Sachets in Faltkarton-Box — Portionsverpackungen für Lebensmittel, NEM, Kosmetik und Pharma von OH!S

Sachets — der technische Leitfaden für Abfüller, Markeninhaber & Produktentwickler

📅 Stand: April 2026 ⏱ Lesezeit: ca. 15 Min. 👤 OH!S Fachredaktion Lohnabfüllung
IFS-Food zertifiziert EU-Bio & Demeter PPWR-Ready VFFS & HFFS Monomaterial-fähig
Sachets — Kurzfassung für Einkäufer & Produktentwickler

Sachets sind flexible Portionsverpackungen aus drei- oder vierseitig versiegelten Folienverbunden — konzipiert für exakt dosierte Einzelportionen von Pulvern, Pasten, Flüssigkeiten oder Granulaten. Sie verbinden absolute Hygiene, brillante Markenkommunikation auf großer Druckfläche und industrielle Skalierbarkeit. Die technologische Transformation zum Monomaterial-Sachet ist dabei der Schlüssel zur Erfüllung der EU-Verpackungsverordnung PPWR 2025/40. Die wichtigsten Entscheidungsgrundlagen:

  • Füllvolumen: 0,5 ml bis 50 g bzw. 50 ml — skalierbar auf VFFS/HFFS-Anlagen
  • Barriere: Alu-Verbund oder SiOx/AlOx-beschichtetes Monomaterial — OTR unter 0,1 cm³/m²·Tag
  • PPWR 2025/40: Recyclingfähigkeit ab 01.01.2030 Pflicht — Monomaterial-Sachets sind PPWR-Ready
  • MOQ bei OH!S: Kleinserien für Start-ups bis industrielle Großauflagen flexibel planbar
  • Compliance: VO 1935/2004, VO 10/2011, VO 2024/3190 (BPA-Verbot), EU-Bio, IFS-Food

Was ist ein Sachet? Definition & Morphologie

Ein Sachet (abgeleitet aus dem Französischen für „kleines Säckchen") ist eine flexible, flache Portionsverpackung, die durch thermisches oder ultraschallbasiertes Versiegeln von Folienkanten entsteht. In der klassischen Ausführung handelt es sich um einen Drei- oder Vier-Rand-Siegelbeutel. Gefertigt aus hochentwickelten Kunststoff-Monofolien, Papierverbunden oder hauchdünnem Aluminium, dient das Sachet primär der absolut hygienischen, luft-, feuchtigkeits- und lichtdichten Verpackung von festen, pulverförmigen, pastösen oder flüssigen Gütern in exakt definierten Kleinmengen.

Die Konstruktion folgt einem einfachen, aber präzisen Prinzip: Zwei aufeinanderliegende Folienlagen werden entlang der Ränder miteinander versiegelt, nach der Befüllung wird die letzte offene Kante geschlossen. Was trivial klingt, ist in Wahrheit eine hochpräzise Fertigungsdisziplin — denn jede einzelne Siegelnaht entscheidet über Dichtigkeit, Barriere-Integrität und damit über die gesamte Produkthaltbarkeit.

Warum Sachets?

Sachets sind die technisch präziseste Antwort auf einen klar definierten Bedarf: exakt dosierte Einzelportionen mit maximaler Barriereleistung bei minimalem Materialeinsatz. Kein anderes Format verbindet Hygiene, Haltbarkeit, On-the-go-Fähigkeit und großflächige Markenkommunikation so effizient.

Größenordnungen und Füllvolumen

Die Abfüllung in Sachets erfolgt in Volumina von 0,5 ml bis rund 50 g (pulverförmig) oder bis zu 50 ml (flüssig/pastös). Typische Einsatzbereiche und ihre Standardgrößen:

Anwendung Typische Füllmenge Format Branche
Kosmetik-Sample 0,5 – 3 ml Flach, 4-Rand Magazin, Launch-Sampling
Soßen & Condiments 5 – 25 ml Flach oder Twin QSR-Gastronomie, Lieferdienste
Getränkepulver (NEM) 3 – 15 g Stickpack bevorzugt Superfoods, Vitamin-Shots
Gewürze & Würzsalze 2 – 10 g Flach, 3-Rand Grillmischungen, Instant-Küche
Kosmetische Creme 2 – 15 ml Flach oder Shaped Hotel-Amenities, Travel-Sets
Pharma-Granulat 1 – 8 g Stickpack oder Strip OTC, rezeptfreie Präparate

Sachet-Typen: Twin, Triplet, Strip & Shaped Sachets

Neben dem flachen Standard-Sachet für klassische Single-Serve-Anwendungen existieren hochspezialisierte Derivate, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen:

Twin- und Triplet-Sachets

Zwei- oder Drei-Kammern-Systeme, die durch Perforationen oder Schwachsiegelnähte voneinander getrennt sind. Sie ermöglichen die isolierte Aufbewahrung reaktiver Komponenten bis zum unmittelbaren Nutzungsmoment — relevant für:

  • Zwei-Komponenten-Klebstoffe in der Industrie
  • Komplementäre Kosmetika (z. B. Aktivserum + Aktivator)
  • Instant-Getränke mit separaten Geschmacks- und Funktionskomponenten
  • Duo-Saucen für die Gastronomie (z. B. Ketchup + Senf in einer Verpackung)

Strip-Sachets

Aneinanderhängende Beutelketten, die als Streifen abgetrennt werden können. Besonders im Pharma- und NEM-Bereich gewährleisten sie chronologische Dosierung und hohe Einnahmetreue über definierte Zeiträume (Tagesblister, Wochenpläne). Jedes einzelne Sachet ist mit Produktdatum, Chargennummer oder Tagesbezeichnung bedruckbar — ein entscheidender Vorteil für Therapietreue und Compliance-Tracking.

Shaped Sachets (Formbeutel)

Asymmetrisch gestanzte Sonderformen mit der Geometrie des Markenlogos, eines Produktumrisses oder einer emotional aufgeladenen Silhouette. Am Point of Sale sind sie das stärkste differenzierende Regal-Signal — besonders wirksam für Launches, Limited Editions und Geschenksets. Nachteil: höhere Werkzeugkosten und reduzierte Maschinengeschwindigkeit in der Produktion.

Sachet vs. Stickpack — die technische Abgrenzung

In der industriellen Lohnabfüllung werden die Termini „Sachet" und „Stickpack" häufig synonym verwendet. Technologisch, geometrisch und ökonomisch weisen sie jedoch signifikante Unterschiede auf, die für die strategische Verpackungswahl kritisch sind:

Kriterium Sachet (flach) Stickpack
Geometrie Breit, flach, quadratisch oder rechteckig Schlank, länglich (L:B = 3:1 bis 5:1)
Siegelnähte Drei oder vier Randsiegelnähte Eine Längs- und zwei Quernähte
Materialverbrauch Relativ hoch (große Siegelflächen) Gering (bis zu 30 % weniger Folie)
Applikation Pasten, Lotionen, Feuchttücher, Saucen Pulver, Granulate, Getränkemixe
Druckfläche Groß, zusammenhängend — ideal für Branding Schmal, länglich — limitierte Designmöglichkeit
Öffnungsprinzip Seitlich aufreißen (Laser Scoring) Kopfseitig knicken oder reißen
Konsument-Use Entnehmen, auftragen, ausdrücken Einschütten, trichterfrei in Flasche
Typische Füllmenge 1 – 50 ml/g 1 – 15 g (primär Trockenprodukte)

Faustregel für die Wahl: Sachets wählen, wenn die Druckfläche für das Branding entscheidend ist oder pastöse/flüssige Füllgüter portioniert werden sollen. Stickpacks wählen, wenn On-the-go-Konsum, Pulverhandling oder Materialersparnis im Vordergrund stehen.

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Anatomie eines Sachets: der mehrschichtige Aufbau

Ein High-Performance-Sachet besteht typischerweise aus drei funktionalen Schichten, die jeweils eine spezifische Aufgabe erfüllen. Die gesamte Folienstruktur ist nur 40–80 µm dünn — und muss gleichzeitig als Barriere, Träger und Siegelmedium funktionieren:

Aufbau eines Sachets — Schichtstruktur mit Trägermaterial, Barriere-Shield und Siegelschicht, Beispiel Elektrolyte-Sachet von OH!S
Beispielaufbau eines Sachets für Elektrolyt-Pulver — Trägerschicht (PET/Papier), Barriere-Shield (Alu/EVOH) und Siegelschicht (PE/PP). © OH!S GmbH

Schicht 1 — Außen: Das Trägermaterial (bedruckbare Schicht)

Besteht meist aus PET, BOPP oder hochwertigem Kraftpapier. Diese Schicht dient der Markenkommunikation durch Druckbilder höchster Qualität (typischerweise 8–10-Farben-Rotogravur oder Flexodruck) und verleiht dem Sachet mechanische Stabilität sowie eine hochwertige Haptik. Die Oberflächenveredelung (Matt-Lack, Soft-Touch, UV-Hochglanz, Prägung) geschieht auf dieser Schicht.

Schicht 2 — Mitte: Das Barriere-Shield

Das Herzstück für die Haltbarkeit. Eine dünne Schicht aus Aluminium (7–12 µm) oder EVOH (Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer) bildet einen nahezu undurchdringlichen Schutzwall gegen Sauerstoff, UV-Licht und Feuchtigkeit. Moderne Alternativen setzen auf keramisch beschichtete Monofolien — SiOx (Siliziumoxid) oder AlOx (Aluminiumoxid), im Vakuum auf PP oder PE aufgedampft. Diese Lösungen erreichen Sauerstoffdurchlässigkeitsraten von unter 0,1 cm³/m²·Tag·bar und sind gleichzeitig PPWR-konform recyclingfähig.

Schicht 3 — Innen: Die Siegelschicht

Gefertigt aus PE (Polyethylen) oder PP (Polypropylen). Diese Schicht schmilzt beim thermischen oder Ultraschall-Siegeln und sorgt für die hermetische Dichtigkeit der Verbindung. Die Siegeltemperatur (120–180 °C je nach Material) und der Siegeldruck sind kritische Prozessparameter — bei OH!S werden beide bei jeder Produktionslinie inline überwacht, um Leckagen auszuschließen.

Zusätzliche Funktionselemente

Easy-Open-Technologie (Laser Scoring)

Eine per Laser mikroskopisch perforierte Linie ermöglicht dem Endverbraucher ein sauberes, gerades Aufreißen ohne Schere. Die Lasertiefe ist präzise einstellbar — nur die äußere Trägerschicht wird perforiert, die Barriere- und Siegelschicht bleiben vollständig intakt. Die Dichtigkeit ist bis zum Öffnungszeitpunkt gewährleistet.

Notch (Einrisskerbe)

Die traditionelle, mechanisch gestanzte Alternative zum Laser Scoring. Einfacher in der Produktion, aber weniger präzise im Öffnungserlebnis. Bei Premium-Produkten wird heute fast ausschließlich Laser Scoring eingesetzt.

Tear-Tab oder Re-Close

Für mehrmals verwendbare Sachets (z. B. bei Feuchttüchern) kommen wiederverschließbare Klebestreifen oder Zipper zum Einsatz. Diese Funktion vervielfacht die Material- und Siegelanforderungen und ist deshalb nur für bestimmte Produktkategorien wirtschaftlich sinnvoll.

Technische Spezifikationen für Einkauf & QM
Folien-Standards:
PET 12 µm / Alu 7–9 µm / LDPE 50 µm — klassischer Premium-Verbund
PET 12 µm / Metallisiertes BOPP 20 µm / LDPE 40 µm — mittlere Barriere
Mono-PP 60–80 µm mit SiOx/AlOx — PPWR-konform, recyclingfähig
Papier 40 g/m² / Alu 9 µm / LDPE 30 µm — hybride Papier-Lösung

Barrierewerte (Richtwerte):
Alu-Verbund: OTR < 0,01 cm³/m²·Tag, WVTR < 0,01 g/m²·Tag
SiOx-beschichtet: OTR 0,05–0,5 cm³/m²·Tag
Metallisiertes BOPP: OTR 0,5–2 cm³/m²·Tag
EVOH (relative Feuchte abhängig): OTR 0,1–1 cm³/m²·Tag

Siegelparameter:
PE-Siegelschicht: 120–160 °C, 0,2–0,5 MPa, 0,3–1,0 sek
PP-Siegelschicht: 140–180 °C, 0,3–0,6 MPa, 0,3–1,0 sek
Ultraschall-Siegeln: 20–40 kHz, Amplitude 10–30 µm

Typische Leistungsdaten VFFS/HFFS:
VFFS Pulver: 80–160 Zyklen/min
HFFS flüssig/pastös: 40–120 Zyklen/min
Stickpack-Linien: 120–240 Sticks/min je Spur (Mehrspurig bis 16 Spuren)

Materialevolution: von Multilayer zu Monomaterial

Historisch verließ sich die Verpackungsindustrie auf komplexe Verbundfolien (Multilayer-Laminate), um Sauerstoff- und Feuchtigkeitstransfer zu stoppen. Schichten aus PET, Polyvinylidenchlorid (PVDC), Aluminium und Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH) wurden zu untrennbaren Strukturen laminiert. Das Ergebnis: hervorragende Barriereleistung, aber vollständige Unrecyclierbarkeit.

Die europäische Verpackungsverordnung PPWR 2025/40, die bis 01.01.2030 eine vollumfängliche Recyclingfähigkeit (Design for Recycling) für alle Verpackungen vorschreibt, hat diese Architektur obsolet gemacht. Die Zukunft der Sachet-Verpackung liegt in innovativen, nachhaltigen Monomaterialien:

Keramisch beschichtete Monofolien (SiOx / AlOx)

Reine PP- oder PE-Strukturen werden im Vakuum mit einer ultradünnen, transparenten Schicht aus Siliziumoxid (SiOx) oder Aluminiumoxid (AlOx) bedampft. Diese Beschichtungen blockieren Sauerstoff und Feuchtigkeit nahezu vollständig — ohne den Recyclingprozess des Kunststoffs zu stören. Das Beschichtungsverfahren (Plasma- oder Elektronenstrahl-PVD) ist industriell etabliert und skalierbar.

PPWR-Ready

Monomaterial-Sachets mit SiOx/AlOx-Beschichtung erfüllen sowohl die Anforderungen an Barriereleistung für sensible Füllgüter als auch die harmonisierten EU-Kriterien für Recyclingfähigkeit. OH!S verarbeitet diese Folien seit 2024 in Serienproduktion.

Biobasierte und kompostierbare Lösungen

Zertifizierte Bioplastics (Basis PLA, PHA, Stärke-Cellulose-Compound) und kompostierbare Papiersachets kommen ohne PFAS-Beschichtungen aus und ermöglichen eine drastische Reduktion des CO₂-Fußabdrucks. Wichtig: Nicht jede „biobasierte" Folie ist auch kompostierbar — und nicht jede kompostierbare Folie erreicht die Barriereleistung, die für sensible Pulver wie Vitamine oder Aromen nötig ist. Der Einsatz muss produktspezifisch geprüft werden.

Papierbasierte Sachets

Der wachsende Trend zu papierbasierten Verpackungen macht auch vor Sachets nicht halt. Moderne Lösungen kombinieren 40–60 g/m² Kraftpapier mit einer ultradünnen Barriere-Funktionsbeschichtung (Polymer-Dispersion oder metallische Sperrschicht). Für trockene Produkte ohne hohe Aromaschutz-Anforderungen sind sie bereits serientauglich und erfüllen die höchsten Recyclingstufen (Klasse A nach EU-Kriterien).

Material Barriere PPWR-konform Geeignet für Kosten-Indikator
PET/Alu/PE (klassisch) Exzellent ❌ Nein Premium, hochsensible Füllgüter Niedrig
Mono-PP + SiOx Sehr gut ✅ Ja Vitamine, Pulver, Aromen Mittel bis hoch
Mono-PE + AlOx Sehr gut ✅ Ja Flüssige und pastöse Produkte Mittel bis hoch
Metallisiertes BOPP Gut ⚠️ Eingeschränkt Standard-Food, Gewürze Niedrig
Papier mit Sperrlack Moderat ✅ Ja (Klasse A) Trockene Produkte, Tees, Salze Mittel
Kompostierbare Biofolie Variabel ✅ Ja (je nach Norm) Eco-Brands, Spezialsegmente Hoch

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VFFS & HFFS — wie Sachets industriell abgefüllt werden

Die industrielle Abfüllung von Sachets erfolgt auf Form-Füll-Siegel-Anlagen (kurz: FFS). Diese Maschinen formen, befüllen und versiegeln Sachets in einem einzigen, vollautomatischen Prozess aus der Folienrolle. Zwei Bauarten dominieren den Markt:

VFFS — Vertikal Form-Füll-Siegel (Vertical Form Fill Seal)

Die Folie läuft senkrecht über ein Formrohr, wird zu einem Schlauch geformt, längs versiegelt und unten quer zugeschweißt. Danach fällt das Produkt (Pulver, Granulat) durch das Rohr nach unten in das Sachet, die obere Quernaht schließt die Portion — und gleichzeitig wird die Unterkante des nächsten Sachets geformt.

Typisch für: Pulver, Granulate, trockene Schüttgüter wie Gewürze, Getränkepulver, Nahrungsergänzung, Tiernahrung. Leistung: 80–160 Zyklen/min pro Linie.

HFFS — Horizontal Form-Füll-Siegel (Horizontal Form Fill Seal)

Die Folie läuft horizontal. Zwei Folienbahnen werden übereinandergeführt oder eine einzelne wird gefaltet. Dosier- und Siegelstationen arbeiten nebeneinander — besonders vorteilhaft für Formbeutel (Shaped Sachets), Twin-Packs und flüssige/pastöse Produkte, bei denen die Schwerkraft-Nutzung ausreicht.

Typisch für: Saucen, Cremes, Shampoos, Gel-Produkte, komplexe Sachet-Formen. Leistung: 40–120 Zyklen/min pro Linie.

Stickpack-Linien (Mehrspurig)

Eine Sonderbauart der VFFS für Stickpacks. Mehrspurige Stickpack-Maschinen produzieren bis zu 16 Sticks parallel und erreichen Gesamtausstöße von 200–500 Sticks/min. Das ist der Produktivitätsvorteil, der Stickpacks für Volumengeschäfte attraktiv macht.

Prozess-Schritte im Detail

1
Folien-Zufuhr
Jumbo-Rollen werden auf der Abroll-Station eingespannt und die Folie wird über Zug-Walzen zur Form-Station geleitet.
2
Formung
Die Folie wird zu Schlauch (VFFS) oder doppellagig (HFFS) geformt. Erste Längssiegelnaht wird gesetzt.
3
Dosierung
Volumetrisch (Schneckendosierer) oder gravimetrisch (Mehrkopfwaage) wird das Füllgut exakt dosiert und eingefüllt.
4
Kopfsiegelung
Die obere Quernaht schließt das Sachet hermetisch. Siegelparameter werden inline überwacht.
5
Trennung
Schnitt- oder Perforationsstation trennt das fertige Sachet vom nächsten. Optional: Easy-Open-Lasern.
6
Inline-QS
Kamera-Systeme prüfen Druckbild, Siegelqualität und Füllmenge. Checkweigher eliminiert Ausreißer.

Kritische Prozessparameter — darauf kommt es an

  • Siegeltemperatur: Zu niedrig = Leckagen, zu hoch = Materialschädigung. Präzise Regelung auf ±2 °C ist Standard.
  • Siegeldruck: Muss über die gesamte Siegelnaht gleichmäßig sein — andernfalls entstehen Kanalundichtigkeiten.
  • Siegelzeit: Zu kurz = unzureichende Polymer-Diffusion, zu lang = Produktivitätsverlust. Typisch 0,3–1,0 sek.
  • Restsauerstoff: Bei oxidationsempfindlichen Produkten wird mit N₂ geflushed — Zielwerte unter 1 % O₂-Gehalt im Kopfraum.
  • Chargenrückverfolgung: Jedes Sachet trägt Chargennummer, MHD, ggf. Losnummer — inline bedruckt.

Branchenspezifische Einsatzgebiete

Die Vielseitigkeit von Sachets macht sie branchenübergreifend zum bevorzugten Format für Einzelportionen. Jede Branche bringt dabei eigene regulatorische, sensorische und wirtschaftliche Anforderungen mit:

Lebensmittel & Nahrungsergänzung

Schutz vor Oxidation für Gewürze, Backpulver, Saucen, flüssige Superfoods und Vitaminpräparate. Hierbei sind Migrationsprüfungen gemäß VO (EU) 10/2011 essenziell, um den Übergang von Druckfarben-Bestandteilen oder NIAS (Non-Intentionally Added Substances) in das Füllgut zu verhindern. Zertifizierungen wie IFS Food und das EU-Bio-Siegel garantieren Sicherheit im gesamten Lohnabfüllprozess — OH!S verfügt über beide.

Wachstumsthemen: Functional Foods, Adaptogene, Pre-Workout-Mixe, Kollagen-Peptide, flüssige Vitamin-Shots — alle diese Produkte leben vom Single-Serve-Format.

Kosmetik & Körperpflege

Hygienische Probenverpackungen (Samples) für Anti-Aging-Seren, Shampoos und Make-up. Magazin-Beilagen, Launch-Sampling im Retail und Hotel-Amenities sind die stärksten Volumentreiber. Insbesondere Aluminium-Sachets mit edlen Matt- oder Glanzlackierungen dominieren das hochpreisige Segment — die haptische Wertigkeit ist hier so wichtig wie die Inhaltsstoffe.

Trends: Naturkosmetik-Proben mit kompostierbarer Hülle, Solid Shampoos und wasserfreie Kosmetika in innovativen Formaten.

Pharma & OTC

Exakte Portionierung für hochwirksame Granulate, lösliche Pulver sowie medizinische Cremes. Strip-Sachets als Therapie-Begleiter für chronische Erkrankungen. Die regulatorischen Anforderungen sind hier am strengsten: GMP-Standards, detaillierte Chargenrückverfolgung, Barriere-Validierung durch beschleunigte Haltbarkeitstests.

Industrie & Technik

Spezialöle, Schmierstoffe, Zwei-Komponenten-Klebstoffe, chemische Proben — überall dort, wo Einzelportionen mit exakter Dosierung benötigt werden und das Füllgut nach Erstöffnung verbraucht ist. Die Verpackung schützt vor Feuchtigkeit, Oxidation oder ungewollter Reaktion.

QSR & Gastronomie

Ketchup, Senf, Mayo, Sojasauce, Honig, Erdnussbutter — alles, was portionsweise serviert wird, kommt aus dem Sachet. Die Entwicklung zu nachhaltigen Materialien ist hier besonders dynamisch, weil die Stückzahlen riesig und die öffentliche Wahrnehmung kritisch ist. Papier-basierte Saucen-Sachets sind ein heißes Innovationsfeld.

Branche Sachet-Typ Kritische Anforderung Zertifizierungen
Food / NEM Flach, Stickpack, Twin Oxidations- & Aromaschutz IFS Food, EU-Bio, Demeter
Kosmetik Flach, Shaped, Formbeutel Hygiene, Haptik, Migration GMP Kosmetik, ISO 22716
Pharma / OTC Strip, Stickpack Dosiergenauigkeit, Barriere GMP Pharma, spezifisch
Industrie Flach, Twin Chemische Beständigkeit REACH-konform
QSR / Gastro Flach, kleines Format Kosten, Volumen, Nachhaltigkeit IFS Food, PPWR-Ready
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EU-Regulatorik: was du bei Sachets beachten musst

Sachets unterliegen als Lebensmittelkontaktmaterial (Food Contact Material, FCM) einer komplexen Mehrebenen-Regulatorik. Die wichtigsten Rechtsakte und ihre Auswirkungen auf die Sachet-Produktion:

VO (EG) 1935/2004 — Rahmenverordnung FCM

Die Basis-Verordnung für alle Lebensmittelkontaktmaterialien in der EU. Artikel 3 schreibt vor: Keine Migration von Bestandteilen in Mengen, die die Gesundheit gefährden oder Geschmack/Geruch des Lebensmittels verändern. Pflicht: Konformitätserklärung (Declaration of Compliance, DoC) vom Hersteller des FCM.

VO (EU) 10/2011 — Kunststoffe im Lebensmittelkontakt

Konkretisiert die Anforderungen für Kunststoff-FCM. Zentral: die Positivliste zugelassener Stoffe und die spezifischen Migrationsgrenzwerte (SML). Migrationsprüfungen mit Simulanz-Lösungen (wässrig, fettig, sauer, alkoholisch) müssen nach festgelegten Test-Protokollen erfolgen.

VO (EU) 2024/3190 — BPA-Verbot

Am 19.12.2024 erlassen, trat am 20.01.2025 in Kraft. Übergangsfrist bis 20.07.2026. Danach dürfen in der EU keine FCM mit BPA oder anderen gefährlichen Bisphenolen mehr in Verkehr gebracht werden. Die Nachweisgrenze liegt bei 1 µg/kg. Für Sachets relevant bei bedruckten Papier-Verbunden und speziellen Beschichtungen.

VO (EU) 2025/40 — PPWR (Verpackungsverordnung)

Die Packaging and Packaging Waste Regulation ist ab 12.08.2026 anwendbar. Sie transformiert die Sachet-Landschaft grundlegend:

  • Recyclingfähigkeit bis 01.01.2030: Alle Verpackungen müssen den Klassen A–C nach harmonisierten EU-Kriterien zugeordnet werden können.
  • Rezyklatquoten: Kunststoffverpackungen müssen schrittweise steigende Mindestanteile an Rezyklat enthalten — bis 2040 65 %.
  • QR-Code-Pflicht: Ab 2027 müssen Verpackungen digital mit Produktinformationen verknüpft sein.
  • Leerraum-Begrenzung: Maximal 50 % Leerraum in Gruppenverpackungen.

Die direkte Konsequenz für Sachets: klassische Multilayer-Verbunde (PET/Alu/PE) sind ab 2030 nicht mehr zulässig. Monomaterial-Sachets und papierbasierte Lösungen sind der Standard der Zukunft.

NIAS — Non-Intentionally Added Substances

Ein zentrales Compliance-Thema speziell bei bedruckten Sachets. NIAS sind Substanzen, die im Endprodukt vorhanden sind, obwohl sie nicht gezielt eingesetzt wurden — z. B. Abbauprodukte von Druckfarben, Oligomere aus Lacken oder Reaktionsprodukte während der Sterilisation. Die Risikobewertung erfolgt nach GMP-Grundsätzen (VO 2023/2006) und nach dem Vorsorgeprinzip — bei OH!S Teil der Wareneingangsprüfung jeder neuen Folie.

Biologische Lebensmittel — VO (EU) 2018/848

Wer Bio-Produkte in Sachets abfüllen lässt, muss sicherstellen, dass der Lohnabfüller die Anforderungen der EU-Bio-Verordnung erfüllt: Trennung der Warenströme, separate Kontrollstellen-Dokumentation, Vermeidung von Kontaminationen. OH!S ist EU-Bio- und Demeter-zertifiziert — wir können Bio-Sachets mit vollständiger Dokumentationskette produzieren.

Wichtig: Diese Zusammenfassung dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle rechtliche Beratung. Für deine konkrete Produktkonfiguration prüfen wir im Rahmen der Abfüll-Vorbereitung alle relevanten Compliance-Aspekte gemeinsam mit dir.

Sachets abfüllen lassen bei OH!S

OH!S ist seit rund 30 Jahren im Markt für Lohnabfüllung in flexiblen Verpackungen aktiv. Wir bringen sensible Produkte in die perfekte Form — vom ersten Folien-Test bis zur fertigen, versandbereiten Verkaufseinheit. Unsere Zertifizierungen (IFS Food, EU-Bio, Demeter) machen uns zum Partner für Markenhersteller, die auf geprüfte Qualität nicht verzichten können.

Was wir für dich leisten

  • Beratung & Konzeption: Formatwahl (Sachet vs. Stickpack), Materialempfehlung (Multilayer oder Monomaterial), Barrieredimensionierung, Dosierstrategie.
  • Prototypen & Muster: Vor der Serienproduktion liefern wir bemusterte Sachets zur Freigabe — inklusive Siegeltest, Barriere-Validierung und sensorischer Prüfung.
  • Serienproduktion: Skalierbar von Kleinserie für Start-ups bis zur industriellen Großauflage. Flexible Losgrößen, kurze Umrüstzeiten.
  • Vollständige Compliance-Dokumentation: DoC, CoA, Bio-Nachweise, IFS-Audit-Bestätigung — alles, was deine QS-Abteilung braucht.
  • Fulfillment & Logistik: Auf Wunsch übernehmen wir Konfektionierung und Co-Packing sowie den Versand direkt aus unserer Halle.

Typische Projektphasen

1
Kick-off-Call
Produkt, Zielmarkt, Stückzahlen, MHD-Ziel, Zertifizierungsbedarf klären.
Woche 1
2
Folien- & Format-Spezifikation
Barriere, Recyclingfähigkeit, Siegelparameter, Druckverfahren, Easy-Open festlegen.
Woche 1–3
3
Compliance-Prüfung
DoC-Prüfung, Migrations-Bewertung, NIAS-Screening, Bio-Konformität falls relevant.
Woche 2–4
4
Probeabfüllung & Freigabe
Bemusterung, Siegeltest, Barriere-Validierung, sensorische Prüfung durch dich.
Woche 4–6
5
Serienproduktion
Abfüllung auf VFFS/HFFS-Linie, Inline-QS, Verpackung in Umkartons, Palettierung.
Woche 6–8
6
Auslieferung & CoA
Versand mit vollständiger Chargen-Dokumentation. Optional: Direktversand an Endkunden.
Woche 8–10

Formate & Füllgüter

Wir verarbeiten unterschiedlichste Formate, Füllmedien und Folien — inklusive nachhaltiger Monomaterialien:

  • Pulver & Granulate: Getränkepulver, Proteinmischungen, Adaptogene, Gewürze, Instant-Produkte
  • Flüssigkeiten: Saucen, Sirupe, flüssige Vitamine, Aroma-Konzentrate
  • Pasten & Cremes: Kosmetische Cremes, Seren, pastöse Nahrungsmittel
  • Sonderformate: Twin-Packs, Strip-Sachets, Shaped Sachets auf Anfrage

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Ein unverbindliches Erstgespräch, eine saubere Spezifikation, eine aussagekräftige Bemusterung — so sieht der erste Schritt aus. Keine Standardfloskeln, sondern konkrete Empfehlungen für dein Produkt.

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Häufige Fragen zu Sachets

Welcher Sachet-Typ passt zu meinem Produkt?
Die Wahl hängt von drei Faktoren ab: Füllgut, Stückzahl und Zielmarkt. Für pastöse oder flüssige Produkte wie Saucen, Cremes und Lotionen eignen sich flache Sachets — ihre große Druckfläche ist ideal für Branding. Für Pulver, Granulate und On-the-go-Konsum sind Stickpacks die bessere Wahl — sie sind schmaler, benötigen weniger Material und lassen sich direkt in Wasserflaschen einschütten. Für Launch-Sampling im Retail oder Magazinbeilage sind Shaped Sachets mit individueller Geometrie das stärkste Differenzierungsmerkmal. Unsicher? Wir empfehlen dir das passende Format in einem kostenlosen Erstgespräch: Anfrage stellen →
Wie unterscheiden sich Sachets und Stickpacks konkret?
Sachets sind breit und flach, mit drei oder vier Randsiegelnähten. Sie eignen sich für alle Füllgüter und bieten große Druckflächen.

Stickpacks sind schlanke Röhren mit nur einer Längs- und zwei Quernähten. Sie sind länglich, benötigen bis zu 30 % weniger Folienmaterial und sind für Pulver und Granulate optimiert.

Die Applikation unterscheidet sich ebenfalls: Sachets werden aufgerissen und ausgedrückt oder entnommen, Stickpacks werden kopfseitig geöffnet und eingeschüttet — perfekt für Getränkepulver in Wasserflaschen. Für Pharma und NEM-Tagesdosen ist die Stickpack-Geometrie Standard geworden.
Welche Folien verwendet OH!S für Sachets?
Wir verarbeiten das gesamte Spektrum marktüblicher Folien — von klassischen Alu-Verbundfolien (PET/Alu/PE) für maximale Barriere bis zu Monomaterial-Folien mit SiOx/AlOx-Beschichtung für PPWR-konforme Recyclingfähigkeit. Auf Wunsch auch papierbasierte Sachets, kompostierbare Biofolien und metallisiertes BOPP. Die Folienwahl richtet sich nach Barrierebedarf, MHD-Ziel, Recyclingklasse und Budget — wir beraten dich individuell.
Was bedeutet die PPWR 2025/40 für mein Sachet-Produkt?
Die Packaging and Packaging Waste Regulation ist ab 12.08.2026 anwendbar. Kernpflichten: Alle Verpackungen müssen bis 01.01.2030 recyclingfähig sein (Klassen A–C). Rezyklatquoten in Kunststoffverpackungen steigen schrittweise bis 2040 auf 65 %. QR-Code-Kennzeichnung wird ab 2027 Pflicht.

Für dich heißt das: Klassische Multilayer-Verbunde (PET/Alu/PE) sind ab 2030 nicht mehr zulässig. Der Umstieg auf Monomaterial-Lösungen oder papierbasierte Sachets sollte bereits jetzt geplant werden, weil Umrüstung und Bemusterung Zeit brauchen. Wir halten unsere Kunden laufend zum Regulatorik-Stand informiert.
Welche Mindestbestellmengen (MOQ) gelten für Sachets?
Die MOQ hängt von drei Faktoren ab: gewählte Folie (Standard oder Custom), Druckverfahren (Digital, Flexo, Rotogravur) und Füllmenge.

Standard-Folie mit Etikett oder Digitaldruck: ab ca. 5.000 Stück — ideal für Tests und Launches.
Flexodruck auf Standard-Folie: ab 20.000–50.000 Stück — gut für regionale Marken.
Rotogravur-Druck auf Custom-Folie: ab 100.000 Stück — der Standard für Massenmarken.

Für Start-ups und Launch-Projekte finden wir auch kreativere Lösungen. Sprich uns an →
Was sind NIAS und warum sind sie bei Sachets kritisch?
NIAS (Non-Intentionally Added Substances) sind Substanzen, die im Endprodukt vorhanden sind, obwohl sie nicht gezielt eingesetzt wurden — typische Beispiele: Abbauprodukte von Druckfarben, Oligomere aus Klebstoffen oder Lacken, Migration von Additiven aus Außenschichten durch das Sachet hindurch.

Bei Sachets mit aufwändigem Druckbild ist das NIAS-Risiko erhöht — die Druckfarbe liegt nur wenige Mikrometer vom Füllgut entfernt. Die Risikobewertung erfolgt gemäß VO (EG) 1935/2004 und EuPIA-Richtlinien. Bei OH!S ist NIAS-Screening Teil der Wareneingangsprüfung jeder neuen Folie und der Konformitätsprüfung vor Serienstart.
Kann OH!S auch Bio-Produkte in Sachets abfüllen?
Ja — OH!S ist EU-Bio-zertifiziert (nach VO 2018/848) und Demeter-zugelassen. Wir füllen Bio-Produkte in Sachets mit vollständiger Kontrollstellen-Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und separater Produktionsplanung ab. Das gilt sowohl für Mono-Produkte als auch für komplexe Mischungen. Auf Wunsch kombinieren wir Bio-Zertifizierung mit nachhaltigen Monomaterial- oder Papier-Folien — damit ist dein Produkt sowohl ökologisch als auch regulatorisch zukunftssicher.
Wie lange ist ein Sachet-Produkt haltbar?
Die MHD hängt vom Füllgut und der Barriere ab. Typische Werte mit Alu-Verbund-Folie:
• Trockene Pulver (Vitamine, Gewürze): 18–36 Monate
• Flüssige Produkte (Saucen, Sirupe): 12–24 Monate
• Kosmetische Cremes: 12–30 Monate je nach Formulierung

Mit Monomaterial + SiOx/AlOx: typischerweise 70–90 % der Alu-Verbund-Haltbarkeit — ausreichend für die meisten Anwendungen. Für Spezialfälle (hochsensible Aromen, Omega-3-Öle) empfehlen wir Alu-Verbund trotz Recyclingnachteil. Die endgültige Haltbarkeit wird durch beschleunigte Stabilitätstests validiert — bei Bedarf im Rahmen unserer Abfüll-Vorbereitung.
Welche Druckverfahren sind für Sachets verfügbar?
Drei Verfahren dominieren:

Rotogravur (Tiefdruck): Höchste Bildqualität, exzellente Farbstabilität, wirtschaftlich ab 100.000+ Stück. Der Standard für Premium-Marken.
Flexodruck: Gute Qualität, schnelle Produktion, ab ca. 20.000 Stück wirtschaftlich. Standard für Mittelmarken und regionale Brands.
Digitaldruck: Auflagenunabhängig, ideal für Kleinstserien, Tests, individualisierte Editionen und Launch-Phase. Ab 1.000 Stück sinnvoll.

Welches Verfahren zu deinem Projekt passt, hängt von Auflage, Farbanzahl, Effekt-Wünschen (Prägung, Soft-Touch, Metallglanz) und Budget ab. Wir beraten dich gerne.
Sind Sachets mit Bio- oder kompostierbarem Material möglich?
Ja. Wir bieten biobasierte und kompostierbare Folien an — von PLA-basierten Strukturen über Papier-Verbunde mit Sperrlack bis zu vollständig kompostierbaren Sachets mit verschiedenen Aufreißmöglichkeiten (Easy-Open, Notch, gestanzte Laschen).

Wichtig zu wissen: Nicht jede biobasierte Folie ist auch kompostierbar, und nicht jede kompostierbare Folie erreicht die Barriereleistung, die für sensible Produkte wie Vitamine oder Aromaöle nötig ist. Wir prüfen für jedes Projekt individuell, welche nachhaltige Folie zu deinem Füllgut und MHD-Ziel passt.
Welche Dokumentation bekomme ich nach der Produktion?
Zu jeder Produktionscharge liefern wir dir ein komplettes Dokumentationspaket:
CoA (Certificate of Analysis) mit den relevanten Prüfwerten
DoC (Declaration of Compliance) für das Folienmaterial
Chargennummer & MHD-Nachweis
Bio-Kontrollstellen-Bestätigung (bei Bio-Produkten)
IFS-Audit-Referenzen auf Anfrage
Migrations-Konformitätsnachweis bei kritischen Füllgütern

Diese Unterlagen sind das, was deine QS-Abteilung und dein Handelspartner für die Warenannahme benötigen.
Wie läuft ein Sachet-Projekt bei OH!S konkret ab?
In sechs Phasen, typischerweise über 8–10 Wochen vom Erstkontakt bis zur Lieferung:

Woche 1: Kick-off-Call — Produkt, Zielmarkt, Stückzahlen, MHD-Ziel, Zertifizierungsbedarf.
Woche 1–3: Folien- und Format-Spezifikation — Barriere, Siegelparameter, Druckverfahren, Easy-Open.
Woche 2–4: Compliance-Prüfung — DoC, Migration, NIAS-Screening, Bio-Konformität.
Woche 4–6: Probeabfüllung mit Bemusterung, Siegeltest, Freigabe durch dich.
Woche 6–8: Serienproduktion auf VFFS/HFFS-Linie, Inline-QS, Konfektionierung.
Woche 8–10: Auslieferung mit vollständigem Dokumentationspaket.

Start jetzt: Unverbindlich anfragen →

Quellen & Normenverzeichnis

[1] Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 — Lebensmittelkontaktmaterialien (Rahmen-VO). eur-lex.europa.eu
[2] Verordnung (EU) Nr. 10/2011 — Kunststoffe im Lebensmittelkontakt. eur-lex.europa.eu
[3] Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 — Gute Herstellungspraxis (GMP) für FCM. eur-lex.europa.eu
[4] Verordnung (EU) 2024/3190 — BPA-Verbot in FCM (19.12.2024). eur-lex.europa.eu
[5] Verordnung (EU) 2025/40 — PPWR, Verpackungen und Verpackungsabfälle. eur-lex.europa.eu
[6] Verordnung (EU) 2018/848 — Ökologische/biologische Produktion. eur-lex.europa.eu
[7] EuPIA — Good Manufacturing Practice for Printing Inks on Food Contact Materials (2023). eupia.org
[8] BfR — Empfehlungen zu Materialien für den Lebensmittelkontakt (Revision Oktober 2025). bfr.bund.de
[9] LFGB — Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch. gesetze-im-internet.de
[10] OH!S GmbH — Lohnabfüllung Sachets & Stickpacks. oh-service.com
Redaktionelle Verantwortung
OH!S GmbH — Fachredaktion Lohnabfüllung
Rund 30 Jahre Erfahrung in der Lohnabfüllung flexibler Verpackungen. IFS-Food, EU-Bio und Demeter zertifiziert. Standortbetrieb in Deutschland mit moderner VFFS- und HFFS-Anlagentechnik für Sachets, Stickpacks und Sonderformate.
Letzte Aktualisierung
April 2026
Berücksichtigt die BfR-Revision XXXVI (Oktober 2025), das BPA-Verbot VO 2024/3190 (Übergang 20.07.2026) und die PPWR 2025/40 (anwendbar ab 12.08.2026).
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