Nachhaltige Verpackungslösungen 2026 bei der OH!S GmbH

Veröffentlicht am 12.01.2025 · Zuletzt aktualisiert am 14.06.2026 · von Sam W. Pack · Lesezeit ca. 9 Min.

Nachhaltige Verpackungslösungen 2026: Was PPWR und EmpCo jetzt von deiner Marke verlangen

Kurz erklärt: Nachhaltige Verpackungen sind recyclingfähige, plastikreduzierte oder plastikfreie Lösungen – ab 2026 sind sie nicht mehr freiwillig, sondern Pflicht. Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) gilt ab dem 12. August 2026, die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing ab dem 27. September 2026. Bei OH!S füllen wir solche Verpackungen IFS-zertifiziert und EU-Bio-konform (DE-ÖKO-003) ab – vegane Abfüllung und Demeter-Abfüllung sind auf Anfrage möglich.

  • IFS Food zertifiziert
  • 🌿 EU-Bio · DE-ÖKO-003
  • 🌱 Vegan-Abfüllung möglich
  • Demeter-Abfüllung möglich
  • Antwort < 24 h
  • 📦 Serien ab ~500 Stück

Über nachhaltige Verpackungen wurde lange viel geredet und wenig festgelegt. Das ändert sich gerade grundlegend. 2026 treten gleich zwei EU-Regelwerke in Kraft, die aus einem „Nice-to-have" eine harte Anforderung machen: die PPWR für die Verpackung selbst und die EmpCo-Richtlinie für das, was du auf dein Etikett schreiben darfst. Wer eine eigene Food- oder Supplement-Marke aufbaut, sollte beide kennen – bevor die erste Charge gedruckt ist. In diesem Beitrag bekommst du den ehrlichen Überblick: was Pflicht wird, welche Materialien wirklich passen und worauf es bei der Abfüllung ankommt.

Was „nachhaltige Verpackungen" 2026 wirklich heißt

Bisher war „nachhaltig" ein Wort, das jeder benutzen durfte und niemand belegen musste. Genau das ist vorbei. Nachhaltige Verpackungen sind ab 2026 keine Stimmung mehr, sondern eine nachweisbare Eigenschaft: Eine Verpackung gilt dann als nachhaltig, wenn sie sich tatsächlich gut recyceln lässt, möglichst wenig Material und Plastik einsetzt – und wenn jede Umweltaussage darauf auch wirklich stimmt.

Für dich als Markeninhaber:in heißt das: Eine schöne Verpackung mit grünem Blatt und dem Wort „umweltfreundlich" reicht nicht aus. Es zählt, was nachweisbar dahintersteckt. Diese Verschiebung von der Behauptung zum Beleg ist der rote Faden durch beide neuen Verordnungen – und der Grund, warum nachhaltige Verpackungslösungen jetzt zur Chefsache werden.

Nachhaltige Verpackung für Lebensmittel und Nahrungsergänzung bei der OH!S GmbH

PPWR ab 12. August 2026 – die konkreten Pflichten

Die EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, kurz PPWR) ist seit dem 11. Februar 2025 in Kraft. Verbindlich anzuwenden ist sie ab dem 12. August 2026. Sie gilt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten und betrifft jede:n, der Verpackungen herstellt, befüllt, importiert oder verpackte Ware unter eigener Marke in Verkehr bringt – also auch dich.

Im Lebensmittelbereich besonders relevant: Für Verpackungen mit Lebensmittelkontakt gelten ab dem Geltungsbeginn strenge Grenzwerte für bestimmte PFAS („Ewigkeitschemikalien") – höchstens 25 ppb je Einzelsubstanz. Dazu kommen Vorgaben zur Recyclingfähigkeit, später Mindestquoten für Rezyklat sowie Regeln für Mehrweg und überflüssigen Leerraum.

WasAb wannWas du beachten solltest
Geltungsbeginn PPWR12.08.2026Verpackungen müssen den Kernanforderungen entsprechen oder werden vom Markt genommen.
PFAS-Grenzwerte (Lebensmittelkontakt)12.08.2026Max. 25 ppb je Einzelsubstanz, 250 ppb gesamt – Materialnachweis vom Lieferanten einholen.
RecyclingfähigkeitschrittweiseMono-Materialien statt schwer trennbarer Verbunde bevorzugen.
Rezyklat-Mindestanteileab 2030Anteil recycelten Kunststoffs steigt stufenweise – früh mitdenken.

Den vollständigen Verordnungstext findest du bei EUR-Lex (VO (EU) 2025/40). Welche Formate die PPWR-Logik schon heute gut erfüllen, schauen wir uns weiter unten an – und auf unserer Seite zu nachhaltigen Verpackungen im Detail.

EmpCo-Richtlinie ab 27. September 2026 – Schluss mit „klimaneutral" als Floskel

Die zweite Baustelle ist nicht die Verpackung, sondern dein Versprechen darauf. Die EmpCo-Richtlinie („Empowering Consumers for the Green Transition", Richtlinie (EU) 2024/825) muss bis zum 27. März 2026 in deutsches Recht überführt sein und gilt dann ab dem 27. September 2026 – in Deutschland über eine Verschärfung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).

Pauschale Aussagen wie „klimaneutral", „umweltfreundlich" oder eben „nachhaltig" sind dann nur noch erlaubt, wenn sie belegbar sind. Selbst erfundene Siegel ohne unabhängige Prüfung fallen weg, und Klimaneutralität allein durch zugekaufte CO₂-Kompensation darf so nicht mehr beworben werden. Bei schweren Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 4 % des Jahresumsatzes.

Warum dich das als B2B-Kunde betrifft: Die Verpackung, die wir für dich abfüllen, landet beim Endverbraucher – und genau dort greift die EmpCo-Richtlinie. Die Aussagen auf deinem Etikett liegen in deiner Verantwortung. Der sauberste Weg, sie zu belegen, sind echte, geprüfte Zertifizierungen statt grüner Buzzwords: ein echtes EU-Bio-Logo, eine V-Label-Lizenz oder ein konkret recyclingfähiges Material sagen mehr als jedes vage Marketing-Wort.

Details zur Richtlinie liefert EUR-Lex (Richtlinie (EU) 2024/825).

Welche nachhaltigen Verpackungen es gibt – und was zu deinem Produkt passt

„Nachhaltig" ist kein einzelnes Material, sondern eine Abwägung aus Produktschutz, Recyclingfähigkeit und ehrlicher Kommunikation. Hier die gängigen Optionen für Food und Nahrungsergänzung, jeweils mit dem passenden OH!S-Service:

FormatNachhaltigkeits-ProfilPasst gut für
Mono-Material-Doypack / StandbodenbeutelRecyclingfähig, materialarm, leicht im VersandPulver, Tees, Müsli, Snacks
Pappdose / PapphülsePlastikreduziert bis plastikfrei, gute HaptikKapseln, Pulver, Premium-Tees
Glas / MehrwegWiederbefüllbar, hochwertig, schwererSirupe, Öle, regionale Konzepte
Kompostierbar (z. B. PLA)Biobasiert, aber nur unter Bedingungen abbaubarSpezialfälle – Claim sorgfältig prüfen

Ein ehrliches Wort zu kompostierbaren Folien: „kompostierbar" klingt gut, ist aber an industrielle Bedingungen geknüpft – im heimischen Komposthaufen passiert oft wenig. Unter der EmpCo-Richtlinie ist genau so ein Halb-Versprechen riskant. Häufig ist ein gut recyclingfähiger Mono-Material-Beutel oder eine Pappdose die ehrlichere Lösung als ein kompostierbarer Verbund, der am Ende doch in der Restmülltonne landet. Welches Format am besten zu deinem Produkt passt, ordnen wir in unserer Packmittel-Übersicht ein.

Bio-zertifizierte, nachhaltige Verpackung – Doypack mit Bio-Pulver bei der OH!S GmbH

Bio, vegan, Demeter – wenn die Verpackung zur Haltung passen muss

Nachhaltigkeit hört nicht beim Material auf. Wer Bio- oder vegane Produkte verkauft, braucht eine Abfüllung, die diese Versprechen auch hält. OH!S ist EU-Bio-zertifiziert unter der Kontrollnummer DE-ÖKO-003 – das ist eine echte, geprüfte Zertifizierung, kein Marketing-Label.

Eine vegane Abfüllung ist bei uns möglich, sauber getrennt von tierischen Produkten – die Grundlage dafür, dass deine Marke später eine V-Label-Lizenz tragen kann. Und auch eine Demeter-Abfüllung ist auf Anfrage möglich. So passt die Verpackung am Ende nicht nur in den Schrank, sondern auch zur Haltung deiner Marke.

Was bei einer Bio-Abfüllung wirklich geprüft wird und wie wir Vermischung mit konventioneller Ware verhindern, liest du in unserem Lexikon-Eintrag zur Bio-Zertifizierung sowie auf der Seite zur Bio-zertifizierten Lohnabfüllung. Wie eine V-Label-Lizenz funktioniert, erklärt der V-Label-Dachverband.

Sorgfältige Abfüllung und Verpackung in Handarbeit bei der OH!S GmbH

Dein Lohnabfüller als Hebel – warum die Bemusterung den Unterschied macht

Eine nachhaltige Verpackung ist nur so gut wie die Abfüllung, die hineinpasst. Recyclingfähige Mono-Materialien verhalten sich in der Maschine anders als klassische Verbundfolien, und nicht jedes Pulver fließt in jeden Beutel gleich gut – Stichwort Brückenbildung, bei der das Produkt im Trichter „verklebt" statt sauber nachzurutschen. [PRAXIS-ANKER PRÜFEN – im Team sehen wir solche Material-Effekte regelmäßig in der Bemusterung, bevor sie in der Serie teuer werden]

Deshalb steht bei uns die Bemusterung am Anfang: ein echter Testlauf mit deinem Produkt und deinem Wunschmaterial. So fallen Schwierigkeiten früh auf – und du bekommst einen verlässlichen Festpreis statt böser Überraschungen mitten in der Produktion.

Als Full-Service-Partner bündeln wir Abfüllung, nachhaltige Packmittel und Logistik aus einer Hand – inklusive Lagerung und Versand. Leichtere, materialarme Verpackungen sparen dabei nicht nur Material, sondern auch Transportgewicht. Den ganzen Ablauf einer Zusammenarbeit findest du auf unserer Seite zur Lohnabfüllung.

Du planst eine nachhaltige Verpackung für deine Marke?

Antwort innerhalb 24 h · NDA auf Wunsch · Beratung kostenfrei. Wir schauen mit dir, welches Format zu Produkt, Budget und den Vorgaben ab 2026 passt.

Nachhaltige Verpackung anfragen

Häufige Fragen zu nachhaltigen Verpackungen

Was sind nachhaltige Verpackungen genau?

Nachhaltige Verpackungen sind Lösungen, die wenig Material und Plastik einsetzen, sich gut recyceln oder wiederverwenden lassen und deren Umweltaussagen belegbar sind. Entscheidend ist nicht ein einzelnes „Öko-Material", sondern das Zusammenspiel aus Produktschutz, Recyclingfähigkeit und ehrlicher Kommunikation – ab 2026 zusätzlich abgesichert durch die PPWR und die EmpCo-Richtlinie.

Ab wann gilt die PPWR und was ändert sich?

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR, VO (EU) 2025/40) ist seit dem 11. Februar 2025 in Kraft und gilt verbindlich ab dem 12. August 2026. Ab dann gelten u. a. Grenzwerte für PFAS in Lebensmittelkontakt-Verpackungen (max. 25 ppb je Einzelsubstanz), Anforderungen an die Recyclingfähigkeit sowie – ab 2030 – steigende Mindestanteile an Rezyklat.

Was bedeutet die EmpCo-Richtlinie für meine Marke?

Ab dem 27. September 2026 darfst du Begriffe wie „klimaneutral", „umweltfreundlich" oder „nachhaltig" nur noch verwenden, wenn du sie belegen kannst. Selbst erfundene Siegel und Klimaneutralität allein durch Kompensation sind dann unzulässig. Bei schweren Verstößen drohen Bußgelder bis zu 4 % des Jahresumsatzes. Echte Zertifizierungen wie EU-Bio oder V-Label sind hier dein bester Beleg.

Sind kompostierbare Verpackungen automatisch nachhaltig?

Nein. „Kompostierbar" bedeutet meist „industriell kompostierbar" – also nur unter kontrollierten Bedingungen in einer Anlage, nicht im Gartenkompost. Landet die Verpackung im Restmüll, wird sie verbrannt. Oft ist ein gut recyclingfähiger Mono-Material-Beutel die ehrlichere Wahl. Unter der EmpCo-Richtlinie solltest du den Begriff „kompostierbar" nur klar erläutert verwenden.

Könnt ihr Bio-, vegane und Demeter-Produkte abfüllen?

Ja. OH!S ist EU-Bio-zertifiziert unter der Kontrollnummer DE-ÖKO-003 und IFS-Food-zertifiziert. Eine vegane Abfüllung – die Basis für eine V-Label-Lizenz deiner Marke – ist möglich, ebenso eine Demeter-Abfüllung auf Anfrage. So kannst du Nachhaltigkeit nicht nur über die Verpackung, sondern auch über die geprüfte Abfüllung belegen.

Ab welcher Menge lohnt sich nachhaltige Abfüllung bei OH!S?

Serien füllen wir in der Regel ab rund 500 Stück ab, Prototypen und Nullserien auch in kleineren Mengen. Am Anfang steht eine Bemusterung mit deinem Produkt und deinem Wunschmaterial – so klären wir Machbarkeit und Preis, bevor die Serie startet. Sprich uns einfach mit deinem Vorhaben an.

Fazit

2026 wird das Jahr, in dem nachhaltige Verpackungen vom Marketing-Versprechen zur belegbaren Pflicht werden. Die PPWR setzt ab dem 12. August die Regeln für die Verpackung selbst, die EmpCo-Richtlinie ab dem 27. September die Regeln für deine Aussagen darüber. Wer jetzt auf recyclingfähige, materialarme Formate setzt und seine Claims über echte Zertifizierungen absichert, ist nicht nur rechtlich auf der sicheren Seite, sondern wirkt beim Endkunden auch glaubwürdiger. Genau dabei unterstützen wir dich – von der ersten Bemusterung bis zur fertig abgefüllten, nachhaltigen Verpackung.

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Sam W. Pack – Blog-Stimme von OH!S

Über Sam

Sam W. Pack ist die Blog-Stimme von OH!S – Wissens-Sammelpack, Schnack-Liebhaber und Verpackungs-Allrounder in Personalunion. Wenn Sam nicht gerade die nächste EU-Verordnung durchforstet oder Schlauchbeutel zählt, verwandelt Sam Kaffee in Text. Lebensmotto: „Some we pack, some we schnack!"

Das offene Geheimnis: Hinter Sam steckt kein einzelner Mensch, sondern das ganze OH!S-Team. Über 25 Jahre Verpackungspraxis – gebündelt in einer Stimme, die dir hier ehrlich, neugierig und ohne Marketing-Schaum begegnet.

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