestellt, meist ausgehend von Sarkosin (N-Methylglycin) und Cyanamid. Dieses Verfahren garantiert hohe Reinheit und schließt Verunreinigungen tierischen Ursprungs sicher aus. Dadurch ist der industriell gewonnene Rohstoff ohne Einschränkung für vegane Produktkonzepte geeignet – ein klarer Formulierungsvorteil gegenüber tierischen Rohstoffen.
Achten Sie auf eine dokumentierte Lieferkette und einen klar deklarierten Reinheitsgrad. Der in Deutschland produzierte Markenrohstoff Creapure® gilt als Referenz für hohe Reinheit; für sportnahe Marken kann zusätzlich eine Listung bei der Kölner Liste® oder Informed Sport ein wertvolles Verkaufsargument sein.
§ 03 — WirkprofilWirkprofil & Mechanismus von Creatin Monohydrat
Der entscheidende Wirkstoff ist das Creatin selbst, das im Monohydrat in seiner stabilsten Form vorliegt. Sein Wirkprofil beruht vollständig auf seiner Funktion im zellulären Energiestoffwechsel und ist damit eines der am besten verstandenen unter allen Sportnährstoffen.
Das Phosphocreatin-System
Im Muskel wird Creatin zu Phosphocreatin umgewandelt – einem schnell verfügbaren Energiespeicher. Bei kurzer, intensiver Belastung überträgt Phosphocreatin seine Phosphatgruppe mithilfe des Enzyms Creatinkinase auf Adenosindiphosphat (ADP) und regeneriert so rasch Adenosintriphosphat (ATP), die primäre Energiewährung der Zelle. Eine höhere Verfügbarkeit im Muskel kann diesen Prozess unterstützen.
Abbau und Speicherung
Pro Tag wird ein Teil des Bestandes nicht-enzymatisch zu Creatinin abgebaut und über die Nieren ausgeschieden. Dieser Verlust wird über körpereigene Synthese und Nahrung ausgeglichen. Eine Supplementierung erhöht den Sättigungsgrad der Muskelspeicher – die biochemische Grundlage der von der EFSA bestätigten Wirkungen, die in den Abschnitten zu Wissenschaft und Regulatorik genauer eingeordnet werden.
§ 04 — ForschungsstandWissenschaftlicher Stand
Die Datenlage ist außergewöhnlich robust: Es zählt zu den am intensivsten untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt, mit weit über 500 begutachteten Publikationen. Das Positionspapier der International Society of Sports Nutrition (ISSN) bezeichnet Creatin Monohydrat als wirksamste und sicherste Form zur Steigerung der Leistung bei hochintensiver Belastung und zum Aufbau fettfreier Masse in Kombination mit Training.
Über die zugelassenen Wirkungen hinaus wird der Stoff in der Literatur breit diskutiert – etwa für den Muskelerhalt im Alter (Sarkopenie-Prävention), die Regeneration und die kognitive Leistung unter Belastung wie Schlafmangel. Diese Felder sind Gegenstand laufender Forschung, dürfen aber nicht gesundheitsbezogen beworben werden, solange kein entsprechender Health Claim zugelassen ist.
Aktuelle Forschungsdaten finden sich gebündelt in der Datenbank der U.S. National Library of Medicine (PubMed) ↗, die einen umfassenden Überblick über laufende und abgeschlossene Studien zu Creatin bietet.
Auch wenn Studien Hinweise auf weitere Effekte liefern: Werblich nutzbar sind ausschließlich die beiden zugelassenen EFSA-Claims. Aussagen zu Muskelaufbau, Regeneration oder Kognition gehören – wenn überhaupt – in den redaktionellen Kontext, nicht auf das Etikett.
§ 05 — AnwendungAnwendungsbereiche & Produktkonzepte
Die primäre Anwendung liegt im Bereich der Sport- und Fitnessprodukte. Durch die zwei zugelassenen Claims und die hervorragende Datenlage ist es zudem ein starker Anker für Longevity- und Healthy-Aging-Konzepte. Aus B2B-Sicht ist der Rohstoff wegen seiner Stabilität und günstigen Rohstoffkosten besonders attraktiv – ein idealer Kandidat für White-Label-Supplements unter eigener Marke.
Geeignete Darreichungsformen
Als trockenes Pulver ist Creatin Monohydrat sehr stabil und damit ideal für Dosen, Doypacks, Sticks, Kapseln und Tabletten. Kritisch wird es in feuchter oder saurer Umgebung: Über die Zeit wandelt es sich dort zum unwirksamen Creatinin um. Für trinkfertige Getränke, Gele oder Riegel mit hoher Restfeuchte ist es daher nur eingeschränkt geeignet, wenn lange Haltbarkeiten gefordert sind. Eine mikronisierte Qualität verbessert die Dispergierbarkeit in Flüssigkeit spürbar.
Typische Produktkonzepte
Aus dem Rohstoff lassen sich sehr unterschiedliche Produktlinien ableiten. Verbreitete Konzepte sind:
- Monopräparate: reines Creatin-Pulver in Dose oder Doypack sowie Kapseln und Tabletten – die klassische, transparente Variante mit kurzer Zutatenliste.
- Pre- und Post-Workout-Formeln: Creatin als Schlüsselkomponente, kombiniert etwa mit L-Citrullin, Beta-Alanin, Koffein oder – nach dem Training – mit Kohlenhydraten und Proteinen.
- Longevity & 50+: ein Konzept für die Zielgruppe über 55, das gezielt den zweiten EFSA-Claim nutzt und sich mit Vitamin D3, Magnesium oder Kollagen ergänzen lässt.
- Vegane Sporternährung: da pflanzliche Ernährung praktisch kein Creatin liefert, ist ein vegan zertifiziertes Produkt – etwa mit Erbsen- oder Reisprotein und essenziellen Aminosäuren – eine sinnvolle Ergänzung.
§ 06 — RegulatorikRegulatorik & Zulassung
Als Stoff für Nahrungsergänzungsmittel ist das Monohydrat in der EU etabliert und gilt nicht als neuartiges Lebensmittel im Sinne der Novel-Food-Verordnung (EU) 2015/2283. Anders sieht es bei einigen Spezialformen aus: Creatinmalat und Creatin-Alpha-Ketoglutarat werden als neuartig eingestuft und sind aktuell nicht zugelassen. Für die rechtssichere Vermarktung ist das Monohydrat damit klar die risikoärmste Wahl.
Nicht jede „innovative" Creatin-Verbindung ist verkehrsfähig. Wer auf exotische Salze setzt, sollte den Novel-Food-Status vor Produktionsstart zwingend klären – ein nicht zugelassener Rohstoff kann zu Marktrücknahmen, Zollblockaden und Bußgeldern führen.
EFSA Health Claims (Stand 2026)
Für Creatin sind zwei gesundheitsbezogene Angaben zugelassen, deren Wortlaut auf dem Etikett unverändert übernommen werden muss. Der erste Claim aus der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 lautet:
„Kreatin erhöht die körperliche Leistung bei Schnellkrafttraining im Rahmen kurzzeitiger intensiver körperlicher Betätigung."
Bedingung: Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 3 g Creatin ein; die Angabe richtet sich an Erwachsene, die intensive körperliche Betätigung ausüben. Der zweite, jüngere Claim aus der Durchführungsverordnung (EU) 2017/672 (wissenschaftliche Basis: EFSA-Gutachten 2016) lautet:
„Die tägliche Einnahme von Kreatin kann die Wirkung von Krafttraining auf die Muskelkraft von Erwachsenen über 55 Jahre steigern."
Bedingung: 3 g Creatin täglich in Kombination mit regelmäßigem Krafttraining (mindestens dreimal wöchentlich über mehrere Wochen in entsprechender Intensität). Wichtig für die Produktplanung: Ein beantragter kognitiver Health Claim wurde 2025 von der EU-Kommission abgelehnt – Aussagen zur Verbesserung der geistigen oder kognitiven Funktion sind damit nicht zulässig. Den verbindlichen Wortlaut und alle Bedingungen sollten Sie stets im EU-Recht und EU-Register ↗ gegenprüfen.
§ 07 — SicherheitSicherheit & Kontraindikationen
Das Monohydrat zählt zu den sichersten Sportnährstoffen. Bereits 2004 bewertete die EFSA eine tägliche Aufnahme von 3 g als unbedenklich, sofern der Rohstoff von ausreichender Reinheit ist. Bei der Verarbeitung im industriellen Maßstab und in der Endprodukt-Kommunikation sind dennoch einige Punkte zu beachten:
- Sichere Tagesmenge: 3 g Creatin pro Tag (≈ 3,41 g Monohydrat) gelten für gesunde Erwachsene als unbedenklich; die DGE-Arbeitsgruppe Sporternährung stuft bis zu 5 g Monohydrat täglich als sicher ein.
- Risikogruppen: Personen mit vorbestehenden Nieren- oder Lebererkrankungen sollten vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen; für Schwangere und Stillende fehlen ausreichende Daten – ärztliche Rücksprache ist ratsam.
- Nieren & Laborwerte: Creatin kann den Serum-Kreatinin-Wert erhöhen, ohne die Nieren zu schädigen, da Kreatinin lediglich ein Abbauprodukt ist. Als alternativer Marker eignet sich Cystatin C.
- Nebenwirkungen: in marktüblichen Dosen gut verträglich; häufig kommt es zu einer leichten Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung in der Muskulatur.
- Sportrecht: Creatin steht nicht auf der WADA-Verbotsliste und ist im Leistungssport erlaubt.
Beim Umgang mit dem feinen Pulver entsteht Staub – geeignete Schutzausrüstung (Atemschutz FFP2, Schutzbrille) ist erforderlich. Lagerung kühl (unter 25 °C), trocken und lichtgeschützt, um Verklumpung und Qualitätsverlust zu vermeiden.
§ 08 — EinkaufQualitätskriterien beim Einkauf von Creatin Monohydrat
Wer Creatin Monohydrat in den Markt bringt, steht vor der Aufgabe, einen Rohstoff zu beschaffen, der hinsichtlich Reinheit, Verunreinigungsprofil und Lieferkontinuität Premium-Anforderungen genügt. Die folgenden Kriterien haben sich in der Praxis bewährt:
- Reinheit ≥ 99,9 % mit definierter Spezifikation und engem Schwankungsbereich.
- Analysenzertifikat (CoA) pro Charge mit Quantifizierung sowie Screening auf Schwermetalle, Mikrobiologie und die syntheserelevanten Verunreinigungen Dicyandiamid und Dihydro-1,3,5-triazin.
- Partikelqualität: mikronisierte Ware (z. B. 200 Mesh) für bessere Dispergierbarkeit und gleichmäßige Tablettierung bzw. Kapselfüllung.
- Zertifizierungen: IFS Food, GMP, HACCP oder gleichwertig; auf Wunsch Bio-Verarbeitung und Vegan-Nachweis.
- Lieferkontinuität: mindestens zwei qualifizierte Lieferquellen und schriftliche Liefergarantien.
- Technische Datenblätter mit Angaben zu Schüttdichte, Partikelgröße und Restfeuchte – relevant für Lohnmischen, Tablettierung und Kapselfüllung.
Als IFS-, HACCP- und Bio-zertifizierter Lohnhersteller verarbeiten wir den Rohstoff staubarm und homogen – als reines Pulver in Dosen und Doypacks, als Tabletten oder per Lohnabfüllung in Kapseln. Auf Wunsch beraten wir zu synergetischen Kombinationen und passender Verpackung mit Feuchte- und Aromaschutz.
§ 09 — SchnellantwortenHäufig gestellte Fragen zu Creatin Monohydrat
Was ist Creatin Monohydrat und warum ist es für Hersteller relevant?
Creatin Monohydrat ist die stabilste und am besten erforschte Form von Creatin – einer körpereigenen Substanz aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin. Für Hersteller ist Creatin Monohydrat relevant, weil es zwei zugelassene EFSA-Health-Claims besitzt, vegan herstellbar ist und sich kosteneffizient zu Pulvern, Kapseln und Tabletten verarbeiten lässt.
Wo kommt Creatin natürlich vor?
Creatin wird im menschlichen Körper in Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse gebildet; etwa 95 Prozent sind im Skelettmuskel gespeichert. Über die Nahrung liefern vor allem rotes Fleisch und Fisch nennenswerte Mengen. Da pflanzliche Lebensmittel praktisch kein Creatin enthalten, sprechen vegan lebende Menschen auf eine Supplementierung mit Creatin Monohydrat häufig besonders deutlich an.
Welche Dosierung von Creatin Monohydrat ist marktüblich?
Marktüblich ist eine tägliche Erhaltungsdosis von 3 bis 5 g Creatin Monohydrat, wobei der für den EFSA-Claim relevante Wert bei 3 g Creatin pro Tag liegt (entspricht rund 3,41 g Monohydrat). Eine optionale Ladephase mit etwa 20 g täglich über fünf bis sieben Tage füllt die Speicher schneller, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Welche Darreichungsformen eignen sich für Creatin Monohydrat?
Als trockenes Pulver ist Creatin Monohydrat sehr stabil und eignet sich für Dosen, Doypacks, Sticks, Kapseln und Tabletten. In feuchten oder sauren Flüssigkeiten wandelt es sich mit der Zeit zum unwirksamen Creatinin um – fertig angemischte Getränke, Gele oder Riegel mit hoher Restfeuchte sind daher für lange Haltbarkeiten weniger geeignet.
Worauf müssen Hersteller bei der Creatin Monohydrat Lohnabfüllung achten?
Wichtig sind eine staubarme, homogene Verarbeitung, eine lichtundurchlässige und feuchtigkeitsdichte Verpackung sowie ein Chargen-Analysenzertifikat. Geprüft werden sollten Reinheit, Schwermetalle sowie die Verunreinigungen Dicyandiamid und Dihydrotriazin. Vor Produktionsstart ist außerdem die regulatorische Einordnung des gewählten Rohstoffs zu klären.
Welche Creatin-Form ist die beste für ein Produkt?
Für die meisten Produkte ist Creatin Monohydrat die beste Wahl: Es ist die am besten erforschte, wirksamste und kosteneffizienteste Form. Alternativen wie Creatin HCl, Citrat oder gepufferte Varianten zeigen keine konsistenten Vorteile. Creatinmalat und Creatin-Alpha-Ketoglutarat gelten in der EU zudem als neuartige Lebensmittel und sind nicht zugelassen.
Hat Creatin Monohydrat Nebenwirkungen?
Creatin Monohydrat gilt für gesunde Erwachsene als gut verträglich. Häufig kommt es zu einer leichten Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung in der Muskulatur. Der Serum-Kreatinin-Wert kann ansteigen, ohne dass die Nieren geschädigt werden, da Kreatinin ein Abbauprodukt ist. Bei bestehenden Nierenerkrankungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit ist ärztliche Rücksprache ratsam.
Wie ist Creatin in der EU regulatorisch eingestuft?
Creatin Monohydrat ist als Stoff für Nahrungsergänzungsmittel etabliert und gilt nicht als neuartiges Lebensmittel. Für die Werbung sind ausschließlich die beiden zugelassenen EFSA-Health-Claims zulässig – zur körperlichen Leistung bei Schnellkrafttraining sowie zur Muskelkraft bei Erwachsenen über 55 Jahre. Ein kognitiver Health Claim wurde 2025 von der EU-Kommission abgelehnt.
§ 10 — SchlussFazit: Creatin Monohydrat als Rohstoff mit Substanz
Creatin Monohydrat ist kein kurzlebiger Trend, sondern einer der am besten belegten Rohstoffe der gesamten Supplement-Branche. Die Kombination aus zwei zugelassenen EFSA-Claims, exzellenter Sicherheitsbilanz, veganer Herstellbarkeit und niedrigen Rohstoffkosten macht ihn zu einem verlässlichen Fundament für Marken im Sport-, Fitness- und Longevity-Segment.
Entscheidend für den Erfolg sind Rohstoffqualität und die richtige Galenik: ein hochreines, mikronisiertes Monohydrat, ein lückenloses Analysenzertifikat und eine Darreichungsform, die der Feuchteempfindlichkeit Rechnung trägt. Wer auf exotische Creatin-Salze schielt, sollte den Novel-Food-Status vorab klären – in den meisten Fällen ist das Monohydrat ohnehin die wirksamere und rechtssicherere Wahl.
Für Produktentwickler, die mit Creatin Monohydrat in den Markt einsteigen, empfiehlt sich als erster Schritt die Klärung von Konzept, Zielgruppe und Galenik – erst dann folgen Rezeptur und Produktion. Die OH!S GmbH begleitet Sie dabei von der ersten Rohstoffkalkulation bis zum fertigen Endprodukt.
Ihr Rohstoff. Ihre Marke. Unsere Produktion.
Als IFS-zertifizierter Lohnhersteller und Verpackungspartner begleiten wir Sie von der Rohstoffauswahl bis zum fertigen Creatin Monohydrat Produkt — skalierbar, zuverlässig, transparent.
Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich als fachliche Grundlage für Produktentwickler und Geschäftskunden der OH!S GmbH. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und sind nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt. Für die finalen Produkt-Claims und die Einhaltung der Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 ist der jeweilige Inverkehrbringer verantwortlich. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und auf Basis verfügbarer wissenschaftlicher Literatur zusammengestellt; eine Haftung für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit wird nicht übernommen.
Quellen & weiterführende Literatur
- Kreider, R. B. et al. (2017). International Society of Sports Nutrition position stand: safety and efficacy of creatine supplementation in exercise, sport, and medicine. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 14, 18. PubMed ↗
- Antonio, J. et al. (2021). Common questions and misconceptions about creatine supplementation: what does the scientific evidence really show? Journal of the International Society of Sports Nutrition, 18(1), 13. PubMed ↗
- Antonio, J. et al. (2025). Part II. Common questions and misconceptions about creatine supplementation: what does the scientific evidence really show? Journal of the International Society of Sports Nutrition, 22(1), 2441760. PubMed ↗
- EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (2011). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to creatine and increase in physical performance during short-term, high intensity, repeated exercise bouts. EFSA Journal, 9(7), 2303. EFSA ↗
- EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (2016). Creatine in combination with resistance training and improvement in muscle strength. EFSA Journal, 14(2), 4400. EFSA ↗
- Europäische Kommission (2012). Verordnung (EU) Nr. 432/2012 – Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben. EUR-Lex ↗
- Europäische Kommission (2017). Durchführungsverordnung (EU) 2017/672 – Zulassung einer gesundheitsbezogenen Angabe (Kreatin, Muskelkraft > 55 Jahre). EUR-Lex ↗
- Verbraucherzentrale (2025). Kreatin: Wirkung, Risiken und was beim Kauf wichtig ist. Verbraucherzentrale ↗
- EFSA Scientific Panel (2004). Opinion on creatine monohydrate for use in foods for particular nutritional uses. EFSA Journal, 36, 1–6. EFSA ↗
Wissens-Sammelpack, Schnack-Liebhaber und Verpackungs-Allrounder in Personalunion. Das offene Geheimnis: Hinter Sam steckt kein einzelner Mensch, sondern das ganze OH!S-Team – über 25 Jahre Verpackungs- und Lohnabfüll-Kompetenz, gebündelt in einer ehrlichen Stimme. Lebensmotto: „Some we pack, some we schnack!"